Sommer auf dem Darß

Zugegeben: Es sieht schon hübsch aus, wenn alles weiß gezuckert ist – v.a. wenn dann noch die Sonne scheint. Das Entzücken, in das viele ausbrechen, sobald im Flachland der erste Schnee fällt, kann ich aber nicht wirklich nachvollziehen. Da bin ich gedanklich sofort wieder im Sommer und in meinem Sommerurlaub. Sehe mich im weißen Sand liegen und den Wellen lauschen…Und deshalb lasse ich euch Teil haben an meiner gedanklichen Flucht in den letzten Sommer… in meinen Sommer auf dem Darß.

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#10. D-Day-Feiern an den Landungsstränden. „Where have all the flowers gone?“

        1.          Dieser Beitrag schlummert schon lange fertig in den Entwürfen. Eigentlich sollten die Normandie-Beiträge chronologisch veröffentlicht werden, aber ich habe das Gefühl, dass ich diesen jetzt schon publizieren muss – in dieser Stimmung, in der wieder vermehrt über Krieg und Frieden, über Notwehr und Terror, über Soldaten, Heldenverehrung, über Pazifismus und Menschlichkeit nachgedacht und gesprochen wird. Denn genau darum geht es auch in diesem Beitrag.
                   Während unserer Normandie-Reise hatten wir das Glück genau während des D-Days an den Landungsstränden zu sein – so wurden wir Zeuge der Befreiungsfeierlichkeiten, des D-Day-Tourismus und es war spannend, zu beobachten, wie diese Themen anderswo gehandhabt werden. Mich haben diese Beobachtungen jedenfalls sehr nachdenklich gemacht.

Mit dem Fahrrad zum Mont St. Michel, Teil 10
Bisher erschienene Artikel:
(einige Artikel befinden sich derzeit in Bearbeitung und sind momentan nicht online!)
#1 Mit dem Fahrrad zum Mont St. Michel: 716 km durch die Normandie

#2: Der Weg ist das Ziel – oder so
#3: Normannischen Boden unter den Rädern. Ankunft in Rouen
#4: Verfallene Größe und idyllische Landstraßen. Mit dem Rad durch’s Seinetal
#5: Vom Seinetal an die Blumenküste. Klangvolle Namen, Geisterstädte und saftige Wiesen
#6 Lisieux. Ein fauler Tag mit dem Segen der heiligen Thérèse
#7 Kühe, Käse, Calvados – Mit dem Fahrrad durchs Pays d’Auge
#8 Von Falaise durch die Normannische Schweiz nach Caen
#9 „Urlaub vom Urlaub“ im wunderschönen Bayeux


Lange, gleichmäßige Reihen weißer Grabsteine. „Age 20“ steht auf dem vor mir. „Age 19“ auf dem daneben. „Known unto God“ auf einem Dritten. Der hier liegende Soldat war nicht einmal bekannt. Er starb namenlos. Einer von vielen.
Ich schlucke schwer, haben einen Kloß im Hals.

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#7 Kühe, Käse, Calvados – Mit dem Fahrrad durchs Pays d’Auge

Mit dem Fahrrad zum Mont St. Michel, Teil 7
Die bisher erschienen Artikel über unsere Normandie-Reise:
#1 Mit dem Fahrrad zum Mont St. Michel. 716 km durch die Normandie
#2: Der Weg ist das Ziel – oder so
#3: Normannischen Boden unter den Rädern. Ankunft in Rouen
#4: Verfallene Größe und idyllische Landstraßen. Mit dem Rad durch’s Seinetal
#5: Vom Seinetal an die Blumenküste. Klangvolle Namen, Geisterstädte und saftige Wiesen
#6 Lisieux. Ein fauler Tag mit dem Segen der heiligen Thérèse


Als ich klein war, erzählte mir meine Mutter immer eine Geschichte:

Während Till Eulenspiegel durch die Welt wanderte, fing er jedesmal wenn es bergab ging das Weinen an. Die Leute wunderten sich und fragten: „Aber Till, warum weinst du denn, wenn es bergab geht? Da solltest du dich doch eigentlich freuen!“ „Freuen?“, fragte Till Eulenspiegel. „Wieso sollte ich  mich freuen? Wo ich doch weiß, dass es jedes mal, wenn es bergab geht, gleich wieder bergauf gehen muss.“

Ich weiß nicht, ob Till Eulenspiegel jemals im Pays d’Auge war. Seit ich im im Pays d’Auge war, weiß ich auf jeden Fall, wovon er sprach.

Foto mit dem Ortsschild von Camembert – Check ✓

 

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Begegnungen #4 – Wie wir an einem Tag den Glauben an die Menschheit verloren und wiederfanden

Es war im Juni 2007. Ich verbrachte gerade mein Auslandsjahr in Wien und Sabine kam mich besuchen. Da wir erst zwei Jahre zuvor unsere Begeisterung für das Radwandern entdeckt hatten, war uns klar, dass wir eine Radwanderung unternehmen wollten; und was bot sich da besser an, als ein Stück den Donau-Radweg entlang zu fahren?
Die Strecke Passau-Wien hatte ich bereits alleine im Frühjahr hinter mich gebracht. Wir wollten nun also gemeinsam von Wien nach Budapest fahren.

Das wirklich praktische an diesem Radweg ist die gute Infrastruktur und auch wenn wir auf dem Donau-Radweg zwischen Komarom und Esztergom die Donau gar nicht zu Gesicht bekommen haben, so war die Tour doch abwechslungsreich und einfach zu bewältigen und verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle – bis zur letzten Etappe: Esztergom – Budapest!

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