Der lange Weg zum Selbstportrait

Erinnert ihr euch an unser Triumphfoto vom Mont St. Michel?
Blauer Himmel mit Schäfchenwolken, Sonnenschein, wir mit gepackten Rädern perfekt vor dem Mont St. Michel posierend.

Mont St. Michel

Dieses Foto war das Ergebnis einer ganzen Reihe vergeblicher Versuche. Für die Blogparade von Yummy Travel habe ich die Entstehungsgeschichte mal nachgezeichnet. Jessicas Idee für diese Blogparade ist simpel: Einfach einmal zu zeigen, dass die tollen Fotos auf den Reiseblogs ein Ausschnitt eines großen Ganzen sind.
Ja, auf Reiseblogs sieht man vor allem tolle Bilder von glücklichen Menschen. Was man nicht sieht sind die vielen „Outtakes“. Tausend verschiedenen Einstellungen um eine besonders knifflige Belichtungssituation festzuhalten. 20 Versuche, um ein Motiv endlich so aufs Bild zu bannen, wie man das möchte.
Und all die Bilder von schlecht gelauten, verschwitzten oder müden Menschen – all die Seiten, die auch zum Reisen dazu gehören.

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#9 „Urlaub vom Urlaub“ im wunderschönen Bayeux

Mit dem Fahrrad zum Mont St. Michel, Teil 9
Die bisher erschienen Artikel über unsere Normandie-Reise:
#1: 716km durch die Normandie
#2: Der Weg ist das Ziel – oder so
#3: Normannischen Boden unter den Rädern. Ankunft in Rouen
#4: Verfallene Größe und idyllische Landstraßen. Mit dem Rad durch’s Seinetal
#5: Vom Seinetal an die Blumenküste. Klangvolle Namen, Geisterstädte und saftige Wiesen
#6 Lisieux. Ein fauler Tag mit dem Segen der heiligen Thérèse
#7 Kühe, Käse, Calvados – Mit dem Fahrrad durchs Pays d’Auge
#8 Von Falaise durch die Normannische Schweiz nach Caen

Der Tag begann mit Sonnenschein und so konnten wir nach dem vorherigen verregneten Abend zumindest noch einen Blick auf die angestrahlte Abbaye aux Hommes in Caen werfen.
Sage und schreibe 1,5 Stunden brauchten wir, bis wir uns aus Caen herausgekämpft hatten. Mit dem Auto geht das schneller – Städte sind eben für Autos angelegt. Wenn man aber nicht den Hauptstraßen folgen wollte, musste man an jeder Straßenkreuzung erneut seine Karte zücken. Die Stadt mag neu aufgebaut worden sein – die Straßenführung mutet nach wie vor höchst mittelalterlich an.

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#11: Lob der Faulheit

Mit dem Fahrrad zum Mont St. Michel, Teil 11
Die bisher erschienen Artikel über unsere Normandie-Reise:
#1: 716km durch die Normandie
#2: Der Weg ist das Ziel – oder so
#3: Normannischen Boden unter den Rädern. Ankunft in Rouen
#4: Verfallene Größe und idyllische Landstraßen. Mit dem Rad durch’s Seinetal
#5: Vom Seinetal an die Blumenküste. Klangvolle Namen, Geisterstädte und saftige Wiesen
#6 Lisieux. Ein fauler Tag mit dem Segen der heiligen Thérèse
#7 Kühe, Käse, Calvados – Mit dem Fahrrad durchs Pays d’Auge
#8 Von Falaise durch die Normannische Schweiz nach Caen
#9 „Urlaub vom Urlaub“ im wunderschönen Bayeux
#10 D-Day-Feiern an den Landungsstränden. „Where have all the flowers gone?“

Da sitzen wir nun also in Grandcamp-Maisy, einem Fischerörtchen ganz im Westen der Perlmuttküste, kurz bevor der Contentin beginnt. Man sieht ihn von hier aus schon. Zwei Tage später werden wir am Utah-Beach liegen und auf Grandcamp-Maisy schauen.

Am Strand in Grandcamp-Maisy

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#8 Von Falaise durch die Normannische Schweiz nach Caen

Mit dem Fahrrad zum Mont St. Michel, Teil 8
Die bisher erschienen Artikel über unsere Normandie-Reise:
#1: 716km durch die Normandie
#2: Der Weg ist das Ziel – oder so
#3: Normannischen Boden unter den Rädern. Ankunft in Rouen
#4: Verfallene Größe und idyllische Landstraßen. Mit dem Rad durch’s Seinetal
#5: Vom Seinetal an die Blumenküste. Klangvolle Namen, Geisterstädte und saftige Wiesen
#6 Lisieux. Ein fauler Tag mit dem Segen der heiligen Thérèse
#7 Kühe, Käse, Calvados – Mit dem Fahrrad durchs Pays d’Auge


Ich erwachte frierend im Zelt. Es war kalt. Furchtbar kalt. Meine Nasenspitze fühlte sich an, als wäre sie angefroren. Vielleicht lag es daran, dass es in der Nacht zuvor – anders als in Jumièges – klar gewesen war?
Jedenfalls war es kalt gewesen. Und jede von uns war in der Nacht immer wieder aufgewacht und hatte sich noch eine Schicht angezogen.
Trotzdem erwachte ich an meinem 31. Geburtstag frierend in einem Zelt mit zwei eingeknickten Stangen im Schatten der Burg von Falaise, auf der – „der Legende nach“ – Wilhelm der Eroberer geboren worden war.

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#10. D-Day-Feiern an den Landungsstränden. „Where have all the flowers gone?“

             Dieser Beitrag schlummert schon lange fertig in den Entwürfen. Eigentlich sollten die Normandie-Beiträge chronologisch veröffentlicht werden, aber ich habe das Gefühl, dass ich diesen jetzt schon publizieren muss – in dieser Stimmung, in der wieder vermehrt über Krieg und Frieden, über Notwehr und Terror, über Soldaten, Heldenverehrung, über Pazifismus und Menschlichkeit nachgedacht und gesprochen wird. Denn genau darum geht es auch in diesem Beitrag.
             Während unserer Normandie-Reise hatten wir das Glück genau während des D-Days an den Landungsstränden zu sein – so wurden wir Zeuge der Befreiungsfeierlichkeiten, des D-Day-Tourismus und es war spannend, zu beobachten, wie diese Themen anderswo gehandhabt werden. Mich haben diese Beobachtungen jedenfalls sehr nachdenklich gemacht.

Mit dem Fahrrad zum Mont St. Michel, Teil 10
Bisher erschienene Artikel:
#1 Mit dem Fahrrad zum Mont St. Michel: 716 km durch die Normandie

#2: Der Weg ist das Ziel – oder so
#3: Normannischen Boden unter den Rädern. Ankunft in Rouen
#4: Verfallene Größe und idyllische Landstraßen. Mit dem Rad durch’s Seinetal
#5: Vom Seinetal an die Blumenküste. Klangvolle Namen, Geisterstädte und saftige Wiesen
#6 Lisieux. Ein fauler Tag mit dem Segen der heiligen Thérèse
#7 Kühe, Käse, Calvados – Mit dem Fahrrad durchs Pays d’Auge
#8 Von Falaise durch die Normannische Schweiz nach Caen
#9 „Urlaub vom Urlaub“ im wunderschönen Bayeux


Lange, gleichmäßige Reihen weißer Grabsteine. „Age 20“ steht auf dem vor mir. „Age 19“ auf dem daneben. „Known unto God“ auf einem Dritten. Der hier liegende Soldat war nicht einmal bekannt. Er starb namenlos. Einer von vielen.
Ich schlucke schwer, haben einen Kloß im Hals.

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