Ballonfahren trotz Höhenangst? – Mein Selbstversuch beim Kaiserwinkl Alpin Ballooning in Tirol

Werbung. In Kooperation mit der Tourismusregion Kaiserwinkl.

Für 2018 hatte ich einen guten Vorsatz: Einmal in der Woche wollte ich etwas tun, was ich noch nie getan hatte, was ich schon immer  – oder doch zumindest schon lange wieder – einmal tun wollte.
Deshalb überlegte ich auch nicht lange, als die Tourismusregion Kaiserwinkl mich fragte, ob ich Lust hätte, im Rahmen des Kaiserwinkl Alpin Ballooning eine Ballonfahrt zu machen. Natürlich hatte ich Lust!
Wie bei vielen anderen Menschen, so stand auch bei mir eine Ballonfahrt schon lange auf der Wunschliste.
Und am Anfang überwog die Freude über die Möglichkeit, mir diesen Wunsch zu erfüllen. Doch je näher der Termin rückte, desto mehr fragte ich mich, ob das wirklich eine so gute Idee war. Immerhin leide ich doch ganz schrecklich unter Höhenangst. Auf einer Leiter zu stehen bereitet mir schon Schwierigkeiten. Von Türmen und ausgesetzten Wanderwegen will ich gar nicht erst reden.

Ich hatte allerdings einmal gelesen, dass man mit Höhenangst problemlos Ballonfahren könne. Ähnlich wie im Flugzeug stelle sich auch im Ballon keinerlei Höhenschwindel ein. Das liege schlicht daran, dass es in diesen Fällen – anders als bei Hochhäusern oder Türmen – keine stürzenden Linien gibt, also keine optische Verzerrung, die dazu führen könnte, dass widersprüchliche Reize zwischen Auge und Gehirn hin und her geschickt werden. (Wer sich für diese Theorie näher interessiert, kann sie sehr anschaulich erklärt hier nachlesen.)

Nun gut, ich würde es also wagen. Im Flugzeug hatte ich ja tatsächlich auch keine Probleme mit dem Höhenschwindel – etwas musste an dieser Theorie ja dran sein.

Zum Ballonfahren nach Tirol

Am letzten Januarwochenende fuhr ich mit einer Freundin nach Tirol, um im Rahmen des Kaiserwinkl Alpin Balloonings unsere erste Ballonfahrt anzutreten. Wir waren beide recht aufgeregt. V.a. als wir kurz vor Ankunft erfuhren, dass der Abfahrtsort noch einmal verlegt wurde. Am Abend zuvor war ich schon informiert worden, dass im Kaiserwinkl selbst Nebel gemeldet worden war. Die Abfahrt sollte in St. Johann in Tirol stattfinden. Nun sollte dort zwar der Sammelpunkt sein – die Abfahrt selbst aber weiter westlich erfolgen.

Deswegen auch gleich mein Tipp vorneweg: Habt eine Kleinigkeit zu Essen und zu Trinken dabei, auch wenn der angegebene Abfahrtszeitpunkt direkt bevorsteht. Es kann sich noch ein bisschen hinziehen, bis ihr wirklich mit dem Ballon abhebt. Abgesehen von den Windverhältnissen, die berücksichtigt werden müssen, muss auch erst ein Platz gefunden werden, von dem aus man starten kann – und darf.
Aufregung und auch die doch ungewohnte Höhe können ebenfalls auf den Kreislauf schlagen.

Wir fanden den Platz für die Abfahrt dann auf einer Wiese gegenüber von Söll in Tirol.
Wieder etwas, was ich gelernt habe: Ich hatte aus Filmen und Serien irgendwie die Idee im Kopf, wir würden dort ankommen und die Ballons stünden bereits fertig aufgeblasen herum, wären mit Seilen und Gewichten am Boden befestigt, die man schließlich kappen würde, um zu starten.
Nichts dergleichen! Gemeinschaftlich wurde der Ballon erst mit Luft befüllt und anschließend dann beheizt, so dass er starten konnte. Und dann ging es auch gleich los. Ab, hoch hinaus in die Lüfte…

Abfahrt bei Söll in Tirol

Durch die atemberaubende Tiroler Bergwelt

Etwa 1,5 Stunden lang fuhren wir durch das Tal Richtung St. Johann in Tirol zurück, immer am Wilden Kaiser entlang, sozusagen auf Augenhöhe mit ihm!
Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis! Die Luft war so klar und das Wetter so gut, dass wir kilometerweit in die Berge hineinblicken konnten. Wirklich atemberaubend! Eigentlich fehlen mir die Superlative, um das zu beschreiben.
1,5 Stunden lang im Winterwetter herumfahren – man könnte denken, dass man dabei ziemlich zu frieren beginnt. Aber da kann ich euch beruhigen: Durch die Flamme direkt über eurem Kopf wird es überraschend warm im Ballonkorb.

immer am Wilden Kaiser entlang…

wie klein so ein Ballon vor einem so mächtigen Berg doch wirkt.

und ein paar Kilometer weiter war es tatsächlich neblig

Und wie war es denn nun mit der Höhenangst?

Es ist wahr: Man spürt nichts davon. Das Gefühl von Höhenschwindel hatte ich nicht ein einziges Mal. Nur wenn ich mich direkt über den Korbrand beugte und gerade nach unten blickte, war es etwas mulmig – aber weiche Knie? Zittern? Übelkeitsgefühle? Panikattacken? Nicht im Entferntesten!
Also, traut euch! Wenn euch bisher die Angst vor der Höhenangst davon abgehalten hat, eine Ballonfahrt zu machen, dann könnt ihr es nun getrost tun. Ein echtes Anti-Angst-Programm und gleichermaßen ein absolut großartiges Erlebnis.

Informationen:

Ballooning Tyrol veranstaltet ganzjährig Ballonfahrten in den Tiroler Alpen. Nähere Infos und die Möglichkeit zur Buchung findet ihr auf der Homepage.

Das Kaiserwinkl Alpin Ballooning findet immer Ende Januar statt.  Der nächste Termin: 19. – 26.01.2019


Transparenzhinweis:

Zu dieser Ballonfahrt wurde ich von der Tourismusregion Kaiserwinkl und Ballooning Tyrol eingeladen. Meine Begeisterung über dieses Erlebnis ist aber zu 100% echt!

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17 Gedanken zu “Ballonfahren trotz Höhenangst? – Mein Selbstversuch beim Kaiserwinkl Alpin Ballooning in Tirol

  1. oh wie cool, darauf hätte ich mich glatt auch einladen lassen 😀 mein opa hat sich selbst ja mit 85 eine balloonfahrt geschenkt, weil er das unbedingt einmal ausprobieren wollte. ich fand das super cool und hab es irgendwie so auch auf meine bucketlist geschrieben. bei den ausblicken, die du zeigst, unterstreiche ich es in gedanken wohl gleich nochmal 😀

    • hehe, ja, wie kann man DAZU Nein sagen? :-O
      Es war tatsächlich weit beeindruckender, als ich es erwartet hätte… die Stille dort oben alleine wars wert. (nur unterbrochen durch den Heizer und das Geräusch meines Fotos 😛 )

      Ich finde das super, dass dein Opa sich in dem Alter diesen Wunsch noch erfüllt hat! Man soll nie seine Träume aufgeben… 🙂

      • mein opa ist einfach super und mein großes vorbild, was das altern angeht. bevor er das gemacht hat, hatte ich das irgendwie nie so am radar, es war einfach etwas, an das ich nie gedacht hatte. aber seither juckt es mich schon in den fingern. an so einem ort wie der, an dem du warst, ist es natürlich nochmal besonderer. ja, die welt von oben…

  2. Eine Ballonfahrt ist wunderschön und kann ich auch nur Jeden empfehlen. Ein außergewöhnliches Erlebnis, nicht nur im schönen Tirol auch im noch schöneren Bayern, über der Seenlandschaft mit Blick zur Alpenkette.😎

    • Haha, ob das eine jetzt schöner als das andere ist, das will ich überhaupt nicht beurteilen… beides hat seinen Reiz <3 Über den bayerischen Seen kann ich mir das auch sehr gut vorstellen - und das war sicher nicht meine letzte Ballonfahrt!

  3. Wow!!! Wie wunderschön!!
    DAS würde ich zu gerne auch einmal machen. Und dazu bei Schnee und diesem strahlenden Sonnenwetter. Glückwunsch zur Selbstüberwindung, wie so oft, im Tun zeigt sich, es ist anders, als evtl. der Kopf uns weismachen will. 😉
    Tolle Bilder!!!

  4. Erst einmal: Super mutig, eine Ballonfahrt zu machen – trotz Höhenangst! Das hat bestimmt Überwindung gekostet, überhaupt in den Heissluftballon „einzusteigen“ 😉 Aber hat sich ja scheinbar richtig gelohnt und auch die Bilder vom Ballonflug sehen super aus. Da kommt man wirklich Lust, auch einmal mit einem Heißluftballon zu fliegen!

    • hihi, sag aber nicht „Flug“ und „Fliegen“, wenn du selber mal eine Fahrt machst 😉 Da wirst du dann sofort verbessert… kann ich aber nur empfehlen, die Ballonfahrt war wirklich toll!

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