Mariabrunn: Ein vergessenes Heilbad bei München

Acht Kilometer nördlich von Dachau, gut versteckt im Wald liegt der kleine Wallfahrtsort Mariabrunn.
Heute ist er eher bekannt für die nebenan liegende Wirtschaft mit dem schönen Biergarten. Ab und an kommen auch noch ein paar Wallfahrer.
Nichts aber lässt vermuten, dass sich hier bis vor 150 Jahren Fürsten und Kaiser aus ganz Europa kurieren ließen. Denn die namensgebende Quelle galt als heilkräftig – nicht nur im spirituellen Sinne, wie viele bei Wallfahrtskirchen befindliche Quellen, sondern auch im medizinischen.

Ansicht von Mariabrunn vom Eingang der Kirche aus. In der Mitte – mit Efeu überwuchert – die namensgebende Quelle

Nachdem mir kürzlich das Buch „Heilige Quellen zwischen Donau, Lech und Salzach“ von Heidemarie und Peter Strauss in die Hände fiel und ich feststellte, dass sich einige davon gut von München aus erreichen und erwandern lassen, würde ich gerne eine kleine, unregelmäßig erscheinende Blogreihe daraus machen.

Mehr über das Phänomen der Heiligen Quellen und allgemein naturmagischer und naturreligiöser Phänomene an Wallfahrtsorten, könnt ihr in meinen Artikel über Maria Klobenstein nachlesen.

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In & um München: Wanderung über den Hohen Peißenberg

Nachdem in der letzten Aprilwoche sich das Wetter nicht wirklich hatte entscheiden können, ob es jetzt noch Winter oder doch schon(?) Frühling sein sollte, schwenkte es rechtzeitig zum Wochenende dann schließlich kurzzeitig Richtung Frühling und so wurde der Maiausflug vorgezogen und auf den letzten Apriltag gelegt. 

Ausblick auf die Alpen

Mit Tobias von Weltschaukasten ging es los Richtung Pfaffenwinkl, einer oberbayerischen Bilderbuchregion zwischen Lech, Loisach, Alpen, Ammer- und Starnberger See. Benannt ist die Region nach der Vielzahl an Kirchen und Klöstern, die sich dort befinden – unter anderem das bereits einmal erwähnte Benediktbeuern.
Passend dazu war unser Ziel für diesen Tag der Hohe Peißenberg mit der darauf befindlichen Wallfahrtskirche. 

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Warum ich seit dem Amoklauf in München weniger Angst habe als zuvor

Eigentlich hatte ich nicht vor, über mein Erlebnis am 22. Juli 2016 in München zu schreiben. Eigentlich…
Dann traf ich kürzlich in der Münchner Innenstadt ein Paar aus Hannover. Sie hatten ihren Rhodos-Urlaub storniert, aus Angst vor terroristischen Anschlägen. Stattdessen fuhren sie mit dem Auto einmal quer durch die Bundesrepublik nach München. Lieber mit dem Auto als Fliegen? Ausgerechnet nach München?
Ich hatte nicht gedacht, dass es Menschen gibt, die wirklich so ängstlich sind, dass sie sogar ein so sicheres Reiseziel wie Rhodos meiden würden. Rhodos, das auch nicht gefährlicher ist als Deutschland – aber eben weiter weg, anderes Land, andere Sprache. Das trägt wahrscheinlich einen Teil zur Unsicherheit bei. Aber warum fahren sie – wo sie doch offensichtlich so ängstlich sind – ausgerechnet nach München?

Nein, München halte ich für keine „unsichere“ Stadt. Im Gegenteil. Wie auch in Wien fühle ich mich auch in München sehr sicher. Aber München ist eine Stadt, in der viele Menschen leben. Und damit ist es eine Stadt, in der immer etwas passieren kann. Denn das ist es eben: Es kann immer etwas passieren, egal wann, egal wo. Das Leben bietet keine Sicherheit. Niemals.

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In & um München: Spaziergänge am Wasser

Dass durch München die Isar fließt ist kein Geheimnis. Zwar wird die Isar – und München insgesamt – nicht so oft besungen, wie die angeblich schöne blaue Donau in Wien, aber doch ist die Isar jedem Münchenbesucher ein Begriff. Zumindest denen, deren Interesse über Hofbräuhaus und Oktoberfest hinausgeht.

Wieviele weitere Flüsschen und Bächlein in dieser Stadt fließen, war mir vorher auch nicht klar. Genausowenig wie der gewöhnliche Wien-Tourist jemals von der Wien gehört hat – dem kleinen, heute in starre Bahnen gelenkten Rinnsal entlang der U4 – genauso wenig kennt man als Nicht-Münchner die Würm. Dabei hieß der bekannte Starnberger See bis 1962 noch Würmsee.

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