Auf den Spuren antiker Tempel in den Kirchen Roms

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Zwei Dinge assoziiert man mit Rom: Antike römische Tempel und katholische Kirchen. Von beiden gibt es ausreichend in der Stadt – und nicht selten an der selben Stelle. Für diesen Artikel habe ich mich auf die Suche nach Spuren heidnischer römischer Tempel in den Kirchen Roms gemacht. Dabei beschränke ich mich tatsächlich auf antike Kultstätten. Das heißt, die gigantischen Türen von San Giovanni in Laterano, die aus der Curia am Forum Romanum stammten, oder der Mamertinische Kerker, in dem der Heilige Petrus gefangen gehalten worden sein soll und der jetzt als Kirche dient, bleiben hier unberücksichtigt.

Römische Tempel: Auf den Spuren der Antike in den Kirchen Roms

Noch mehr zu Rom?

Ich habe auch über alternative Rom-Tipps für Museen und Ausflüge geschrieben.

Wenn euch interessiert, was das Umland alles zu bieten hat, schaut in meinem Artikel über die Sehenswürdigkeiten im Latium vorbei

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Die Tempel am Nil: Karnak und Luxor Tempel

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Während meiner Nilkreuzfahrt lag der Fokus der Besichtigungen ganz klar auf altägyptischen Schätzen, darunter in Kairo die Pyramiden, das Tal der Könige, aber natürlich vor allem die vielen Tempel.

im Karnaktempel

Die erste Station der eigentlichen Kreuzfahrt war Luxor, das „hunderttorige Theben“, wie es bei Homer genannt wurde. Das alleine zeigt schon, welche Bedeutung und Größe diese Stadt hatte, die zur Zeit der Ramessiden (1292 – 1070 v. Chr.) etwa eine Million Einwohner gehabt haben soll.
Auf der Westseite des Nils befanden sich die Totentempel, auf der Ostseite die eigentliche Stadt mit den zwei großen Tempeln, die man heute Karnak- und Luxortempel nennt und die der Stadt auch ihren heutigen Namen gegeben haben.
Karnak und Luxor-Tempel werden hier gemeinsam behandelt, da sie historisch und auch kultisch eine Einheit bildeten. 

Einen Kommentar zur Sicherheitslage in Ägypten und meine Gedanken und Gefühle dazu, habe ich in meinem vorherigen Artikel niedergeschrieben.

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Geschichte und Bier in Mühlhausen: Auf Entdeckungstour in der Mitte Deutschlands

In Kooperation mit der Welterberegion Wartburg Hainich und dem Brauhaus Zum Löwen in Mühlhausen/Thüringen. Näheres dazu am Ende des Artikels

Mühlhausen in Thüringen: Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in dieser kleinen Stadt mit großer Geschichte? Freie Reichsstadt, wichtiger Schauplatz im Bauernkrieg und der Ort an dem Thomas Müntzer versuchte, seine radikalreformerischen Ideen durchzusetzen. Ein Ausflug in die Mitte Deutschlands.

Große, endlos scheinende Weizenfelder ziehen draußen vorbei. Ich sitze im Zug von Erfurt nach Mühlhausen. Ich wusste gar nicht, dass hier so viel Weizen angebaut wird, denke ich mir. Dann muss ich mir eingestehen, dass ich insgesamt nicht viel weiß über die Region, in der ich jetzt ein langes Wochenende verbringen werde.
Klar, im Süden, in Eisenach und auf der Wartburg, da war ich vor ein paar Jahren schon einmal. Auch von Mühlhausen hatte ich bereits gehört. Allerdings – Schande über mich – bemerkte ich, dass ich irgendwie Zeit meines Geschichtestudiums davon ausgegangen war, das Mühlhausen, das im Kontext des Bauernkrieges immer wieder genannt wird, sei das Mühlhausen im Elsass. Erhoben sich die Bauern nicht auch zuerst im Südwesten des Reiches? Das machte Sinn und wurde von mir nicht weiter hinterfragt. Nun aber fuhr ich in das echte Mühlhausen des Bauernkrieges, die Stadt, in der Thomas Müntzer versuchte, seine radikalreformatorischen Ideen durchzusetzen.
Ich war gespannt, was mich erwartete.

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Mariabrunn: Ein vergessenes Heilbad bei München

Acht Kilometer nördlich von Dachau, gut versteckt im Wald liegt der kleine Wallfahrtsort Mariabrunn.
Heute ist er eher bekannt für die nebenan liegende Wirtschaft mit dem schönen Biergarten. Ab und an kommen auch noch ein paar Wallfahrer.
Nichts aber lässt vermuten, dass sich hier bis vor 150 Jahren Fürsten und Kaiser aus ganz Europa kurieren ließen. Denn die namensgebende Quelle galt als heilkräftig – nicht nur im spirituellen Sinne, wie viele bei Wallfahrtskirchen befindliche Quellen, sondern auch im medizinischen.

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Mehr Infos findet ihr in meinem Artikel „Ausflugsziele in Bayern: Kraftorte bei Heiligen Quellen, Steinen und Bäumen

Ansicht von Mariabrunn vom Eingang der Kirche aus. In der Mitte – mit Efeu überwuchert – die namensgebende Quelle

Nachdem mir kürzlich das Buch „Heilige Quellen zwischen Donau, Lech und Salzach“ von Heidemarie und Peter Strauss in die Hände fiel und ich feststellte, dass sich einige davon gut von München aus erreichen und erwandern lassen, würde ich gerne eine kleine, unregelmäßig erscheinende Blogreihe daraus machen.

Mehr über das Phänomen der Heiligen Quellen und allgemein naturmagischer und naturreligiöser Phänomene an Wallfahrtsorten, könnt ihr in meinen Artikel über Maria Klobenstein nachlesen.

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Vergiss Pompeji! – Ein Besuch in der Villa Oplonti

Nur knapp vier Kilometer bzw. zwei Stationen der Regionalbahn Circumvesuviana trennen die weltberühmten Ausgrabungsstätten von Pompeji und die weitgehend unbekannte Villa von Oplontis (ital. Villa Oplonti). Beide gehören – zusammen mit dem wenige Circumvesuviana-Stationen weiter liegenden Herculaneum (ital. Ercolano) – zum UNESCO Weltkulturerbe.  Und alle drei wurden zusammen beim Vesuvausbruch von 79 n. Chr. von Lava und Asche verschüttet.

Die Villa von Oplontis liegt ein gutes Stück unterhalb des heutigen Straßenniveaus und inmitten der grauen Vorstadt-Tristesse

Der Untergang Pompejis ist weltweit quasi zum Synonym für die Katastrophe des Vesuvausbruchs geworden. Jährlich schieben sich mehr als 2,5 Millionen Besucher durch die knapp 98ha große Ausgrabungsstätte. Herculaneum ist weit weniger besucht, hat sich aber bei Geschichtsinteressierten, die nicht nur einfach einen großen Namen abhaken möchten, als Alternative zum überlaufenen Pompeji etabliert.
Die zwischen beiden gelegene Villa Oplonti dagegen scheint noch immer einen Dornröschenschlaf zu halten und darauf zu warten, endlich von Touristen entdeckt und wachgeküsst zu werden.
Und so wanderte ich an einem sonnigen Ostersonntag – übrigens bei freiem Eintritt, wie jeden ersten Sonntag im Monat – mit etwa zehn weiteren Menschen durch die weitläufige Anlage der Villa von Oplontis.

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Maria Klobenstein bei Kössen: Kraftort und Religionsgeschichte in nuce

 In Kooperation mit der Tourismusregion Kaiserwinkl.

Ich weiß, ich weiß…  Wallfahrten haben unter modernen Menschen einen schlechten Ruf. Purer, stumpfer Aberglaube sei es – und wenn es sich um eine barocke Kirche handelt, dann kommt unweigerlich irgendwann der Satz „Was hätte man mit dem Geld nicht alles machen können!“
Abgesehen davon, dass es keinen Sinn macht, über vor Jahrhunderten verschüttete Milch (aka ausgegebenes Geld) zu klagen, ist es doch auch schwierig postaufklärerische Ideen auf voraufklärerische Zeiten zu übertragen. In unterschiedlichen Zeiten gaben Menschen ihr Geld für unterschiedliche Dinge aus – je nach Zeitgeist. Und obendrein war die Entstehung von Wallfahrten und Wallfahrtskirchen meist komplexer, als man das heute so glaubt.

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Mehr Infos findet ihr in meinem Artikel „Ausflugsziele in Bayern: Kraftorte bei Heiligen Quellen, Steinen und Bäumen

Jetzt stehen die barocken Wallfahrtskirchen nun mal und deshalb kann man die Gelegenheit ja auch nutzen, sich genauer mit ihnen zu befassen und mit den Geschichten, die sie erzählen. Seit ich im Geschichtestudium begann, mich näher mit barocken Wallfahrten zu beschäftigen, merkte ich, wie viel man aus einer Kirche erfährt, wenn man die Zeichen nur richtig zu lesen weiß (naja und ein bisschen Hintergrundwissen hat 😉 ): Religions-, Kunst-, Sozial-, Medizin- und Wirtschaftsgeschichte schlagen sich dort häufig ebenso nieder wie politische Spannungen. Die Wallfahrtskapellen am Klobenstein bei Kössen im Kaiserwinkl in Tirol sind ein Paradebeispiel dafür, wieviel man aus einer Kirche erfährt, ohne vorher noch die Primärquellen bemühen zu müssen. Neugierig geworden? Dann lest mal weiter…

Die Wallfahrtskapellen mit dem namensgebenden „geklobten Stein“

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Delphi – Das Heilige unter den Füßen spüren

Sie führte der Sohn Kronions, Apollon,
und er hielt in den Händen die Leier und spielte so lieblich,
hoch und herrlich schritt er dahin; ihm folgte der Kreter
schallender Schritt gen Pytho, sie sangen ihm ehrende Hymnen,
wie man sie singt im Lande der Kreter, denen die hehre
Muse süßen Gesang ja selber gesenkt in die Seele.
Unermüdlich erklomm ihr Fuß die Höhen, sie kamen
eilends zum Parnass und zur lieblichen Stätte, wo künftig
Phoibos zu wohnen bestimmt, den viele Menschen verehren,
und es zeigte ihr Führer den heilig gesegneten Tempel.
Da in ihrer Brust begannen die Herzen zu schwellen…

(Homerischer Hymnus an den Pythischen Apollon)

Wir erreichten Delphi am Abend, hatten eine längere Fahrt von der Peloponnes hinter uns und während wir den Berg hinauffuhren, eine Kehre nach der anderen nahmen, vor uns kein Ende der Serpentinen in Sicht, dachte ich an diesen Ausschnitt des Homerischen Hymnus: Unermüdlich erklomm ihr Fuß die Höhen. 
Welche Mühe man auf sich genommen hat, um diese heilige Stätte zu erreichen – und um sie zu errichten. 

Ich habe in Griechenland keine einzige Ausgrabungsstätte besucht, die nicht unfassbar schön gelegen und die mich nicht irgendwie berührt hätte. Auf Delphi hat uns allerdings nichts davon vorbereitet. 

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