Meine schönsten Bilder aus drei Wochen am Golf von Neapel

Drei Wochen war ich dieses Jahr am Golf von Neapel. Ein paar Beiträge dazu gibt es ja bereits, ein paar weitere schlummern noch in den Entwürfen. Zum Beispiel einer über die Veranstaltungen währen der „Settimana Santa“, der Karwoche, die auf der Halbinsel von Sorrento besonders eifrig begangen wird.

Dass Michael von „Erkunde die Welt“ erneut zu einer Fotoparade aufgerufen hat, nutze ich nun aber, um euch wenigstens ein paar Bilder zu zeigen, die währen dieser drei Wochen entstanden ist.
Michaels Fotoparade ist inzwischen eine in Bloggerkreisen liebgewonnene Tradition. Trotzdem habe ich, wie ich mit Verblüffung feststellen musste, seit 2015 nicht mehr daran teilgenommen!
Deshalb bin ich so frei und nutze auch ein paar Kategorien der vergangenen und von mir verpassten Fotoparaden in diesem Beitrag.

Stadtbild

Dieses Bild entstand gleich am Anfang meines Aufenthaltes auf Procida. Procida ist nun wirklich keine große Insel und in punkto Einwohnerzahl sicher nicht mit Neapel zu vergleichen. Dennoch ist diese kleine, recht unbekannte Insel in der Nähe von Ischia die am dichtesten besiedelte Insel im Mittelmeer. Über 2500 Einwohne leben hier pro Quadratkilometer.


Nass

Nass trifft es hier in mehrfacher Hinsicht. Getränk und Meer sind Nass, natürlich. Aber – wie man sieht – auch die Ballustrade meines Hotelbalkons auf Procida. Nach einem schönen, sonnigen Beginn, fing es an zu regnen. Hier gab mir der Regen eine etwa einstündige Verschnaufpause, bevor er für fünf Tage nicht mehr nachließ. Es goss wie aus Kübeln und am nächsten Tag fiel wegen des Regens und Sturms dann sogar mein Schiff nach Neapel aus, was mir einen gewaltigen Umweg bescherte, dem ich es dann verdankte, dass ich die ersten paar Tage einen Hexenschuss hatte.


Nacht

Entstanden während der ersten Prozession, die ich in Sorrento besuchte. Die Processione dell’Addolorata (zu deutsch: der Schmerzensreichen). Es ist eine relativ kleine Prozession, bei der eben die Statue der Maria Addolorata beginnend und endend bei Marina Grande durch Sorrento getragen wird.


Fahrzeug

Neben Autos und Vespas ist das Boot natürlich ein Hauptfahrzug am Golf von Neapel. Dieses hier habe ich in der Blauen Stunde auf Procida fotografiert.


Entspannt

Sonnenuntergang am Meer, dazu einen Aperol Spritz und ein gutes Buch… mehr Entspannung geht nicht, oder?
(auch wenn es in Wirklichkeit kälter war, nachdem die Sonne untergegangen war, als man bei Anblick des Bildes glauben könnte. Das war nämlich der erste trockene Abend nach den Tagen Dauerregen …)


Nahaufnahme

Dazu gibt es nicht viel zu sagen: Die Blume habe ich während einer kleinen Wanderung nach Sant‘ Agata Sui Due Golfi oberhalb von Sorrento aufgenommen.


Weiß

Hauptattraktion während der Settimana Santa sind in Sorrento zwei Processionen der „Incappucciati“, also der „Kapuzenträger“. Dies sind verschiedene Bruderschaften, die im Morgengrauen und am Abend des Karfreitag große Prozessionen in der Sorrentiner Innenstadt veranstalten.
Dies ist die „Processione Bianca“, die Weiße Prozession, die um 3 Uhr morgens beginnt.

(Und JA, ich weiß, sie sehen aus wie vom KuKluxKlan.
NEIN, das ist nicht gruselig, wenn man da steht.
und NEIN, diese Bruderschaften haben absolut NICHTS mit dem – übrigens anti-katholischen – rassistischen Bund in den USA zu tun)


Schwarz

Dies ist die zugehörige „Processione Nera“, die schwarze Prozession, die am Karfreitag abends gegen 21 Uhr beginnt.
Es war gar nicht so einfach diese schwarzgekleideten Burschen zu fotografieren, da in den Straßen auch sämtliche Lichter gelöscht wurden.


Natur

Während einer Wanderung entstand dieses Bild mit dem Ausblick auf Capri.


Ausblick

Auf der gleichen Wanderung schoss ich auch dieses Foto: Ein Blick auf Massa Lubrense, einen kleinen Hafen unweit von Sorrento, mit dem Capo di Sorrento und dem Vesuv im Hintergrund.


Licht

Noch mal ein Bild, das während einer Prozession entstand.


Farbtupfer

Habichtskraut und Mohnblumen setzen ein paar farbliche Akzente vor den Ausgrabungen von Herculaneum.


Essen

Einer dieser Nachmittage am Golf von Neapel. Sonne, Wein, Fisch, Meer und Aussicht.


Trinken

Ich mag das Foto deshalb so gerne, weil es ein totaler „Blindschuss“ mit meinem Tablet war. Es war so hell, dass ich auf dem Display des Tablets nicht wirklich sah, was ich tat. Und dabei kam zufällig dieses Bild raus. Irgendwie gefällt es mir 🙂


Mein liebstes Foto

Dieses Foto entstand an Ostermontag – der Tag an dem auch das Natur- und das Aussichts-Bild gemacht wurden. Ich war mit einigen Leuten aus meinem Sprachkurs unterwegs, wir wanderten, picknickten und ließen den Tag bei Sonnenuntergang auf ihrer Terrasse in Massa Lubrense ausklingen.
Der Tag war wie aus einem Film… einer dieser Tage, an denen neugewonnenen Freundschaften und das Leben im Allgemeinen gefeiert werden. Einer dieser Tage an denen man so glücklich ist, dass einen die Erkenntnis wie ein Schlag urplötzlich, mitten im fröhlichsten Gelächter, trifft – die Erkenntnis, dass kein Glück ewig währt sondern immer nur die Gunst des Moments ist, die man genießt und genießen muss und die doch bald wieder vorbei sein wird.
Jeder von uns war im Laufe dieses Abends irgendwann plötzlich melancholisch, allen wurde irgendwann bewusst, was für einen kostbaren Augenblick wir gerade erleben und welch Privileg es ist, wenn auch nur für einen kurzen Moment so intensives Glück spüren zu dürfen.
All das drückt dieses Bild für mich aus – deshalb ist es mein Lieblingsbild aus diesen drei Wochen.

Wer wissen will, mit wem ich mich so am Golf herumgetrieben habe, kann ja mal auf der Seite des EVS-Projekts vorbeischauen: Progetto Mare.


Dies waren also meine schönsten Bilder aus drei Wochen Sorrento. Ich hoffe, sie haben euch gefallen 🙂
Welches ist euer Favorit?

Wer mitmachen möchte: Michaels Fotoparade läuft noch bis Ende Juli!

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14 Gedanken zu “Meine schönsten Bilder aus drei Wochen am Golf von Neapel

  1. Tolle Impressionen, wunderschöne Bilder, die richtig neugierig machen und gleichzeitig Urlaubs- und Reisesehnsucht auslösen.
    Gleich das erste Stadtmotiv von Procida ist mein ganz persönlicher Favorit.
    Liebe Grüße
    Lutz

    • Danke! Die Kerzen wurden vor der Prozession verteilt, damit die Zuschauer so den Prozessionsweg „beleuchten“. Die meisten sind aber ziemlich schnell wieder vom Wind ausgeblasen worden 😉

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