Bamberg & Bier: Warum Bamberg die wahre Bierhauptstadt ist

„Bier ist seit über 20 Jahren mein Geschäft. Natürlich weiß ich, dass die besten Biere nicht aus Bayern, sondern aus Franken stammen.“
Der Mann, der das sagt, ist Manuele Colonna, Betreiber einer legendären Bier-Kneipe in Rom-Trastevere und Organisator des jährlich stattfindenden „Frankenbierfest“ in Rom.
Und so sehen das Bierkenner weltweit.
Während der gemeine Bierliebhaber aus aller Welt nach München pilgert, weil dort ein Hofbräuhaus steht und besungen wird, weiß der Kenner: Der Nabel der Bierwelt liegt ganz woanders: 200 km weiter nördlich in Oberfranken, in der Bierhauptstadt Bamberg.

warum Bamberg die wahre Bierhauptstadt ist

Bierhauptstadt – viele Städte streiten um den Titel

Was qualifiziert eine Stadt überhaupt, sich „Bierhauptstadt“ nennen zu können?

Die Bekanntheit des Namens? Ist Pilsen dann die Bierhauptstadt – weil eine große Brauerei so ziemlich alle traditionellen kleineren Brauereien geschluckt und/oder platt gemacht hat? In Deutschland wäre es dann wohl München – aber auch hier sind ein großer Teil der Brauereien von Großbetrieben aufgekauft worden. (ein schöner Artikel dazu)

Die Menge des konsumierten Bieres? Dann wäre Chemnitz in Deutschland führend. Denn hier wird laut einer Studie rund 132 Liter Bier pro Person und Jahr konsumiert. Welches Bier konsumiert wird und mit wieviel Genuss das geschieht wird freilich nicht erhoben. (Quelle)

Oder gar der Gesamtausstoß? So sahen es die Dortmunder, die sich eine Weile als „Bierhauptstadt Europas“ bezeichneten. Hier gab es die ersten Brauereien, die mehr als eine Million Hektoliter pro Jahr herstellten und ein Zehntel der deutschen Bierproduktion kam von hier. Qualifiziert die Ansiedlung von Großbrauereien dazu, diesen Titel zu tragen?  (Quelle)

Ich sage, es gibt nur eine Bierhauptstadt – und das ist das kleine beschauliche Bamberg in Oberfranken. Welterbestatus seit 1993, größter erhaltener Altstadtkern Deutschlands, das einzige Papstgrab nördlich der Alpen und viele gute Gründe, die der Stadt den Titel „Bierhauptstadt“ sichern!

„a U“ – die kürzeste Bierbestellung der Welt.

Bamberger Biergeschichte: Ein kurzer Überblick

„Der Charakter der Bamberger soll im allgemeinen Biederherzigkeit, Phlegma, Aberglaube und häufiges Biertrinken sein“W. H. Wackenroder (1773-98)

Schon im späten 18. Jahrhundert sagte man dem Bamberger ein besonders Verhältnis zum Bier nach.
Dabei war gar nicht so sicher, dass Bamberg nicht vielmehr eine Weinstadt werden würde: Denn seit dem Mittelalter wurde auf den Hügeln der Weinbau betrieben, der erst im 19. Jahrhundert aus der Stadt verschwand und vom Hopfenanbau abgelöst wurde.
Dennoch wurde bereits zuvor – wie Wackenroders Zitat beweist – in Bamberg eifrig Bier konsumiert – und auch gebraut.
Angefangen hat auch hier alles in den Klöstern, die schon sehr früh für den Eigenbedarf brauten. Im Laufe der Zeit ergab sich eine Verschiebung: Das Brauen wurde ein typisch bürgerliches Gewerbe, das eng mit dem Büttner-Handwerk – also der Herstellung von Fässern – verbunden war.

Brauerei Fässla Bamberg

Der Name der Brauerei „Fässla“ deutet wohl noch immer auf die enge Verbindung von Büttner- und Brauerhandwerk hin

Das Braurecht wurde vom Landesherren – in Bamberg war dies der Fürstbischof – verliehen, allerdings war es nicht an Personen, sondern an Häuser und Grundstücke gebunden. So kommt es, dass an einer Stelle über lange Zeit hinweg immer gebraut wurde, auch wenn die Besitzer – und Brauer – wechselten.

Das Bamberger Reinheitsgebot vom 12. Oktober 1489 

Der Bamberger Fürstbischof hat übrigens auch schon recht früh festgelegt, dass für das Brauen von Bier nur Malz, Hopfen und Wasser verwendet werden dürfen. Inhaltlich deckt sich dies weitgehend mit dem Bayerischen Reinheitsgebot von 1516; allerdings ist dort spezifisch von „Gerste“ die Rede, während man in Bamberg allgemeiner „Malz“ festlegte, wie es auch im heute noch gültigen Reinheitsgebot der Fall ist.
Das Bamberger Reinheitsgebot stammt außerdem bereits aus dem Jahr 1489, ist also 27 Jahre älter als das Bayerische Reinheitsgebot.  (Der Vollständigkeit halber: Auch in Bamberg hat man die Brauordnungen nicht erfunden – Vorschriften verschiedenster Art für das Bierbrauen gab es im ganzen Mittelalter)

In Bamberg könnte man dieses Jahr also bereits 530 Jahre Reinheitsgebot feiern. Das bayerische Reinheitsgebot gilt in Bamberg nämlich erst seit 216 Jahren. Das Bier in der Stadt wurde aber auch in den 300 Jahren zuvor schon nach einem (fast) gleichlautenden Reinheitsgebot gebraut.

Biersteuer als wichtige Einnahmequelle

Das Bier war eine wichtige Einnahmequelle für den Landesherren, denn man konnte darauf Sondersteuern, sogenanntes „Extra-Ungeld„, erheben und somit auch gewisse Baumaßnahmen finanzieren. Die prächtige barocke Seesbrücke (an der Stelle der heutigen Kettenbrücke in Bamberg) wurde Mitte des 18. Jahrhunderts in nur wenigen Jahren über so einen „Bierpfennig“ finanziert. Christian Fiedler berechnet, dass die Bamberger den Brückenbau mit fast 17 Millionen getrunkenen Maß Bier unterstützt haben.

Die Bamberger Seesbrücke wurde bereits 1784 bei einem Eisstoß wieder zerstört. Quelle: Wikicommons. Lizenz: Gemeinfrei

Besondere Besitzverhältnisse

Eine Sache, die es in Bamberg offenbar niemals gab, war ein Kommunbrauhaus, also ein Brauhaus, das von der Gemeinde errichtet wurde und von den Bürgern gemeinschaftlich genutzt werden konnte. In Bamberg braute und malzte man für sich, der Brauer war Eigentümer seiner Brauerei und hatte auch das Schankrecht. Hier war alles in einer Hand: Die Brauerfamilie wohnte im Obergeschoss, im Untergeschoss befand sich die Gaststätte und in einem (aus Gründen des Feuerschutzes) baulich getrennten Hinterhaus war die eigentliche Brauerei.
Auffallend ist, wie viele der kleinen Brauereien im Bamberger Raum nach wie vor für den Eigenbedarf brauen. Brauerei und Gaststätte sind noch immer auf engem Raum beieinander untergebracht und im Falle der Rauchbierbrauereien Schlenkerla und Spezial (siehe unten) hat sich auch die eigene Mälzerei erhalten.

Alles auf kleinem Raum: Mitten im Weltkulturerbe ist hier die Brauerei und die Gaststätte Fässla untergebracht

Der Bamberger Bierkrieg

Wie wichtig den Bambergern ihr Bier war, zeigt eine kleine kuriose Begebenheit aus dem Jahr 1907: Der Bamberger Bierkrieg.

Anders als andere Bierfehden in der Geschichte kam der Bamberger Bierkrieg ganz ohne Waffengewalt aus.
Die Bamberger Brauereien hatten beschlossen, zum 1. Oktober 1907 den Preis für ein Seidla Bier (0,5 l) von 10 auf 11 Pfennige zu erhöhen.
Das empörte die wackeren Bamberger Biertrinker und die Wirte Georg Weierich und Anton Mohr beschlossen – angeführt von Karl Panzer – kein Bamberger Bier mehr auszuschenken, sondern Bier aus Forchheim.

Nach nur einer Woche gaben die Bamberger Brauer nach und nahmen die Preiserhöhung zurück. Ab dem 7. Oktober 1907 kostete das Seidla wieder 10 Pfennige. Ende gut, alles gut.
Das Brauereiensterben hat die Rückkehr zum Bamberger Bier aber auch nicht verhindern können.

Zur Erinnerung an den Bamberger Bierkrieg. Quelle: Wikicommons. Lizenz: Gemeinfrei

Das Brauereien-Sterben seit der Industrialisierung

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es in Bamberg noch 65 Braustätten. Nicht selten waren sie in direkter Nachbarschaft zueinander angesiedelt.
Verwundert es uns heute, dass die Brauerei Fässla und die Brauerei Spezial in der Königstraße einander genau gegenüber liegen, so muss es uns erst recht irritieren, zu erfahren, dass sich im frühen 19. Jahrhundert tatsächlich 23 Brauereien in dieser Straße befanden.
Die Hohe Zahl an Braustätten blieb konstant bis zur Mitte des Jahrhunderts, dann gingen die Zahlen mit Einsetzen der Industrialisierung rapide zurück.
Besonders während und direkt nach dem ersten Weltkrieg sank die Zahl weiter. In fünf Jahren schlossen alleine elf Brauereien. Vor dem zweiten Weltkrieg gab es nur noch 20 Braustätten in der Stadt.
Auch nach dem zweiten Weltkrieg ging das Brauereisterben weiter. Die letzte Brauerei, die in Bamberg geschlossen wurde war die Brauerei Maisel im Jahr 2008.
Seither wendete sich allerdings das Blatt. Vom deutschlandweit neuerwachten Interesse an handwerklich gebrauten, individuellen und qualitativ hochwertigen Bieren, profitierten auch die Bamberger Brauer

Lese-Tipp
Viele Informationen über die Bamberger Biergeschichte erhält man in folgendem Buch:
Fiedler, Christian: Bamberg – Die wahre Hauptstadt des Bieres, Bamberg 2016.

Leider ist das Buch derzeit vergriffen, gebraucht aber z.T. erhältlich. Auch einige Bibliotheken haben es im Bestand.

urig gehts nach wie vor zu in der Gaststube der Brauerei Mahr’s

Das Brauereisterben in Bamberg im Laufe des späten 19. und des 20. Jahrhunderts war kein Einzelschicksal. Vielerorts in Deutschland lassen sich ähnliche Beobachtungen machen. Was Bamberg einzigartig macht, ist die Tatsache, dass doch noch verhältnismäßig (!) viele traditionelle, alteingesessene Brauereien durchgängig bestanden haben.

Bambergs traditionelle Brauereien: Öffnungszeiten & Kontakt

Von all den Brauereien, die es in Bamberg einmal gab, haben acht bis heute überlebt. Zusammen brauen sie fast 50 verschiedene Biere. 
Ich liste sie hier nach ihrem Gründungsdatum.

Beachtet unbedingt die Öffnungszeiten, wenn ihr die Brauerei-Wirtschaften besuchen wollt! Besonders wenn ihr am Wochenende kommt!

Klosterbräu (seit 1533)Schlenkerla (seit 1387/1678)Brauerei Spezial (seit 1536)Brauerei Fässla (seit 1649)Mahr's Bräu (seit 1670)Kaiserdom (seit 1718)Greifenklau (seit 1719)Keesmann (seit 1867)
Kontakt: 
Obere Mühlbrücke 1-3
96049 Bamberg
Tel: 0951/52265
www.klosterbraeu.de

Öffnungszeiten:
Mo bis Fr 10.30 – 23.00 Uhr
Sa und Fei 10.00 – 23.00 Uhr
So 10.30 – 15.00 Uhr (Ausschankschluss schon um 14.30 Uhr!)
Okt. – März: Mo Ruhetag

Biere:
Braunbier, Kellerbier, Schwärzla, Rauchbier, Bockbier (nur im Winter)

Kontakt:
Dominikanerstraße 6
96049 Bamberg
Tel. 0951/56060
www.schlenkerla.de

Öffnungszeiten:
tägl. 9.30 – 23.30 Uhr

Biere: 
Märzen, Rauchweizen, Urbock (nur im Winter), Helles Lager, Kräusen (nur im Sommer), Fastenbier (während der Fastenzeit), Eiche Doppelbock (während der Weihnachtszeit)
Alle Biere sind Rauchbiere!

1387 erste urkundliche Erwähnung des Brauereianwesens am Oberen Stephansberg. Ab 1678 wird das Haus in der Dominikanerstraße als „Brauerei zum Blauen Löwen“ erwähnt, obwohl hier mit großer Sicherheit zuvor schon Bier ausgeschenkt und wohl auch gebraut wurde.

Kontakt:
Obere Königstr. 10
96052 Bamberg
Tel. 0951/24304
www.brauerei-spezial.de

Öffnungszeiten:
So bis Fr 9.00 – 23.00 Uhr
Sa 9.00 – 14.00 Uhr

Biere:
Lager, Märzen, Weißbier, Ungespundetes, Bockbier (nur im Winter)
Alle Biere sind Rauchbiere!

Kontakt:
Obere Königstraße 19-21
96053 Bamberg
Tel. 0951/26516
www.faessla.de

Öffnungszeiten:
Mo bis Sa ab 8.30 Uhr
So/Fei 8.30 – 12.00 (keine Küche)
Kein Ruhetag

Biere:
Goldpils, Zwergla, Weizla (helles und dunkles Weizenbier), Lager, Bambergator (Bockbier – nur im Winter)

Kontakt:
Wunderburg 10
96050 Bamberg
Tel. 0951/915170
www.mahrs.de

Öffnungszeiten:
Mo 16.00 – 23.00 Uhr
Di bis Sa 10.00 – 23.00 Uhr
So 10.00 – 15 Uhr

Biere:
Ungespundetes („a U“), Pils, Sommerpils (weniger Alkohol), Helles, Dunkles Lager, Heller Bock (nur im Winter), Weißer Bock (in der Fastenzeit), Festtagsweiße (saisonal)

Kontakt:

Im Fall der Kaiserdom Brauerei sind Gasthof und Brauerei getrennt.
Ich gebe hier die Kontaktdaten für den Gasthof an.

Gaustadter Hauptstraße 26
96049 Bamberg
Tel. 0951/965140
Brauerei: www.kaiserdom.de
Gasthof: www.hotel-kaiserdom.de

Öffnungszeiten:
Di bis Sa 12 – 14 und 18 – 22.30 Uhr
So und Mo Ruhetag

Biere: 
Pils, Lager, Kellerbier, Weizen, Prostel Alkoholfrei

Kontakt:
Laurenziplatz 20
96049 Bamberg
Tel. 0951/53219
www.greifenklau.de

Öffnungszeiten:
Di bis Sa 10.30 – 23.00
So und Mo Ruhetag

Biere:
Lager, Märzen, Weizen, Zwickl, Bock (nur im Winter), Greif-R (leichtes Rauchbier)

Kontakt:
Wunderburg 5
96050 Bamberg
Tel. 0951/9819810

Öffnungszeiten:
Mo bis Fr 10.00-23.00
Sa 9.30 – 15 Uhr
So Ruhetag

Biere:
Pils, Lager (Sternla), Helles, Weizenbier, Josephi-Bock (in der Fastenzeit), Bockbier (nur im Winter)

Ich gebe die Öffnungszeiten hier nach bestem Wissen und Gewissen an. Für Änderungen oder etwaige Fehler kann ich natürlich keine Haftung übernehmen!
Natürlich sind auch nicht immer alle Biere verfügbar. Gerade die Saisonbiere werden nur in kleineren Mengen gebraut.

Das Rauchbier: Eine Bamberger Spezialität

„Es wird dir jetzt wohl erst mal nicht schmecken.“
Mit diesem Satz warne ich jeden vor, den ich zum ersten Mal Rauchbier probieren lasse. Zugegeben, der Spaß ist für mich viel größer, die Leute völlig unvorbereitet einen Schluck Schlenkerla nehmen zu lassen. Die verwirrten Blicke und überraschten Gesichter sind goldwert. Wie etwa hier bei dieser Beer Review:

Aber ich will sie ja nicht schocken, ich will sie ans Rauchbier heranführen. Und beim Rauchbier ist es nun mal so – das weiß jeder Bamberger: Das erste Seidla schmeckt nicht. Das zweite schmeckt schon besser. Und das dritte dann richtig gut.

Man muss nicht gleich drei 0,5 l Gläser hintereinander wegleeren, bevor man auf den Geschmack kommt. Aber die Redensart hat einen wahren Kern: Da Rauchbier so völlig anders schmeckt als andere Biere, ist es am Anfang sehr ungewohnt. Manchen schmeckt es trotzdem auf Anhieb. Die meisten müssen sich erst einmal dran gewöhnen. Nach ein paar Schlucken – wenn man die erste Verblüffung überwunden hat – geht es dann ganz anders die Kehle hinab.

Tiefdunkel ist das Rauchbier „Schlenkerla Märzen“ der Brauerei Heller in Bamberg

Das Rauchbier ist Bambergs berühmtestes Bier. Erfunden haben die Bamberger es aber nicht.
Tatsächlich waren früher in unseren Breiten wohl die meisten Biere Rauchbiere. Damit das Malz zum Brauen verwendet werden konnte, musste es getrocknet – gedarrt – werden. Neben der Sonnentrocknung – die bei uns eher nicht möglich war – gab es die Möglichkeit der Trocknung über offenem Feuer. Dadurch erhielt das Malz ein rauchiges Aroma.
In der Industrialisierung kamen dann Möglichkeiten auf, Malz rauchfrei zu darren. Fast alle Brauereien stiegen um. Nur zwei Brauereien blieben bei der alten Herstellungsweise und bewahrten sie durchgehend bis heute: Die Brauerei Spezial und die Brauerei Schlenkerla in Bamberg.

Spezial und Schlenkerla: Die letzten beiden traditionellen Rauchbierbrauereien

Beide Brauereien betreiben bis heute eigene, handbefeuerte Rauchdarren, in denen das Gerstenmalz für den Eigengebrauch über Buchenholz (mitunter auch Eichenholz) getrocknet – und geräuchert – wird. Ein aufwändiges Verfahren, das den beiden letzten verbliebenen Rauchbierbrauereien 2017 eine Aufnahme in die „Arche des Geschmacks“ des Vereins Slow Food Deutschland bescherte.

Rauchbier ist in den letzten Jahren populärer geworden. Sehr viele fränkische Brauereien haben inzwischen ein Rauchbier im Sortiment. Ich habe lokale Rauchbiere in Tschechien und auf Rügen getrunken. Diese Brauereien greifen aber für gewöhnlich auf industriell gefertigtes, raucharomatisiertes Malz zurück und betreiben keine eigene Rauchdarre.

Kurz: Wer in Bamberg war und kein Rauchbier probiert hat, war eigentlich gar nicht da. Denkt aber dran: Nach dem ersten Versuch darf man nicht aufgeben! Es wird mit jedem weiteren besser und besser.

In Bamberg wird das Bier gerne "in der Schwemm'" getrunken. Das heißt im urigen Durchgang. Ausgeschänkt wird dann an kleinen Fenstern, wie hier im Schlenkerla

In Bamberg wird das Bier gerne „in der Schwemm“ getrunken, im urigen Durchgang oder auch mal im Stehen vor der Tür. Ausgeschenkt wird dann an kleinen Fenstern, wie hier im Schlenkerla

Woher das Schlenkerla seinen Namen hat

Die Brauerei, die das Schlenkerla Rauchbier produziert, heißt eigentlich Brauerei Heller. Aber absolut jeder spricht immer nur vom „Schlenkerla“ – und meint damit gleichermaßen Brauerei, Bier und Gaststätte.
Den Namen verdankt das Bier übrigens nicht etwa der Tatsache, dass man schlenkert, wenn man ein paar Seidla zu viel davon genossen hat, sondern er geht auf einen Brauer zurück: Der Braumeister Andreas Graser (1843 – 1905) soll einen Unfall mit seinem Pferdefuhrwerk gehabt haben. Als er gerade dabei war, Fässer abzuladen, gingen ihm die Pferde durch und er wurde überrollt. Seit diesem Unfall hinkte er, was zu einem Schlenkern der Arme führte. In einer bierseligen Runde bekam er dann wohl mal den Spitznamen „Schlenkerla“ verpasst.
Sicher ist jedenfalls, dass er den Namen Schlenkerla verpasst bekam, weil er beim Gehen mit den Armen schlenkerte.

Schlenkerla - der wenig schmeichelhafte Spitzname für Braumeister Andreas Graser. Darstellung auf einem Kronkorken der Brauerei

Schlenkerla – der wenig schmeichelhafte Spitzname für Braumeister Andreas Graser. Darstellung auf einem Kronkorken der Brauerei

Weltrekordhalter: die höchste Brauereidichte der Welt

Bamberg selbst hat insgesamt zwölf Brauereien, die über 50 verschiedene Biere produzieren. Und das bei einer Einwohnerzahl von knapp 77.000.
Im Bamberger Umland findet man über 60 Brauereien und im Regierungsbezirk Oberfranken sind es 174, die knapp 1000 verschiedene Biere produzieren. Und das bei knapp 1,1 Millionen Einwohnern. (Zum Vergleich: In Oberbayern gibt es bei 4,7 Millionen Einwohnern „nur“ ca. 130 Brauereien – Quelle)
Damit ist die Region Weltspitze: Tatsächlich hält Oberfranken den Weltrekord für die höchste Brauereiendichte weltweit – und baute ihn 2019 noch aus. 

Das Brauereiensterben war, wie oben erwähnt, auch in Oberfranken ein Problem. Gab es 1840 in der Region noch 1100 Brauereien, so sank die Zahl in den nächsten 170 Jahren ab, bis es 2015 nur noch 149 Braustätten gab. Seither steigt die Zahl wieder. Der Craftbeer-Bewegung sei Dank! Denn handwerklich gebrautes Bier, wie es sich in Bamberg und Oberfranken allem zum Trotz gehalten hat, ist wieder im Kommen. Junge Brauer steigen in das Familiengeschäft ein und bewahren nicht nur die Tradition, sondern wagen auch Neues (siehe unten).

Schlenkerla – die berühmteste, aber wahrlich nicht die einzige Brauerei in Bamberg

Nun kann man diskutieren, ob hier Masse vor Klasse geht. Ist eine große Anzahl an Brauereien per se ein Qualitätsmerkmal?
Nein, natürlich nicht. Das Besondere an den oberfränkischen Brauereien ist, dass sie zum allergrößten Teil noch immer familiengeführte Kleinbrauereien sind. Hier wurde Bier seit Generationen von Hand gemacht, nur in kleinen Mengen und für den lokalen Umkreis produziert. (Eine Karte der oberfränkischen Brauereien findet ihr hier)
Die Rauchbier-Brauerei Spezial aus Bamberg schreibt dazu: „Unsere kleine, handwerkliche Spezialitätenbrauerei stellt etwa 6.000 Hektoliter Rauchbiere pro Jahr in verschiedenen Sorten her, die in Bamberg ‚rund um den Schornstein‘ vertrieben werden. Unsere Rauchbierspezialitäten werden Sie in keinem Getränkemarkt finden der mehr als ca. 15 km im Umkreis entfernt ist“ (Quelle)

Die Qualität dieser handwerklich gebrauten Biere überzeugt nicht nur die lokalen Biertrinker, sondern auch die Jurys diverser Wettbewerbe: Regelmäßig räumen fränkische Brauer nationale und internationale Beer Awards ab (Quelle, Quelle, Quelle, Quelle, Quelle, Quelle, QuelleQuelle).
Ein Bierliebhaber kann in der Region auf jeden Fall nichts falsch machen.

Mehr Informationen zum „Bierland Oberfranken“ und seinen Brauereien findet ihr auf der Homepage des 2004 gegründeten Vereins.

Biergärten in Bamberg? Ab AUF den Keller

Was? AUF den Keller? Geht man nicht eigentlich IN den Keller? Und warum sollte man an einem schönen Sommerabend in den Keller gehen?

Die Keller liegen auf den Hügeln: Ausblick gibts gratis dazu

Die Keller liegen auf den Hügeln: Ausblick gibts gratis dazu

Die Bezeichnung „auf den Keller gehen“ sorgt regelmäßig für Verwirrung, dabei ist es eigentlich ganz einfach: In früheren Zeiten, bevor die elektrische Kühlung erfunden worden war, musste bereits das Bier irgendwie kühl gelagert werden. Dazu boten sich Felsenkeller an, die man in die Hügel in und um Bamberg trieb.
Darin herrscht ganzjährig eine kühle Temperatur, so dass das Bier gut gelagert werden konnte.
Für zusätzliche Kühlung sorgten Bäume, die entweder schon auf dem Hügel standen oder extra darauf angepflanzt wurden.
Und letztendlich kamen die Brauer auf die Idee, das Bier dann gleich an Ort und Stelle auszuschenken, stellten ein paar Tische und Bänke unter die Bäume und vertrieben dort ihr Bier. Das Essen konnte – und kann heute noch – mitgebracht werden.
Und so saß man eben AUF den Kellern – auf den Felsenkellern, in denen das Bier lagerte, das man trank.

Auf dem Spezial-Keller wird eines von Bambergs traditionellen Rauchbieren ausgeschenkt

Auf dem Spezial-Keller wird eines von Bambergs traditionellen Rauchbieren ausgeschenkt

Auf den Keller gehen ist bei den Bambergern und allen im Umland heute noch die Lieblingsbeschäftigung an einem lauen Sommerabend. Nirgends schmeckt das Bier besser, als auf dem Keller.
Mehr Infos und eine Auswahl der zahlreichen Keller in Stadt und Umland findet ihr hier.

Neue Ideen in der Bierstadt Bamberg

Mahr’s Bräu: Neues in der Traditionsbrauerei

So stolz die Bamberger auf ihre jahrhunderte alte Braukultur sind: Tradition bewahren ist nicht genug. Man dürfe sich nicht einfach auf seinen Lorbeeren ausruhen, meint Stephan Michel von der Bamberger Traditionsbrauerei Mahr.
Seit 1670 gibt es das Mahr’s Bräu bereits, er ist ebenfalls in das Brauhandwerk hineingeboren. Bereits seit 1895 befindet sich die Brauerei im Besitz der Familie Michel, Stephan Michel ist seit 2016 alleiniger Geschäftsführer und hat gewaltig frischen Wind reingebracht.
Nicht nur pflegt er die traditionellen Sorten – etwa das bei Bambergern und Touristen gleichermaßen beliebte Ungespundete, das man kurz und knackig mit „a U“ bestellt – sondern er experimentiert auch.

Stephan Michel vom Mahr's Bräu in Bamberg

„Im Grunde ist’s so: Ich mache Menschen glücklich. Ich verkaufe nicht nur Bier, sondern Emotionen“ – Stephan Michel vom Mahr’s Bräu in Bamberg

Seine Experimentierfreude stößt nicht bei jedem auf Verständnis. Der alteingesessene Bamberger ist eher konservativ und Stephan Michel hat in einigen Biertrinkerkreisen den Ruf weg, das Mahr’s Bräu zu einer Hipster-Brauerei zu machen.
Er winkt ab. Den Hipster-Stempel habe man schnell weg, wenn man mal was anderes mache.  Er mache einfach sein Ding und das hätte er schon immer so gemacht.

„Ich wollte schon immer Sachen machen, wo andere sagen: ne, brauch mer net, woll mer net“ Stephan Michel

Wer jetzt glaubt, auf der Getränkekarte im Mahr’s fände man plötzlich IPAs und Biere mit Früchten, der irrt.
Michel braut nach wie vor traditionelle Biere, nimmt dafür aber z.B. mal einen anderen Hopfen – wie bei der Neukreation „Hello Nelson“, die mit neuseeländischem Hopfen gebraut wird. Man könne heute global auf Rohstoffe zugreifen und das gäbe einem Brauer eine ganze Menge Möglichkeiten.
Auch das Bier „Mista Callista Spezial“, die er u.a. mit Ansgar Freyberg, dem Schlagzeuger von BossHoss zusammen kreiert hat, verdankt ihren Namen einer speziellen Hopfensorte, „Hallertau Callista“, die erst seit wenigen Jahren auf dem deutschen Markt erhältlich ist.
Einen Grund, jenseits des Reinheitsgebotes zu brauen sieht er nicht. Es gäbe doch genug Möglichkeiten, mit Hopfen und Malz Neues zu schaffen.

Junges Bier aus alten Fässern. Hier schenkt man noch aus Holzfässern aus

Junges Bier aus alten Fässern. Hier schenkt man noch aus Holzfässern aus

Aber hier hört Michels Innovationsgeist nicht auf. Er verkauft – ein Skandal in Bamberg – Bier in Dosen und – ältere Menschen im Blick habend – 0,25l Flaschen. Und das in einer Stadt, in der alles unter einem Seidla als unfränkische Minigröße verachtet wird. Doch der Erfolg gibt im Recht – und freilich bekommt er so auch etwas mehr Geld für sein Bier.

Zudem erschließt er sich konsequent eine neue Zielgruppe, die man nicht sofort mit Bier in Verbindung bringen würde: Frauen.
Frauen seien die loyalsten Kunden für Brauereien, ist er überzeugt. Männer trinken eher alles – „Hauptsache, es knallt“. Aber Frauen seien da wählerischer. Wenn die etwas gefunden hätten, was ihnen schmecke, dann blieben sie dem auch treu, sagt Michel.
Als er vor einigen Jahren sein Design änderte, wollte er auch besonders Frauen ansprechen. Sie griffen eher zu einem interessanten Etikett. Und um sie überzeugen zu können, muss man sie erst einmal erreichen. Es verwundert wenig, dass die graphische Abteilung des Mahr’s Bräu in weiblicher Hand ist.

Neues Design: A U von Mahr's Bräu in Bamberg

Klassiker im neuen Gewand: Das U

Für ihn und sein junges Team (seine Brauer sind zwischen 21 und 31 Jahren alt) ist eines entscheidend: Sie wollen ordentliches Bier produzieren!
Und das gebe er nicht jedem! Die Menschen, die er erreichen möchte, sind Genusstrinker, Genießer. Nicht solche, die einfach billig irgendein Bier trinken möchten. Er hat sich auslisten lassen von Billig-Discountern, arbeitet nicht mit Schnellimbissen zusammen. Messekunden und Kunden aus dem Tagesbereich seien dazugekommen, aber auch Foodtrucks, Kleidungsläden und Barbershops.
Also vielleicht doch ein klein wenig Hipster?

Doch die Klassiker – wie das U – werden erhalten bleiben. Und auch die Gaststube sieht noch aus wie in den letzten hundert Jahren. Auch wenn dort vielleicht irgendwann auch einmal ein „Hybrid“ ausgeschenkt wird, ein Getränk, bei dem Jungwein und Bier zusammen vergoren werden.

Urig bis heute: Die Stube im Mahr's hat sich seit 100 Jahren nicht wirklich verändert

Urig bis heute: Die Stube im Mahr’s hat sich seit 100 Jahren nicht wirklich verändert. Ein Kachelofen, dicke Balken an der Decke und dunkles Holz

Michel resümiert:

„Was wir geschafft haben: Wir haben Tradition und Moderne gut verbunden“Stephan Michel

Der Hopfengarten: Gärtnertradition und Bierinnovation

Das gilt auch für Kris Emmerling. Auch er hat Familientradition und moderne Ideen verbunden, allerdings auf völlig andere Weise als Michel.
Im „Hopfengarten“ in der Zollnerstraße 24 braut Emmerling in der kleinsten Brauerei Bambergs.
Seine Familie betreibt an diesem Standort in der vierten Generation eine Gärtnerei. Kris Emmerling erweiterte das Sortiment des Betriebs 2016 um Hopfen und ist damit nach über 100 Jahren wieder der erste, der in Bamberg Hopfen anbaut. Inzwischen sind es über 20 verschiedene Arten.

Kris Emmerling verbindet die Gärtnertradition seiner Familie mit neuen Ideen. Bei ihm bekommt man nicht nur Bier, sondern auch Hopfenwhiskey, Biereis, Hopfenbonbons und Hopfenkissen

Kris Emmerling verbindet die Gärtnertradition seiner Familie mit neuen Ideen. Bei ihm bekommt man nicht nur Bier, sondern auch Hopfenwhiskey, Biereis, Hopfenbonbons und Hopfenkissen

Irgendwann fing er an, die Biere anderer Brauereien mit Hopfen zu stopfen. Dann begann er selbst zu brauen. Die Idee: Bier zu machen aus dem, was die Familie selbst in der Gärtnerei anbaut.
Dafür verlässt Emmerling schon mal den Rahmen des Reinheitsgebotes, auch wenn das bedeutet, dass er seine Kreationen als „alkoholhaltiges Malzgetränk“ verkaufen muss.
Das strenge Reinheitsgebot sieht er durchaus kritisch. Würde er seine Getränke im Ausland produzieren, könnte er sie in Deutschland als Bier verkaufen. Nur die Tatsache, dass er sie in Deutschland produziere, verhindere das.
Er spricht sich eher für ein „Natürlichkeitsgebot“ aus. Alles, was bei ihm in der Flasche landet, ist natürlich und – abgesehen vom Malz – aus eigenem Anbau.

Eine erfrischende Überraschung an einem heißen Sommertag im Hopfengarten in Bamberg: "Koala" - das Bier mit Eukalyptus

Eine erfrischende Überraschung an einem heißen Sommertag im Hopfengarten in Bamberg: „Koala“ – das Bier mit Eukalyptus

So zum Beispiel beim „Tomaten-Joe“ – wie der Name sagt: Ein ‚Bier‘ mit Tomaten.
Da die Familie Emmerling sich der Saatguterhaltung historischer Gemüse- und Gewürzpflanzen verschrieben hat und allein 400 Tomatensorten in der Samenbank hat, von denen etwa 180-200 im Gewächshaus wachsen und von den Kunden selbst geerntet werden können, lag dieser Schritt wohl nahe.
Der „Minz-Mann“ (mit fünf Sorten Minzen) und „Koala“ (mit Eukalyptus) entpuppen sich als geschmacklich milder, als erwartet. Gerade bei den sommerlichen Temperaturen eine angenehme Erfrischung.

eine der unzähligen Tomatensorten in der Selbsternte-Gärtnerei der Familie Emmerling

Und natürlich – immerhin sind wir in Bamberg – gibt es auch im Hopfengarten ein Rauchbier: Das Smokey Hop. Hier wird allerdings nicht mit Rauchmalz gearbeitet, sondern mit Rauchhopfen. Ein Verfahren, das inzwischen patentiert wurde.

Zum Schluss lässt Kris uns ein Sauerbier probieren. Der erste Schluck ist reichlich ungewohnt, aber mit jedem weiteren schmeckt es besser. Das Phänomen kennt man als Bamberger ja bereits vom Schlenkerla.
Bei diesem Bier hat er eine andere Hefe verwendet – eine Wildhefe, wie sie in vergangenen Zeiten zum Brauen genutzt wurde.

Gemütlich gehts zu beim Sommerbier- und Gin-Fest im Hopfengarten

Gemütlich gehts zu beim Gin- und Sommerbier-Fest im Hopfengarten

Bei allen Neukreationen – so betont er – gäbe es eine spezielle Qualitätskontrolle: Die Fünf-Seidla-Regel.
Jeder muss von einer Sorte fünf Seidla gut trinken können. Geht das nicht, weil das Chilibier zu scharf ist oder ein Geschmack zu streng, wird das Rezept überarbeitet. Das Bier soll bei aller Experiementierfreude eines bleiben: süffig und gut trinkbar.

Hopfengarten Bamberg: Öffungszeiten & Kontakt
Kontakt:
HOPFENGARTEN BAMBERG
Zollnerstrasse 24
96052 Bamberg
Tel: +49 (0)951 15031940
Homepage: www.hopfengarten-bamberg.de/

Öffnungszeiten:
So und Mo geschlossen
Di – Fr 9.00 – 12.00 und 13.30 – 18 Uhr
Sa 9.00 – 13 Uhr

Weitere neue Ideen in der Bamberger Bierlandschaft

Stephan Michel und Kris Emmerling sind bei Weitem nicht die Einzigen, die sich Neues einfallen lassen.
Bereits 2004 wurde mit dem „Ambräusianum“ die erste Bamberger Gasthausbrauerei gegründet.

2004 gegründet: Bambergs erste Gasthausbrauerei, das Ambräusianum

2004 gegründet: Bambergs erste Gasthausbrauerei, das Ambräusianum

In Gaustadt entstand 2014 mit dem „Kronprinzdie erste „craft beer brewery“ Bambergs. In diesem Ableger der größten ansässigen Brauerei „Kaiserdom“ bekommt man das, was von einer craft beer-Brauerei erwartet: IPAs und Stouts z.B., aber natürlich – wie könnte es anders sein – auch ein Rauchbier.

Das alteingesessene Schlenkerla hat neben seinem tiefdunklen Rauchbierklassiker auch einige Saisonbiere auf Lager. So wird z.B. die historische Biersorte „Kräusen“ hier wieder belebt.
Die Kräusen sind eigentlich die Schaumblasen, die während der Gärung des Jungbieres entstehen. Genau von diesem Jungbier wird eine kleine Menge einem bereits ausgereiften Bier hinzugefügt. Das nennt man „Aufkräusen“. Früher war dieses Verfahren nötig, damit lange zu lagernde Biere dennoch spritzig blieben.
Beim Schlenkerla Kräusen wird ein helles Lagerbier mit dem Rauchbierklassiker Schlenkerla Märzen aufgekräust. Das spritzig-erfrischende Getränk – mit einer weit sanfteren Rauchnote als das Märzen – wird nur von Anfang Juni bis Ende August ausgeschenkt.

Das tiefdunkle "Schlenkerla Märzen" und das hellere Kräusen

Das tiefdunkle „Schlenkerla Märzen“ und das hellere Kräusen

Nein, in der Bierstadt Bamberg ruht man sich auf den Lorbeeren jahrhundertealter Brautradition nicht aus.  Im Gegenteil: Man fühlt sich ihr so sehr verpflichtet, dass man eben nicht stehenbleiben, sondern sich immer weiterentwickeln möchte.

Winter ist Bockbierzeit: Starkbierfeste auf Fränkisch

Zugegeben: Auch das Bockbier haben die Bamberger nicht erfunden. Das kam ursprünglich aus der niedersächsischen Stadt Einbeck. Als man vom Münchner Hof 1537 das erste Münchner Hofbräuhaus gründete, warb man den Braumeister Elias Pichler aus Einbeck ab. Er braute fortan in München „Ainpöckisch Bier“ – als Einbecker Bier – woraus in der Münchner Mundart eben „Bockbier“ wurde.

Seit wann die Franken Bockbier brauen, ist schwer nachweisbar. Sicher ist, dass der Doppelbock in den Klöstern verbreitet war, als „Flüssiges Brot“ für die Fastenzeit. Es ist nahrhaft, kalorienreich und führte dem Körper wichtige Stoffe zu, so dass es als Fastenbier gut taugte. Denn – so wusste man im Kloster – „Flüssiges bricht das Fasten nicht“.

In Bamberg beginnt die Bockbierzeit Ende September/ Anfang Oktober. Fast jede Brauerei in Stadt und Umland braut in der kalten Jahreszeit ein eigenes Bockbier. Und der Beginn des Bockbierausschanks wird ordentlich gefeiert – mit einem Bockbieranstich.
Die Bockzeit läutet in der Stadt Bamberg die Brauerei Schlenkerla ein, im Umland ist es die Schlossbrauerei Reckendorf.
Und von nun an gibt es bis Ende November jedes Wochenende mehrere Bockbieranstiche. In Auflistungen werden ca. 50 verschiedene Anstiche genannt.
Wer dabei den Überblick behalten will, lädt sich am besten einfach die „BockBier App“ herunter.

Passend zur Starkbier-Zeit hat sich in Bamberg und seinem Umland noch ein besonderer Brauch erhalten. Am Vorabend des Drei-Königs-Tages (6. Januar) oder am Drei-Königs-Tag selbst, trifft man sich zum Stärk‘ Antrinken.
Die Idee ist simpel: Man trifft sich in geselliger Runde zu Beginn des neuen Jahres, um sich für dieses „Stärke“, also Kraft und Gesundheit anzutrinken. Mancher sagt, man müsse – damit die Stärke auch das ganze Jahr anhalte – für jeden Monat des Jahres ein Seidla trinken. Deshalb gibt es bei der Brauerei Greifenklau gleich zwölf verschiedene Bockbiere – für jeden Monat des neuen Jahres eines.

Weltmarktführer im Bereich der Spezialmalze: Die Mälzerei Weyermann

Die Mälzerei Weyermann ist in Bamberg quasi omnipräsent: Denn der Duft von Malz weht durch die Straßen. Besonders wenn der Wind von Osten kommt – und das verspricht stabiles schönes Wetter – liegt eine Glocke aus Malzduft über der Stadt. Bis heute verbinde ich den Geruch von Malz mit Frühling und schönem Wetter.
Was es sonst noch mit der Mälzerei auf sich hat, habe ich erst viel später erfahren. Etwa, dass es sich bei dem 140 Jahre alten, familiengeführten Unternehmen um den Weltmarktführer im Bereich der Spezialmalze handelt.

Weyermann Malz

Gegründet wurde das Traditionsunternehmen 1879 von Johann Baptist Weyermann, Sohn eines Rangschiffers. Der Vater handelte bereits mit Getreide gehandelt. Joh. Bapt. Weyermann begann, Getreidekaffee herzustellen und erweiterte sein Repertoire bald um Spezialmalze, die durch die stärkere Ausdifferenzierung im Brauwesen im späten19. Jahrhundert, immer stärker gefragt wurden.
Ab 1888 wurden schrittweise die Gebäulichkeiten an der heutigen Stelle aufgebaut. Damals lag das Werk im Nirgendwo, aber es lag strategisch günstig an den Gleisen, hatte auch einen eigenen Gleisanschluss.
Das heute unter Denkmalschutz stehende Werkgelände wurde von Weyermanns Schwager, dem Architekten Gustav Haeberle als „Stadt vor der Stadt“ konzipiert und aus rotem Backstein errichtet. Heute liegt es mitten in der Stadt und obwohl natürlich weitere Standorte dazugekommen sind, schlägt hier nach wie vor das gelb-rote Herz der Mälzerei.

Bis heute ist die Mälzerei nicht nur in Familienhand, sondern wird auch familiengeführt. Seit 1985 hat die vierte Generation das Ruder übernommen und das Geschäft gewaltig angekurbelt. Hatte das Unternehmen Ende der 1980er Jahre nur ca. 20 Mitarbeiter, so sind es jetzt fast 200.
Aber auch das klingt nicht übermäßig viel, wenn man die Zahlen hört:
85 verschiedene Malzsorten werden hier produziert, viele davon sind geschützt,  und werden in über 135 Länder exportiert.

Weyermann Weltkarte

Im Anfang der 2000er Jahre gebauten Logistikzentrum sind auf einer Weltkarte einige der weltweiten Kunden der Mälzerei Weyermann mit Stecknadeln markiert

Die Biere vieler Kunden kann man im neuen Craft Beer Fan Shop erstehen, aber auch eigene Weyermann-Biere. Die „Braumanufaktur Weyermann“ wurde 2003 ursprünglich als Versuchsbrauerei in Betrieb genommen. 2013 wurde sie mit einem 2,5 hl Sudwerk von Kaspar Schulz erneuert: Hier wird gezeigt, was man mit den Spezialmalzen alles machen kann. 53 verschiedene Sorten wurden inzwischen gebraut. Sie sind natürlich nicht immer alle erhältlich.

Auswahl von Bieren aus dem Weyermann Craft Beer Fan Shop. Dies sind nicht die eigenen Weyermann-Biere, sondern Biere aus aller Welt, die mit Bamberger Malz gebraut wurden

Nach der Führung durch Produktionsanlagen und Logistikzentrum dürfen wir hier Biere verkosten. Etwa ein Roggenbier namens „Bamberg rogg’t“ oder ein Rotbier, das eine köstliche Brot-Note hat. Zum Schluss gibt es dann noch ein „Oaktober-Weizen“ – der Name verrät es: Hier ist Eichenholz (statt Buchenholz) im Spiel bei der Darre des Malzes – und natürlich ein für Bamberg fast obligatorisches Rauchbier: Das Schlotfegerla.

Verkostung von Bieren der Weyermann Braumanufaktur

Solltet ihr irgendwo auf dieser Welt – außer bei Schlenkerla oder Spezial in Bamberg – ein Rauchbier trinken, könnt ihr fast darauf wetten, dass das Rauchmalz dazu von der Mälzerei Weyermann stammt.
Und – seien wir ehrlich – bei sehr vielen anderen Bieren ist die Wahrscheinlichkeit auch hoch. Immerhin werden weltweit mehr als 55000 verschiedene Biere mit Malz aus Bamberg gebraut!

Ich habe die Mälzerei Weyermann jedenfalls sehr beeindruckt verlassen. Und wenn mir zukünftig in der Stadt der Malzgeruch um die Nase weht, dann weiß ich etwas mehr darüber, wie das Malz hergestellt und verarbeitet wird – und was man damit doch alles machen kann.

Maximilian Stindt führte uns fast zwei Stunden durch die Mälzerei Weyermann und erklärte uns kurzweilig Firmengeschichte, Herstellung und Vertrieb

Infos zum Weyermann Craft Beer Fan Shop
Kontakt:
Brennerstraße 15
96052 Bamberg
www.weyermann.de/shop

Öffnungszeiten:
Mo bis Do: 13 – 18 Uhr
Fr: 10 – 12 und 13 – 18 Uhr
Sa: 10 – 14 Uhr

Ältester Brauereimaschinenhersteller der Welt: Kaspar Schulz

Im Jahr 1677 übernahm der Kupferschmied Christian Schulz in Bamberg die Schmiedewerkstatt seines verstorbenen Meisters. Schon damals produzierte er neben Haushaltsgegenständen auch Braupfannen für die Brauer.

Die Schulz’sche Kupferschmiede, wie sie genannt wurde, spezialisierte sich früh auf Brautechnik und heute ist „Kaspar Schulz“ der älteste Brauereimaschinenhersteller der Welt.

Das Unternehmen mit seinen 200 Mitarbeitern wird übrigens noch immer von der Familie Schulz geführt und das inzwischen in der zehnten Generation!

Die Bierothek

Die Bierothek ist eine weitere bierige Erfolgsgeschichte, die in Bamberg ihren Anfang genommen hat.
Gegründet wurde die sie 2014 in Bamberg von Christian Klemenz, 2016 wurde sie von David Hertel (von der Brauerei Hertel) übernommen.
Seither hat sich aus dem Laden ein Franchise-Unternehmen entwickelt. Bundesweit gibt es inzwischen 11 Bierotheken, die meisten im süddeutschen Raum. Aber auch in Berlin sollen demnächst zwei eröffnet werden.
Hertel ist nicht der einzige Bierkenner, der in der Bierothek arbeitet. Viele der Mitarbeiter sind Brauer, Biersommeliers oder einfach Bierenthusiasten.

"Durst wird durch Bier erst schön" - dieser Spruch vor der Bamberger Bierothek könnte das Motto unserer Recherchetour gewesen sein

„Durst wird durch Bier erst schön“ – dieser Spruch vor der Bamberger Bierothek könnte das Motto unserer Recherchetour gewesen sein

Die Idee des Geschäfts ist, jeden Bierstil abzubilden. Lediglich Kölsch und Alt sind in Bamberg nicht immer auf Lager – dafür gehen sie einfach zu schlecht.
Der Fokus liegt auf kleineren Brauereien. „Es wird hier nie jemand ein Augustiner finden“, erzählt uns der Mitarbeiter hinter der Verkaufstheke.

In allen Bierotheken gibt es zu ca. 80% Biermarken, die überall die gleichen sind. Der Rest sind regionale Sorten. So gibt es in der Bierothek in Bamberg natürlich vermehrt fränkische Biere aus Stadt und Umland. Ein festes Sortiment gibt es aber nicht.

Der alteingesessene Bamberger Biertrinker gehört weniger zum Kundenstamm. Der holt sich sein Bier lieber gleich selbst bei der Brauerei. Kunden sind v.a. Touristen und Studenten, aber auch Einheimische, die ein spezielles Bier suchen.
Wenn zum Beispiel jemand im Urlaub ein Bier getrunken hat, das ihm besonders schmeckte, so versucht man, ihm dieses Bier auch zu bestellen. Aktuell war dies z.B. ein sardisches Bier, das so gut ankam, dass man mehr davon bestellte und vertrieb.

Die Idee der Bierothek in Bamberg: Jeden Bierstil abzubilden

Die Idee der Bierothek in Bamberg: Jeden Bierstil abzubilden

Die Bierothek Bamberg: Öffnungszeiten und Kontakt
Kontakt:
Untere Königsstraße 1
96052 Bamberg
Tel: 0951/9649250
Homepage: www.die-bierothek.de

Öffungszeiten:
Mo-Fr 12 – 20 Uhr
Sa 10 – 20 Uhr

Warum Bamberg die wahre Bierhauptstadt ist

Ich sage weder Gesamtausstoß, noch Gesamtkonsum, noch der große Name machen die Bierhauptstadt.
Sondern das Bewahren und Weiterentwickeln von Traditionen über Generationen, ja Jahrhunderte.
Das Bewahren zahlreicher handwerklich brauender Brauereien, die Biere herstellen, die alle einen individuellen, unverwechselbaren Geschmack haben. Mehr Brauereien und mehr Biere auf so kleinem Raum als anderswo.
Die Tatsache, dass sich auch die für das Bierbrauen notwendigen Gewerbe langfristig halten und mit ihrer Qualität auf dem Weltmarkt haben durchsetzen können.
Und dass man sich dieser Tradition so verbunden fühlt, dass man sie nicht nur wahrt, sondern aktiv pflegt, so dass sich immer neue innovative Ideen mitten in der alten Bierkultur entwickeln können.
In Bamberg ist alles mit Bier verbunden. Und das seit Langem. Das Brauereisterben machte auch vor Bamberg und Oberfranken nicht halt, aber handwerklich gebrautes Bier wurde hier mit Leidenschaft getrunken, so dass sich  Klein- und Kleinstbrauereien hier halten konnten, die deutschlandweit von Großkonzernen geschluckt wurden oder schließen mussten.
Und auch wenn die lokalen Brauer von der deutschland – ja weltweiten Craft-Beer-Bewegung profitieren – „Craftbeer“ hat man bei uns schon seit jeher getrunken. Man nannte es einfach: Bier.
Bier ist ein Teil der Identität der Stadt und ihrer Bürger – und der Malzgeruch, der über der Stadt liegt, erinnert zusätzlich jeden Tag daran.

Ich kann weder Brauen noch verstehe ich etwas vom Hopfenanbau oder der Mälzerei und ich habe auch zu wenig Geschäftssinn für ein Bier-Franchise-Unternehmen, aber schreiben und fotografieren krieg ich hin.  Mein Beitrag zu diesem Heimat- und Verbundheitsgefühl ist dieser Artikel, den ich geschrieben habe, weil ich nicht einfach nur gerne Bier trinke, sondern als Bambergerin das Bier auch ganz eindeutig Teil meiner Identität ist. Auch wenn mir das erst wirklich auffiel, als ich von zu Hause fortzog.


Aktivitäten in Bamberg für Bierliebhaber

Dieser Abschnitt enthält Affiliatelinks, die mit einem * gekennzeichnet sind. Wenn ihr über einen dieser Links bucht, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich nichts, aber wenn euch gefällt, was ihr hier lest, könnt ihr mit diesem kleinen Klick und einer Buchung meine Arbeit an dieser Seite indirekt unterstützen. Vielen Dank!

Das Fränkische Brauereimuseum

1979 gründeten Braumeister das „Fränkische Brauereimuseum in der Bierstadt Bamberg e.V.“, um die Bier-Tradition zu bewahren und zu pflegen, aber auch, um Wissen über Bier und Brauen zu vermitteln.
Untergebracht ist das Fränkische Brauereimuseum in den Gewölben der ehemaligen Benediktiner-Klosterbrauerei auf dem Michelsberg.

Zugegeben: Das Museum kommt museumspädagogisch etwas altbacken daher. Man würde als Einzelbesucher gerne mehr wissen über die ausgestellten Apparaturen und Geräte. Hier könnte man sicher noch mehr herausholen, denn sowohl die Örtlichkeit als auch die ausgestellten Objekte machen was her! Beschriftung und Informationen sind allerdings etwas dürftig.
Wer die Möglichkeit hat, sollte sich deshalb einer Führung durch das Museum anschließen, um mehr Infos über die Ausstellungsstücke zu erfahren.

Kontakt, Öffnungszeiten, Führungen
Kontakt:
Michelsberg 10f . 96049 Bamberg
Tel. 0951/53016
Homepage: www.brauereimuseum.de

Öffnungszeiten:

April bis Oktober

Mi bis Fr 13.00 – 17.00 Uhr
Sa, So, Fei 11.00 – 17.00 Uhr

Gruppenführungen sind auch außerhalb dieser Zeiten nach Absprache möglich.

Führungen:
Dauer ca. 1 – 1,5 Std.
Preis Pauschal für die ersten 10 Personen: 65€
für jede weitere Person 5€

Im Rahmen der Führung gibt es die Möglichkeit der Verkostung von drei fränkischen Bierspezialitäten (je 0,2l).
Dauer ca. 30 min. Preis auf Anfrage

Themenführungen

  • „Leidenschaft für Gerstensaft“
    Bierhistorischer Stadtrundgang mit Besichtigung der Schlenkerla-Brauerei und Zwicklbier-Verkostung.
    Dauer: ca. 2 Stunden. Preis: 9,50 €
    Bestellbar im Tourismusbüro oder hier online.*
  • „Bier – das Bamberger Herzblut“
    Stadtrundgang mit Bierprobe im Abräusianum.
    Dauer: 1,5 Std. Preis: 8 € / 10,67 € + 4 € für die Bierprobe
    Buchbar im Tourismusbüro (für 8€) oder hier online* (für 10,67 €)
  • Private Tour durch Bamberg mit Besuch einer Braugaststätte
    Dauer: ca. 2 Std. Preis pro Gruppe mit bis zu 10 Personen: 95€
    Buchbar hier online.*

Individuelle Bierschmeckertour

Die Bierschmeckertour ist ein individueller Rundgang durch Bamberger Brauereien mit Verkostung. Sie kann im Tourismusbüro oder hier online gebucht* werden.

Enthalten sind 4 Gutscheine für je ein Seidla (0,5 l) Bier in vier verschiedenen Brauereien, 1 Gutschein für einen Steinkrug und Flaschenöffner und 1 Gutschein für Rauchbiertrüffel-Pralinen.

Ideal für alle, die Bambergs Bier auf eigene Faust erkunden möchten.
Dauer nach Belieben. Preis: 22,50 €

Führung bei der Mälzerei Weyermann

Montag bis Freitag gibt es Führungen für Gruppen von 8 bis 20 Personen.
Der Preis von 15€ pro Person ist vorab zu überweisen.

Einzelpersonen können jeden Mittwoch um 14.00 Uhr ohne Voranmeldung an einer öffentlichen Führung teilnehmen. Der Preis von 15€ ist bar vor Ort zu bezahlen.
Treffpunkt ist am Weyermann Craft Beer Fan Shop im Weyermann Gästezentrum in der Brennerstraße in Bamberg.

Mehr Informationen gibt es direkt bei der Mälzerei Weyermann.

Führung durch die Felsenkeller

Stadtbesichtigung mit Besuch eines Felsenkellers. Dauer ca. 1,5 Stunden. Preis 12 €

Freitag: 20:00 bis 21:30 Uhr
Samstag: 14:30 bis 16:00 Uhr
(nicht rund ums Jahr verfügbar)

Mehr Informationen bei der Tourist-Information Bamberg

Veranstaltungen im Hopfengarten

In Bambergs kleinster Brauerei gibt es regelmäßig Führungen und Degustationen, aber auch Braukurse.

Termine, Preise und weitere Infos erhaltet ihr auf der Seite des Hopfengartens Bamberg.

Veranstaltungen bei der Bierakademie

Wer tiefer eintauchen möchte in die Bamberger Bierkultur, kann bei der Bierakademie Seminare buchen.
So gibt es z.B. eine „BierkennerTour durch Bamberg“, bei der man eine kleine Stadtführung bekommt, aber natürlich v.a. unter fachkundiger Anleitung eines Biersommeliers verschiedene Biere verkostet.
Ebenso gibt es Seminare wie „Bier und Schokolade“ oder „Bier und Käse“

Alle Termine in & um Bamberg (aber auch in anderen Bierakademien deutschlandweit) findet ihr auf der Seite der Bierakademie.

Veranstaltungen in der Bierothek

In der Bierothek finden regelmäßig Fränkische Biertastings, Bier- und Brauseminare statt.

Infos, Termine, Preise und Anmeldung erhaltet ihr auf der Seite der Bierothek.


Frauen und Bier? Aber sicher! 

Zusammen mit Susanne von vonortzuort.reisen machte ich meine Heimatstadt unsicher und probierte mich durch alle Biere (naja, nicht ganz), die uns unterkamen.

Offenlegung
Die Idee zu diesem Artikel hatte ich schon sehr lange und letztendlich beschloss ich, mich damit an den Tourismus und Kongress Service Bamberg zu wenden. Ohne dessen Unterstützung in Form von Kontakten und Anregungen, hätte ich v.a. den Teil über die neuen Ideen in der Bamberger Bierlandschaft niemals so schreiben können. Das wäre natürlich auch nicht möglich gewesen, wenn sich Stephan Michel und Kris Emmerling nicht die Zeit genommen hätten, unsere Fragen zu beantworten. Vielen herzlichen Dank dafür!
Abgesehen von der Bierschmeckertour, der Führung in der Mälzerei Weyermann und einem Mittagessen wurde die gesamte Recherche von mir selbst bezahlt.
Beweggrund war einfach meine Liebe zu Bamberg, Bier im Allgemeinen und Bamberger Bier im Besonderen.

Kontaktdaten, Öffnungszeiten und andere Informationen wurden nach bestem Wissen recherchiert und widergegeben. Ich kann für Fehler oder Änderungen natürlich keine Haftung übernehmen.

In meinen Blog investiere ich viel Zeit, Arbeit und auch Geld. Dieser Artikel enthält Affiliatelinks, die mit einem * gekennzeichnet sind. Wenn ihr über einen dieser Links bucht, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich nichts, aber wenn euch gefällt, was ihr hier lest, könnt ihr mit diesem kleinen Klick und einer Buchung meine Arbeit an dieser Seite indirekt unterstützen. Vielen Dank!


Weiterlesen über Bamberg

Weiterlesen über Bier

und wer sich für das eingangs erwähnte Frankenbierfest in Rom interessiert: Es findet immer Mitte April statt. Den Termin findet man hier.

In der Kneipe „Ma che siete venuti a fa‚“ von Manuele Colonna in Trastevere sind – nach seiner Aussage – immer drei Zapfhähne für fränkisches Bier reserviert.

 

4 Gedanken zu “Bamberg & Bier: Warum Bamberg die wahre Bierhauptstadt ist

  1. Der Artikel ist klasse geworden! Ich schmecke noch das Rauchbier und rieche das Malz, wenn ich an unseren Aufenthalt in Bamberg denke. Schön wars und schreit nach einer Wiederholung.

    Lieben Gruß, Susanne

    • NATÜRLICH wirst du das Rauchbier probieren. Das ist ein MUSS, wenn man in Bamberg ist!
      Ihr wart viel zu kurz da. Man darf danach nicht mehr fahren müssen. Ein paar gemütliche Tage, die in diversen Brauwirtschaften ausklingen… So muss man Bamberg genießen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit dem Absenden deines Kommentars erlaubst Du mir das Speichern deines Kommentars, deines Namens, der E-Mail-Adresse (nicht öffentlich) und einer etwaig eingegebenen URL. Nähere Hinweise findest Du hier.