In & um München: Wandern mit Karwendelblick

Besonders vom Wanderwetter verwöhnt waren wir diesen Sommer ja noch nicht. Wenn es denn mal sommerlich und trocken war, dann unter der Woche, während an den Wochenenden mit schöner Regelmäßigkeit der Regen zurückkam.
Umso mehr musste man die Chance nutzen, wenn für das Wochenende mal schönes Wetter angekündigt war. Umso mehr war ich allerdings auch frustriert, als der erste Blick aus dem Fenster mir einen wolkenverhangenen Himmel zeigte, aus dem dann auch bald wieder die ersten Regentropfen fielen. Sollten wir das Wandern doch abblasen? Nein, natürlich nicht! Richtung Garmisch-Partenkirchen sollte es angeblich schöner sein und so brachen mein Bloggerkollege Tobias und ich dann doch gen Süden auf.

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Fronleichnam in Bamberg

Daß Kunstkenner und Pilger aus Deutschland in großen Scharen zu Ostern nach Sevilla gehen und nach Sizilien, nicht aber in dem gleichen Maße zu Fronleichnam nach Bamberg, ist [den Bambergern] unbegreiflich. In der großen Prozession werden alljährlich die Schätze der Stadt mitgetragen, soweit sie noch vorhanden sind: die Heiligen aus den Kirchen und Kapellen, die gewundenen kunstvollen Stäbe der Zünfte aus dem Diözesan-Museum, das mächtige Domkreuz, von mehr als zwanzig Männern auf den Schultern getragen.
Kaum ist das Glockengeläut verklungen, sitzen die Männer und Frauen bereits bei Bier und Bratwürsten oder beim Wein in den Kneipen, manchmal noch ihren Lokalheiligen vor der Tür.Die Zeit 1973

So beschrieb Die Zeit 1973 die Fronleichnamsprozession in Bamberg. Und genau genommen hat sich bis heute fast nichts geändert. Nur, dass inzwischen regelmäßig mehrere Tausend Gläubige und Schaulustige zusammenkommen und die Straßen säumen, durch die die Prozession sich langsam bewegt.

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„Wir haben nicht Florenz und nicht Venedig, aber wir haben Bamberg“: Zitate über die vielleicht schönste Stadt Deutschlands

Eine Mitreisende und ich saßen zusammen und unterhielten uns. Ich begann zu schwärmen über meine Heimatstadt, wie wunderschön sie sei, sehr historisch, nahezu unbeschädigte Altstadt, kleine mittelalterliche Gässchen. Wirklich eine Reise wert.
Sie hörte interessiert zu und lächelte nachsichtig. Natürlich dachte sie, dass ich nur über meine Heimatstadt besonders schwärme und sie über Gebühr lobe. Ich kam ein bisschen ins Schwitzen. Wie sollte ich ihr denn klar machen, dass das nicht nur ich so sehe? Immerhin loben nicht nur Einheimische Bamberg für seine Schönheit, sondern so ziemlich jeder, der die Stadt einmal gesehen hat. „Ich sage das jetzt nicht nur aus Lokalpatriotismus. Bamberg ist wirklich eine schöne Stadt…“, setzte ich an. Sie nickte verständnisvoll und lächelte weiter nachsichtig.
In diesem Moment mischte sich eine weitere Mitreisende ein, die das Gespräch überhört hatte: „Redet ihr über Bamberg? Also ich bin ja Lübeckerin mit Leib und Seele, aber Bamberg ist eine der schönsten Städte in Deutschland!“
Das nachsichtige Lächeln meiner Gesprächspartnerin wich schlagartig echter Verblüffung und ich atmete auf. Auf manche Dinge ist eben Verlass – z.B. auf den Eindruck, den Bamberg bei Besuchern hinterlässt.
Ihr wollt euch selbst überzeugen? Schaut in meinem Reiseguide vorbei: Bamberg Tipps einer Einheimischen!
Da ich euch nun alle schon nachsichtig lächeln sehe, gibt es hier den Beweis, dass man kein fränkischer Lokalpatriot sein muss, um Bamberg zu lieben.

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In & um München: Wo die Carmina Burana gefunden wurden

Die Carmina Burana kennt wohl so ziemlich jeder und jeder hat den Beginn der Vertonung von Carl Orff sofort im Ohr, wenn der Name fällt.
Was der Name bedeutet wissen dann wohl schon weniger. Zu deutsch heißt „Carmina Burana“ nichts anderes als „Beurer Lieder“ bzw. „Lieder aus Benediktbeuern“ – denn genau dort, in der Bibliothek des Klosters Benediktbeuern, wurden die Texte im Jahr 1803 gefunden.

 

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In & um München: Ausflug zum Schliersee

Von meinem freien Tag samt Ausflug auf die Ilkahöhe am Starnberger See habe ich euch ja bereits erzählt.
Ich dachte mir, es wäre doch eine schöne Idee, eine eigene Kategorie einzuführen und euch so nach und nach meine Ausflüge, kleinen und großen Entdeckungen in und um München zu präsentieren und so gemeinsam mit euch meinen neuen Wohnort besser kennen zu lernen.
Erwartet keine hochtrabenden Erlebnisse oder faktenüberladene Artikel. Anregungen für Ausflüge und ein paar schöne Bilder gibt es aber natürlich immer 😉

Diesmal geht es zum traumhaft schönen Schliersee.

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Warum in die Ferne schweifen? Wandern auf dem Fränkischen Gebirgsweg (Rezension)

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Foto (c) Christof Herrmann

 Rezension des Wanderführers, den mir Christof Herrmann und der Rother Verlag zur Verfügung gestellt haben.

Dass ich gerne Radwandere ist ja inzwischen wohl allen Lesern meines Blogs bekannt. Aber wie sieht es mit längeren Fußwanderungen aus? Tatsächlich dauerte meine längste Wanderung zu Fuß ja gerade einmal vier Tage und führte mich von Bamberg aus ein Stück über den Burgenwanderweg durch die Hassberge. Leider hat Sabine – treue Begleitung bei fast allen Radtouren – dabei festgestellt, dass ihr mehrtägige Fußwanderungen überhaupt keinen Spaß machen. Und deshalb blieb es bisher leider bei dieser einen mehrtägigen Tour. Obwohl einer meiner großen Reiseträume ja noch immer die Italien-Durchquerung ist – und auch in Deutschland gibt es etliche Weitwanderwege, die mich wirklich reizen. Der Fränkische Gebirgsweg gehört dazu, seit ich zum ersten Mal davon auf der Facebook-Seite von einfachbewusst.de gelesen habe.

Christof Herrmann – Betreiber des Minimalismusblogs einfachbewusst.de und Autor des frisch erschienen Wanderführers „Fränkischer Gebirgsweg“ – und ich kamen anschließend über diesen Weitwanderweg ins Gespräch. Letztendlich waren er und der Bergverlag Rother so freundlich, mir ein Exemplar des Wanderführers zukommen zu lassen – und den möchte ich euch hier vorstellen.

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Die Entdeckung der Stille – Urlaub im Kloster Waldsassen

Urlaub im Kloster. Das heißt: Entschleunigung, Stille, Digital Detox –  Schlagworte, die heutzutage immer populärer werden. Man könnte auch sagen: Das ganz normale für den Menschen gedachte Leben zu dem wir im 21. Jahrhundert nicht mehr in der Lage zu sein scheinen, wenn wir es uns nicht ganz bewusst vornehmen.
Umso verblüffender, wenn man feststellt, dass es Menschen gibt, die in dieser rauen, schnellen, lauten Zeit scheinbar auf einer Insel der Seligen leben, wie die Schwestern des Klosters Waldsassen.

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