Bolsena, Orvieto und das Fronleichnamsfest : Kirchengeschichte im umbrisch-lazialen Grenzgebiet

Unter den Seen des Latium ist der Bolsena See mit 114 km² Fläche der Größte. Zum Vergleich: der zweitgrößte See, der etwas südlicher gelegene Lago di Bracciano, ist nur etwa halb so groß. 

Der Bolsena See ist nach dem Ort Bolsena benannt – einer dieser typischen idyllischen, pittoresken Borghi. Von außen ein imposanter Anblick der Häuser, die sich an einem Hügel dicht an dicht unter einer Burg drängen. Im Inneren verliert man sich in den engen Gassen. 

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Aufgrund der Campingplätze direkt am Seeufer ist Bolsena beliebt bei Campern. Die Via Francigena – die Pilgerroute nach Rom – führt direkt hindurch. Letzteres ist ein Grund, wieso der kleine Ort Bolsena Bedeutung für die Kirchengeschichte gewonnen hat, führten doch die religiösen Zweifel eines hindurchpilgernden Böhmen letztendlich zu einem Wunder und damit zur Einführung eines kirchlichen Hochfestes.
Doch selbst vielen Pilgern dürften die vielen kirchenhistorischen Verwicklungen, die hier ineinander liefen, nicht ganz klar sein. Und deshalb wollen wir uns das hier mal genauer anschauen. 

Anblick von Bolsena am Lago di Bolsena

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Via Lauretana – Pilgern in Mittelitalien: Karte, gpx-tracks, Unterkünfte, FAQ

Im April und Mai 2025 wanderte ich für drei Wochen auf der Via Lauretana – auch Cammino Lauretano genannt.
Meine Pilgerwanderung begann in Chiusi, noch in der Toskana, und führte mich auf etwa 250 Kilometern durch Umbrien und die Marken.

Dabei durchwanderte ich die Valle Umbra (das „umbrische Tal“), überquerte den Appenin und durchwanderte das Hügelland der Marche. Ich besuchte Perugia und Assisi, sah die Hochebenen von Colfiorito, bestaunte Fresken aus der Giotto-Schule in Tolentino und erlebte auch die noch immer unter den Folgen des Erdbebens von 2016 leidenden Gebiete der Marken. Und am Ende wartete die prächtige Basilika der Santa Casa auf mich – von der ich schon im Geschichte-Studium so viel gehört hatte.

In diesem Artikel möchte ich euch einen Überblick über die offiziellen Routen der Via Lauretana geben. Doch vor allem möchte ich euch meinen eigenen Cammino Lauretano etwas vorstellen: Welche Etappen wählte ich? Wo übernachtete ich? Dazu praktische Tipps zu Pilgerausweis und Stempeln, Reisezeit und Tipps für Apps und Webseiten.

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Die Etrusker: Hochkultur in Mittelitalien – Wer waren die Etrusker?

Die Etrusker sind das Volk, das vor den Römern die bedeutendste Kultur im westlichen Mittelmeerraum hervorgebracht hat. Camporeale, S. 20

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Mit dem Ende der Bronzezeit im 10. Jahrhundert v. Chr. beginnt langsam die fassbare Entwicklung der etruskischen Kultur und sie dauert an bis ins 1. Jahrhundert v. Chr., als Etrurien im römischen Reich aufgeht. Damit sind die Etrusker eine der ersten Hochkulturen Italiens.
Fast 1000 Jahre lang prägte das Volk der Etrusker also die Geschichte Mittelitaliens, wobei ihr Kernland zwischen Arno und Tiber lag, also die Toskana, das nördliche Latium und das westliche Umbrien umfasste. Aber auch bis in die Po-Ebene und bis nach Kampanien (Capua) reichte ihr Siedlungsraum.

Sarkophag eines etruskischen Ehepaars aus der Nekropole von Cerveteri, spätes 6. Jahrhundert v. Chr.

In diesem Artikel möchte ich euch überblicksmäßig einige Information über die Etrusker geben – Wer waren die Etrusker und woher kamen sie? Wie verlief ihre Entwicklung und Geschichte? – bevor ich euch demnächst in einem weiteren Artikel die archäologischen Stätten und v.a. die etruskischen Nekropolen im nördlichen Latium vorstelle, die wir auf unserer Reise dieses Jahr besuchten. Dort werdet ihr auch mehr Informationen über die etruskische Grabkultur finden.

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