Auf E.T.A. Hoffmanns Spuren durch Bamberg – ein literarischer Reiseführer

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Meine Lehr- und Marterjahre sind nun in Bamberg abgebüßt, jetzt kommen die Wander- und MeisterjahreE.T.A. Hoffmann (1813)

Diese vielzitierten Worte schrieb Hoffmann, als er Bamberg  im April 1813 nach knapp fünf Jahren wieder verließ. Besonders glücklich gelaufen ist diese Bamberger Zeit tatsächlich nicht: Am Theater scheiterte er und obendrein quälte ihn eine unglückliche Liebesgeschichte.
Trotzdem spielt das kleine, recht provinzielle Bamberg in seinen Werken immer wieder eine Rolle. Die Jahre waren für sein künstlerisches Schaffen prägend.

Und auch die Stadt Bamberg selbst schmückt sich heute mit der kurzen, glücklosen Präsenz des romantischen Schriftstellers. E.T.A. Hoffmann ist in Bamberg quasi omnipräsent. Sogar das Bamberger Tierheim heißt „Berganza“ – nach Hoffmanns sprechendem Hund. Und wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, entdeckt seinen Namen und sein Konterfei an vielen Ecken. Dieser Artikel soll zu einem solchen literarischen Spaziergang einladen.

E.T.A. Hoffmann mit Kater Murr, einer seiner Romanfiguren – das Denkmal vor dem Bamberger Theater

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Bamberg & Bier: Warum Bamberg die wahre Bierhauptstadt ist

„Bier ist seit über 20 Jahren mein Geschäft. Natürlich weiß ich, dass die besten Biere nicht aus Bayern, sondern aus Franken stammen.“
Der Mann, der das sagt, ist Manuele Colonna, Betreiber einer legendären Bier-Kneipe in Rom-Trastevere und Organisator des jährlich stattfindenden „Frankenbierfest“ in Rom.
Und so wie Colonna sehen das Bierkenner weltweit.
Während der gemeine Bierliebhaber aus aller Welt nach München pilgert, weil dort ein Hofbräuhaus steht und besungen wird, weiß der Kenner: Der Nabel der Bierwelt liegt ganz woanders: 200 km weiter nördlich in Oberfranken, in der Bierhauptstadt Bamberg.

Mehr über Bamberg?

Meine Bamberg Tipps einer Einheimischen enthalten viele Infos über Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Hotels

warum Bamberg die wahre Bierhauptstadt ist

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Die barocke Wallfahrt. Teil 3: Geld und Glaube. Die wirtschaftliche Bedeutung

„Die Wunder, welche da geschehen seyn sollen, hat die Habsucht erdichtet, die Leichtgläubigkeit als wahr angenommen, und der Aberglauben verbreitet.“[1]

Damit ist die Auffassung, welche die Aufklärung von den Wallfahrten hatte, auf den Punkt gebracht: Das leichtgläubige und abergläubische einfache Volk hinge einem naiven Glauben an, von dem in erster Linie der habgierige Wallfahrtsklerus profitierte. Immer wieder werden die „eigennützigen Mönche“[2] genannt, denen Wallfahrten eine „sichere und reichliche Finanzquelle“[3] geboten hätten.

Geldverschwendung war einer der Vorwürfe gegen das Wallfahrtswesen in der Aufklärung. Man fürchtete allerdings auch ein Abwandern des Kapitals von den heimischen Pfarrkirchen an fremde Gotteshäuser.[4]
Heute richtet sich die Kritik eher gegen die barocke Pracht der Kirchen. Was hätte man mit dem Geld nicht alles tun können? Stattdessen hat man die hundertste Wallfahrtskirche prächtig ausgestaltet. Und das alles natürlich von oben, auf dem Rücken der „kleinen Leute“ – so die populäre Meinung. Aber – wie so oft – liegen die Dinge nicht ganz so eindeutig. Denn auch die kleinen Leute hatten ganz profanes, wirtschaftliches Interesse an den Wallfahrten.

Devotionalienläden in Altötting. Schon lange sichern diese Souvenirläden den Einheimischen ein Auskommen

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Die barocke Wallfahrt. Teil 2. Der Wunderglaube: Medizin, Magie und Propaganda

Der Wunderglaube (Wunder: lat. „Miraculum“, eingedeutscht: Mirakel) war ein wesentlicher Bestandteil des Wallfahrtswesens, der Heiligen- und der Marienverehrung und damit etwas genuin Katholisches.
Wer auf eine Wallfahrt ging, hoffte im Allgemeinen auch auf ein Wunder.
Meist war mit einer Wallfahrt die Bitte um oder Dank für erwiesene Gnade verbunden. Man flehte um ein Wunder oder man dankte, dass Gott (oder ein Heiliger) eines gewirkt hatte.

Dieser Beitrag ist Teil der Reihe „Heilige Orte

Votivbilder in Altötting. Die komplette Außenwand der Kirche ist dicht mit Votivbildern aus allen Zeiten zugehängt

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Die barocke Wallfahrt. Teil 1: geistliche und profane Aspekte einer Reise

Auf meinem Blog schreibe ich immer wieder über Wallfahrtskirchen und -kapellen. Die meisten davon sind barocke Wallfahrten. Oder doch zumindest spätmittelalterliche, die im Barock einen Höhepunkt erlebten.

Dieser Beitrag ist Teil der Reihe „Heilige Orte

Ich habe meine Abschlussarbeit über barocke Wallfahrten geschrieben und die Arbeit daran, hat auch mir die Augen geöffnet, wie oft man solche Phänomene – v.a. religiöse Phänomene – heutzutage durch eine „aufklärerische Brille“ sieht.
Viele Menschen haben eine sehr ausgeprägte Meinung zu diesen Dingen, die nicht selten auf Klischees und Vorurteilen baut. Und diese Klischees und Vorurteile wiederum sind häufig direkt aus der Aufklärung übernommen. Ich würde hier gerne einmal einen etwas differenzierteren Blick auf das Phänomen der barocken Wallfahrt bieten. Vielleicht betrachtet man beim nächsten Besuch einer Wallfahrtskirche das Gotteshaus mit etwas anderen Augen oder bemerkt Details, die einem zuvor entgangen sind.

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Kraftorte in Bayern: Ausflüge zu Heiligen Quellen, Steinen & Bäumen

Ideen für außergewöhnliche Ausflugsziele in Bayern möchte ich euch hier vorstellen.
Kraftorte in Bayern – v.a. heilige Quellen, heilige Steine und heilige Bäume – darauf soll der Fokus der im folgenden vorgestellten Ausflugsziele liegen. Die meisten lassen sich sehr gut mit leichten Wanderungen verbinden, ebenso mit einer Einkehr in ein nahegelegenes Wirtshaus. Fast alle vorgestellten Ausflüge könnt ihr ohne Auto unternehmen.

Viele – aber nicht alle – dieser „magischen Kraftorte“ befinden sich bei München, da ich von hier aus meine Erkundungstouren startete. Insgesamt beschränkt sich die Auswahl der Kraftorte derzeit auf Altbayern!
Viele liegen außerdem  in oder bei Kapellen und Wallfahrtskirchen. Was machen heilige Quellen, Steine und Bäume in christlichen Kirchen? Welche Verbindungen gibt es? Auch darum soll es hier gehen.

Kraftorte in Bayern: Heilige Quellen, Steine und Baeume

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Leichte Wanderung in Kleinhelfendorf: auf St. Emmerams Spuren

Der hl. Emmeram starb um Christi Willen zu Helfendorf den Martertod am 22. September 652.
Seine Mörder banden ihn auf eine Leiter und schnitten ihm alle Glieder von seinem Leibe, warfen selbe in ein nahestehendes Gesträuch, welche aber nachher zwei weiß gekleidete Reiter vom Landvolke zu denselben geführt mit Verehrung sammelten und mit sich nahmen. wohin? Das wird Gott wissen.Inschrift auf dem Bildstock in Kleinhelfendorf

An der alten Römerstraße Via Iulia, die von Augsburg nach Salzburg führte, lag Isinisca, das heutige Kleinhelfendorf. Hier wurde, der Legende nach im Jahr 652, n. Chr. St. Emmeram von Regensburg gefangen genommen und gefoltert. Heute befindet sich in dem kleinen Ort mit den 135 Einwohnern ein ganzes Gebäudeensemble, das an das Martyrium des Heiligen erinnert.

Bei einer leichten Wanderung durch Wälder und über Felder zwischen Helfendorf und Aying habe ich den kleinen Wallfahrtsort besucht und den Tag gemütlich mit einem Bier in Aying ausklingen lassen.

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Mehr Infos findet ihr in meinem Artikel „Ausflugsziele in Bayern: Kraftorte bei Heiligen Quellen, Steinen und Bäumen

St. Emmeram Kleinhelfendorf

Von Großhelfendorf nach Kleinhelfendorf: Blick auf die Kirchen zu Ehren des St. Emmeram

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Kloster Riddagshausen – Ein lohnenswerter Ausflug von Braunschweig

Dieser Artikel enstand im Rahmen der Reiseblogger-WG mit dem Stadtmarketing Braunschweig

Nur etwa vier Kilometer östlich der Braunschweiger Innenstadt liegt das ehemalige Zisterzienserkloster Riddagshausen.
Inmitten eines Naturschutzgebietes gelegen und mit einer spannenden Geschichte werden hier alle fündig, die einfach ein lohnenswertes Ausflugsziel suchen: Egal ob Naturliebhaber, Kulturfreunde oder Sonntagsradler.

Ideal für Unternehmungen und Aktivitäten in der Umgebung von Braunschweig.

Kloster Riddagshausen: Blick auf die Klosterkirche

Kloster Riddagshausen: Blick aus dem Klostergarten

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