Von Fernweh und Heimweh

Wann ist Fernweh eigentlich Fernweh? Und ist es irgendwie verwandt mit Heimweh? Hat man Fernweh nur nach Orten, an denen man noch nie war? Und muss man für Heimweh bereits eine bestimmte Zeit irgendwo gelebt haben? Und wenn ja, wie lange?

Fernweh, so belehrt mich der Duden, Substantiv, Neutrum: Sehnsucht nach der Ferne, nach fernen Ländern.
Das hilft mir nun auch nicht weiter, um die Frage zu beantworten. Wann ist Ferne fern genug, um Fernweh hervorzurufen?
Ich google weiter und finde bei der Google-Bildersuche zahlreiche Bilder mit der Aufschrift: Fernweh, noun, german: A crave for travel. Being homesick for a place you’ve never been.

fernweh

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Dieses Jahr fahr ich hin, wo ich schon mal war

Es ist Mitte Januar, das Jahr ist noch jung und auf allen Blogs sprießen die Artikel wie Pilze aus dem Boden: Wo soll es 2017 hingehen? Verständlicherweise geht es oft darum, ein weiteres Häkchen auf der Bucketlist zu setzen, irgendwohin zu fahren, wo man noch nie war. 

Wenn ich mir meine Reisepläne für das kommende Jahr ansehe, dann sieht es ein bisschen anders aus. Man könnte sagen, das Reisejahr 2017 steht unter den Mottos „Back to the roots“ oder „Vor der Haustüre“. Denn dieses Jahr fahr ich mal dorthin, wo ich schon mal war. Und das ganz bewusst. 

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Warum ich seit dem Amoklauf in München weniger Angst habe als zuvor

Eigentlich hatte ich nicht vor, über mein Erlebnis am 22. Juli 2016 in München zu schreiben. Eigentlich…
Dann traf ich kürzlich in der Münchner Innenstadt ein Paar aus Hannover. Sie hatten ihren Rhodos-Urlaub storniert, aus Angst vor terroristischen Anschlägen. Stattdessen fuhren sie mit dem Auto einmal quer durch die Bundesrepublik nach München. Lieber mit dem Auto als Fliegen? Ausgerechnet nach München?
Ich hatte nicht gedacht, dass es Menschen gibt, die wirklich so ängstlich sind, dass sie sogar ein so sicheres Reiseziel wie Rhodos meiden würden. Rhodos, das auch nicht gefährlicher ist als Deutschland – aber eben weiter weg, anderes Land, andere Sprache. Das trägt wahrscheinlich einen Teil zur Unsicherheit bei. Aber warum fahren sie – wo sie doch offensichtlich so ängstlich sind – ausgerechnet nach München?

Nein, München halte ich für keine „unsichere“ Stadt. Im Gegenteil. Wie auch in Wien fühle ich mich auch in München sehr sicher. Aber München ist eine Stadt, in der viele Menschen leben. Und damit ist es eine Stadt, in der immer etwas passieren kann. Denn das ist es eben: Es kann immer etwas passieren, egal wann, egal wo. Das Leben bietet keine Sicherheit. Niemals.

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Plaudereien aus dem Blog-Nähkästchen

Wow, echt jetzt? Ich wurde wieder für den Liebster-Award  nominiert. Ok, ich nehme mir immer vor, dass ich daran nicht noch mal teilnehme. Hey, inzwischen habe ich über 400 Follower (hat das jemand mitgekriegt? Ich habe die magische Grenze von 400 natürlich komplett verschlafen!)…
Aber… ich kann doch nicht nein sagen und beantworte doch so gerne Fragen 🙂 Deshalb herzlichen Dank an Sandra von Sandra hat Fernweh für die Nominierung und die Fragen! 
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Liebster-Award – Klappe die Fünfte

liebster-awardDass ich doch noch mal für den Liebster-Award nominiert werden würde hatte ich ja nicht geglaubt. Aber es ist geschehen. Watt & Meer hat mich nominiert! *freu* Also, genau genommen wurde mein Blog lediglich empfohlen und mir wurde freigestellt, ob ich die Fragen beantworten möchte. Aber hey, was soll man an einem verregneten Sonntagnachmittag schon tun? Warum nicht ein paar neue, spannende Fragen beantworten?
Los gehts…

 

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Warum ich auf Reisen Kopftuch trage

„Warum trägst du denn ein Kopftuch?“

Das wurde ich kürzlich erst gefragt.

Ich habe mich in meinem Leben noch nie in einem Land aufgehalten, in dem ich gezwungen war, ein Kopftuch zu tragen. Ich bin auch keine gläubige Muslima oder orthodoxe Jüdin. Und dennoch trage ich manchmal ein Kopftuch. Warum? Weil ein Kopftuch auf Reisen meiner Meinung nach die praktischste Kopfbedeckung überhaupt ist.

ich in Ait Benhaddou

in Ait Benhaddou, Marokko

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Stadtlust, Landfrust. oder: Wo ich hingehöre!

Landmenschen müssen jetzt sehr stark sein… 😉

Kürzlich stieß ich beim Stöbern auf Tines Blog  auf den Artikel „Stadt, Land, Leben. Als Großstadtkind in der Provinz“ und auf den damit zusammenhängenden Artikel „Wo ist daheim?“.

Besonders der erste Titel sprach mich sehr an, denn das Thema „Stadt & Land“ beschäftigt mich selbst seit einiger Zeit und als ich auf die Artikel stieß, las ich gerade das Buch „Stadtlust. Vom Glück in der Großstadt zu leben“.
Tines „Lebenslauf“ ähnelte dem meinen: Ihren Heimatort – in ihrem Fall im Ruhrgebiet – hat sie verlassen und lange Jahre in Hamburg gewohnt und an diese Stadt auch irgendwie ihr Herz verloren. Dann zog sie – wenn auch freiwilliger als ich – in die Pampa. Bei ihr ging es nach Schwaben, bei mir ging es nach Niederbayern.

Ich bin nicht in einer Großstadt aufgewachsen, sondern in einer Kleinstadt mit 70.000 Einwohnern, die – der Uni sei Dank – aber immer recht jung und lebendig war. Es war alles da, was man brauchte: Einkaufsmöglichkeiten, Kneipen, Cafés, Kinos, kulturelle Angebote etc.
Und dann kam Wien.

Die Auswertung meiner Blogparade „Stadt oder Land“ findet ihr hier.

um hier glücklich zu werden darf man alles sein: Nur kein Stadtmensch

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