Geschichte und Bier in Mühlhausen: Auf Entdeckungstour in der Mitte Deutschlands

Werbung. In Kooperation mit der Welterberegion Wartburg Hainich und dem Brauhaus Zum Löwen in Mühlhausen/Thüringen. Näheres dazu am Ende des Artikels

Große, endlos scheinende Weizenfelder ziehen draußen vorbei. Ich sitze im Zug von Erfurt nach Mühlhausen. Ich wusste gar nicht, dass hier so viel Weizen angebaut wird, denke ich mir. Dann muss ich mir eingestehen, dass ich insgesamt nicht viel weiß über die Region, in der ich jetzt ein langes Wochenende verbringen werde.
Klar, im Süden, in Eisenach und auf der Wartburg, da war ich vor ein paar Jahren schon einmal. Auch von Mühlhausen hatte ich bereits gehört. Allerdings – Schande über mich – bemerkte ich, dass ich irgendwie Zeit meines Geschichtestudiums davon ausgegangen war, das Mühlhausen, das im Kontext des Bauernkrieges immer wieder genannt wird, sei das Mühlhausen im Elsass. Erhoben sich die Bauern nicht auch zuerst im Südwesten des Reiches? Das machte Sinn und wurde von mir nicht weiter hinterfragt. Nun aber fuhr ich in das echte Mühlhausen des Bauernkrieges, die Stadt, in der Thomas Müntzer versuchte, seine radikalreformatorischen Ideen durchzusetzen.
Ich war gespannt, was mich erwartete.

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11 Blogger erzählen von ihren besten Reisen ohne Kinder

„Die besten Familientipps für Berlin“, „mit Kind quer durch Neuseeland“, „die besten Spielplätze in Toronto“, „so erlebst du New York auch mit Kind voll und ganz“. Ungefähr so sieht momentan meine Timeline auf Facebook aus. Ich lese unheimlich viele andere Reiseblogs, und einige davon sogar richtig gerne. Doch seit ein paar Monaten sprießen die Familienreiseblogs nur so aus dem Boden und ich habe manchmal Schwierigkeiten, unter all den Familienblogs mit kindgerechten Ideen noch Tipps zu finden, die auf unsere aktuelle Situation passen. Tipps für Leute, die ohne Kinder unterwegs sind. Stellenweise fühle ich mich davon beinahe etwas erschlagen.

Mit diesen Worten leitet Naninka von Naninkas Travelspots ihren Beitrag zu meiner Blogparade „Die schönsten Reisen ohne Kinder“ ein.
Und genau so ging es mir auch. Die Familienreiseblogs scheinen wie die Pilze aus dem Boden zu sprießen.

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Castello: Venedigs stiller Osten

Wusstet ihr, dass der Markusdom ursprünglich überhaupt kein Dom war? Er war die etwas größer als normal ausgefallene Hauskapelle des Dogen von Venedig. Er war eine Staatskirche.
Erst 1807 wurde der Markusdom zum Dom. Bis dahin war es San Pietro di Castello. Der Dom, also der Bischofssitz des Patriarchen von Venedig, lag ganz woanders: Abseits der Macht , ganz im Osten. Und damit wurde auch klar signalisiert, wer in dieser Seerepublik das Sagen hatte. Das war nicht die Kirche.
Und auch heute spielt San Pietro nur eine untergeordnete Rolle. Während die Touristen am Markusdom Schlange stehen, hat man die ehemalige Bischofskirche und die umliegenden Gassen und Parks (!) fast für sich.
Kommt mit in Venedigs stillen, grünen Osten.

San Pietro di Castello – abseits und im Schatten von San Marco gelegen

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Bier-Wellness in Tschechien – Ein besonderer Luxus für Bier-Liebhaber

Tschechien und Bier… zwei Dinge, die unbedingt zusammen gehören, wie ich finde. Dass ich ein großer Bier-Fan bin, daraus habe ich bisher ja keinen Hehl gemacht.
Als ich dann erfuhr, dass man in Pilsen Bier-Wellness in einem Brauerei-Hotel buchen kann, war ich natürlich sofort begeistert: Da musste ich hin!
Denn was fehlt auf der Liste eines Bier-Liebhabers noch außer einem Bier-Bad?

Vor der Bierprobe im Restaurant des Brauerei-Hotels Purkmistr

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Mariabrunn: Ein vergessenes Heilbad bei München

Acht Kilometer nördlich von Dachau, gut versteckt im Wald liegt der kleine Wallfahrtsort Mariabrunn.
Heute ist er eher bekannt für die nebenan liegende Wirtschaft mit dem schönen Biergarten. Ab und an kommen auch noch ein paar Wallfahrer.
Nichts aber lässt vermuten, dass sich hier bis vor 150 Jahren Fürsten und Kaiser aus ganz Europa kurieren ließen. Denn die namensgebende Quelle galt als heilkräftig – nicht nur im spirituellen Sinne, wie viele bei Wallfahrtskirchen befindliche Quellen, sondern auch im medizinischen.

Ansicht von Mariabrunn vom Eingang der Kirche aus. In der Mitte – mit Efeu überwuchert – die namensgebende Quelle

Nachdem mir kürzlich das Buch „Heilige Quellen zwischen Donau, Lech und Salzach“ von Heidemarie und Peter Strauss in die Hände fiel und ich feststellte, dass sich einige davon gut von München aus erreichen und erwandern lassen, würde ich gerne eine kleine, unregelmäßig erscheinende Blogreihe daraus machen.

Mehr über das Phänomen der Heiligen Quellen und allgemein naturmagischer und naturreligiöser Phänomene an Wallfahrtsorten, könnt ihr in meinen Artikel über Maria Klobenstein nachlesen.

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