Karneval in Venedig 2017

Genau 10 Jahre nach meinem letzten Besuch in Venedig und meinem ersten und einzigen Erleben des Venezianischen Karnevals, war ich wieder in der Lagunenstadt zu Gast. Diesmal nicht nur ausgestattet mit einer besseren Fotoausrüstung, sondern auch mit mehr Zeit.

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Nach 10 Jahren wieder in Venedig

Unglaubliche zehn Jahre ist es nun also her, seit ich zum letzten Mal in Venedig war. Warum eigentlich? Warum war ich seither nicht mehr dort? Venedig ist weder von Wien noch von München allzu weit entfernt, gut angebunden und damit schnell erreichbar. Wieso also hat es ein ganzes Jahrzehnt gedauert, bis ich wieder in diese Stadt kam.

Das fragte ich mich unaufhörlich, als ich, die Jacke abgelegt, in der Sonne saß und einen Spritz trank. Und das Ende Februar. Ich musste meine Italienbesuch-Frequenz wirklich erhöhen… Wenn ich es schon nicht verhindern konnte, dass ich derzeit „auf der falschen Seite der Berge“ lebte und arbeitete (um mit Hesse zu sprechen), so sollte ich doch wirklich öfter mal auf die richtige Seite fahren.

Seit meiner eintägigen Stippvisite im Februar 2007 – damals als Erasmus-Studentin mit einem „Partyzug“ des European Student Networks von Wien aus anreisend – war mir klar, dass ich wieder zum Karneval kommen wollte.
Damals war ich mitgefahren, weil ich es für eine gute Gelegenheit hielt, dieses Großereignis einmal gesehen und dann abgehakt zu haben. Ich hatte mir ehrlich gesagt nicht allzuviel davon versprochen, aber ich wurde eines besseren belehrt.

Unser Hotel – Locanda Casa Petrarca

All die Jahre dachte ich mir um die Faschingszeit: Verdammt! Du wolltest doch mal wieder nach Venedig zum Karneval. Du hast es schon wieder verpennt, rechtzeitig ein Zimmer zu buchen!
Im August 2016 schoss mir völlig unvermittelt der Gedanke durch den Kopf: „Jetzt wäre die richtige Zeit, um für Venedig zu buchen.“ Gesagt, getan. Und mit Mutter im Gepäck fanden wir ein kleines gemütliches Zimmer im zentral, aber sehr ruhig gelegenen Hotel Locanda Casa Petrarca.*(Affiliatelink) 3min zur Piazza San Marco, keine 10min zum Ponte di Rialto.

Mit einiger Genugtuung stellte ich nicht nur fest, dass ich heute mehr Zeit und eine bessere Kameraausrüstung hatte, sondern dass in den letzten zehn Jahren meine fotografischen Fähigkeiten ebenfalls besser geworden sind. Gute Bilder sind nicht mehr ganz eine Sache des Zufalls und des Glücks. Vielleicht hat es sich ja doch rentiert, zehn Jahre zu warten und zu üben 😉
Und noch so ein Zeichen, dass zehn Jahre vergangen sind: Also Mitt-Dreißigerin käme ich nicht mehr im Traum darauf, mit einem „Partyzug“ nach Venedig zu fahren sondern freue mich einfach nur, im Nachtzug meine Ruhe zu haben (obwohl ich zugeben muss, dass wir damals auf der Rückfahrt auch nach einem halben Bier um 21 Uhr eingeschlafen sind).

Besonders schön war die Stunde, die ich bei Sonnenaufgang an der Piazetta verbrachte. Ich gehe gerne an tagsüber überfüllte Plätze in den frühen Morgenstunden, da man dann ganz besonders schöne Bilder machen kann. In diesem Fall hat mich meine innere Fotografenuhr ganz alleine um sechs Uhr aufwachen lassen und ich ging schnurstraks zum Markusplatz. Eigentlich dachte ich, einen leeren Platz vorzufinden, aber als ich ankam, sah ich am Kanalufer bereits eine große Menge Menschen. Die Masken waren bereits in voller Montur, fein herausgeputzt und posierten im schönsten Morgenrot für eine Horde begeisterter Fotografen, unter die ich mich gleich mischte.

 


Und jetzt genug der Worte, ab jetzt lasse ich nur noch die Bilder sprechen. Viel Spaß und ich freue mich über eure Kommentare.


 Hoteltipp:

Wir hatten ein kleines gemütliches Zimmer im zentral, aber sehr ruhig gelegenen Hotel Locanda Casa Petrarca.*(Affiliatelink) 3min zur Piazza San Marco, keine 10min zum Ponte di Rialto. Die perfekte Ausgangslage für Erkundungen und für den Karneval. Für das kommende Jahr haben wir uns gleich wieder dort einquartiert.

Reiseführer-Empfehlung*:

venedig_city_219Michael Machatschek: Reiseführer Venedig MM-City

*(Affiliatelink)
Michael Müller Verlag, 276 Seiten, herausnehmbare Karte (1:10.000), farbig
ISBN 978-3-95654-243-5
8. Auflage 2016


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22 Gedanken zu “Karneval in Venedig 2017

  1. Absolut großartig! Jedes einzelne Bild ist eine Farbenrausch und eine gelungene Inszenierung. Das das Licht auch noch so perfekt mitgespielt hat, macht alles noch einen Tick intensiver.
    Toll!!!!

  2. Bin begeistert von Deinem tollen Beitrag, denn ich liebe diese Stadt und vor allem auch das 18. Jahrhundert. Und ich denke, da wäre ich im Venedig zur Karnevalszeit wohl ganz gut aufgehoben. Habe mir auch gleich mal dieses Hotel näher angesehen, das Du empfohlen hast, ich werde mir die Adresse notieren, um vielleicht darauf zurückzukommen. Herzlichen Dank für den Tipp!

    Liebe Grüße
    Constanze

  3. Supertolle Bilder. Wobei ich (für mich) immer sagen muss, dass mir bei solchen Masken immer die Lebendigkeit fehlt, was aber eben eine typische Eigenart solcher Masken ist.

    • ja, die Masken sind sehr statisch. Was ich faszinierend finde: Man kann eigentlich nie sagen, wer jetzt hinter der Maske steckt: Ein Mann, eine Frau? Alt oder jung? Dick oder dünn? Schön oder hässlich? Man hat nur diese makellose Hülle vor sich…

  4. wow, die bilder sind wirklich großartig geworden. bisher hatte ich das noch nie in betracht gezogen, aber vielleicht sollte ich doch auch mal zum karneval nach venedig. hmm.

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