Kraftorte in Bayern: Ausflüge zu Heiligen Quellen, Steinen & Bäumen

Ideen für außergewöhnliche Ausflugsziele in Bayern möchte ich euch hier vorstellen.
Kraftorte in Bayern – v.a. heilige Quellen, heilige Steine und heilige Bäume – darauf soll der Fokus der im folgenden vorgestellten Ausflugsziele liegen. Die meisten lassen sich sehr gut mit leichten Wanderungen verbinden, ebenso mit einer Einkehr in ein nahegelegenes Wirtshaus. Fast alle vorgestellten Ausflüge könnt ihr ohne Auto unternehmen.

Viele – aber nicht alle – dieser „magischen Kraftorte“ befinden sich bei München, da ich von hier aus meine Erkundungstouren startete. Insgesamt beschränkt sich die Auswahl der Kraftorte derzeit auf Altbayern!
Viele liegen außerdem  in oder bei Kapellen und Wallfahrtskirchen. Was machen heilige Quellen, Steine und Bäume in christlichen Kirchen? Welche Verbindungen gibt es? Auch darum soll es hier gehen.

Kraftorte in Bayern: Heilige Quellen, Steine und Baeume

Naturreligiöse Praktien an katholischen Wallfahrtsorten?
Wer meinem Blog schon länger folgt, weiß, dass ich berufsbedingt (als Historikerin mit einem Schwerpunkt auf frühneuzeitlicher Frömmigkeitsgeschichte) ein besonders Faible für Wallfahrtsorte, Kraftorte und Kultkontinuität habe.

Was haben naturreligiöse Praktiken, also Stein-, Quell- und Baumkulte, an katholischen Wallfahrtsorten zu suchen? Ist das ein Zeichen dafür, dass es hier bereits vorchristliche Kultstätten gegeben haben muss? Darüber habe ich bereits in meinem Artikel über Maria Klobenstein bei Kössen in Tirol geschrieben. Wer also mehr theoretischen Hintergrund haben möchte, sollte diesen Artikel lesen.

Nachdem mir 2018 das Buch „Heilige Quellen zwischen Donau, Lech und Salzach“ von Heidemarie und Peter Strauss in die Hände fiel und ich feststellte, dass sich einige davon gut von München aus erreichen und erwandern lassen, möchte ich gerne eine kleine, unregelmäßig erscheinende Blogreihe daraus machen.

Dieser Beitrag hier wird dementsprechend auch laufend erweitert werden.


Was ist ein Kraftort?

„Als Ort der Kraft (auch Kraftort, Kraftplatz oder magischer Ort genannt) wird ein Ort bezeichnet, dem eine meist positive (selten auch negative) psychische Wirkung im Sinne einer Beruhigung, Stärkung oder Bewusstseinserweiterung zugeschrieben wird. Als Kraftorte werden überwiegend geographische Orte bezeichnet, die nach esoterischen Vorstellungen eine besondere Erdstrahlung haben.“ (Wikipedia)

Besondere Erdstrahlungen oder ähnliche vermutete und nachgesagte Energien sind naturwissenschaftlich für gewöhnlich nicht nachweisbar.
Bei einigen Quellen, die sich an Wallfahrtsorten befinden, sind allerdings durchaus bestimmte Inhaltsstoffe nachgewiesen worden und aus den ehemaligen Heilquellen an Kultorten entwickelten sich Thermalbäder. Oder das Wasser wird sogar als Mineralwasser abgefüllt. Die Übergänge sind hier mitunter fließend (etwa z.B. bei Mariabrunn bei Dachau, aber ebenso im berühmten Bad Adelholzen und in Bad Leonhardspfunzen oder – außerhalb Bayerns – in Bad Bertrich). Nicht selten hat sich um eine Mineralquelle dann ein (christlicher) Kultplatz entwickelt und die Quelle wurde in einem Tempel oder einer Kapelle gefasst.

Steine gelten besonders dann als Kraftorte, wenn sie eigenartig geformt sind. Sie sind auffallend, ragen mitunter aus der Landschaft auf und ziehen somit die Menschen an. Besonders wenn es sich um sogenannte „Durchkriechsteine“ oder „Schalensteine“ handelt, wurde ihnen allerlei (Zauber-)Kraft zugeschrieben. Mitunter wurden Steine, die zu vorchristlichen Kultstätten gehörten, in christliche Kirchen und Kapellen eingebunden. Moderner Kraftort – vorchristlicher Kultort – katholischer Wallfahrtsort. Auch hier sind die Übergänge oft alles andere als eindeutig.

Bei Andrea von Indigoblau findet ihr Anregungen, was man an einem Kraftort tun kann, wenn man sich gerne spirituell mit ihnen befassen möchte:

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Kraftorte in Bayern: Ausflüge zu Heiligen Quellen

In Bayern, gerade im südlichen Bayern, in Alpennähe, gibt es eine ganze Menge Quellen – und dass Quellen als Kraftorte gelten ist wenig verwunderlich. Religiöse Kulte rund um Quellen haben lange Tradition. Die Römer errichteten den Nymphen dort Heiligtümer. Auch bei den Kelten gab es Quellkulte. Und auch nach der Christianisierung hielt sich die Faszination der Menschen für Quellen.
Nicht alle christlichen Quellkulte haben vorchristliche Wurzeln. Bei einigen gibt es dafür klare Belege, bei anderen gibt es Sagen oder Legenden, bei anderen nichts dergleichen. Zu behaupten, jede christliche Kirche mit einer Quelle stünde auf einem vorchristlichen Heiligtum, ist also zu kurz gegriffen.
Im Endeffekt hatten Quellen auch nach der Christianisierung noch die gleiche Bedeutung für den Menschen wie davor: Sauberes Wasser war schlicht überlebensnotwendig.

Weiterlesen:
Wenn ihr mehr über naturreligiöse Ideen an Wallfahrtsorten lesen wollt, lest meinen Artikel über Maria Klobenstein bei Kössen. Dort bin ich auf dieses Thema ausführlich eingegangen.

Ein Ausflug nach Mariabrunn bei Dachau

Ansicht von Mariabrunn vom Eingang der Kirche aus. In der Mitte -mit Efeu überwuchert – die namensgebende Quelle

Unweit von Dachau liegt im Wald, etwas versteckt, der Mariabrunner Biergarten. Dafür ist der Ort heute vor allem bekannt. Weniger bekannt ist, dass die Quelle, die hier bei diesem kleinen Wallfahrtsort entspringt, im 19. Jahrhundert als so heilkräftig galt, dass eine geschäftstüchtige Bäuerin einen florierenden Bäderbetrieb einrichten konnte, bei dem sich sogar Kaiserin Elisabeth (Sisi) hat kurieren lassen.

Weiterlesen:

Einen ausführlicheren Bericht über die spannende Geschichte von Mariabrunn und meine leichte Wanderung dorthin, könnt ihr hier nachlesen.

Mariabrunn: Ein vergessenes Heilbad bei München

Dieses Kraftort in Bayern ist mit dem öffentlichen Verkehrsmitteln machbar. 


Die Kirchen St. Emmeram von Kleinhelfendorf: Heilige Quelle und Heiliger Stein

Das Martyrium soll St. Emmeram auf diesem Stein erlitten haben. Heute steht er mitten in der Marterkapelle von Kleinhelfendorf.

Im heutigen Kleinhelfendorf südlich von München kreuzten sich in Antike und  Frühmittelalter zwei wichtige Verkehrswege. Hier, an einer Quelle, rastete der Heilige Emmeram, der vom bayerischen Herzogshof in Regensburg auf einer Pilgerfahrt nach Rom war.
Während er hier rastete und trank, ergriffen ihn der bayerische Herzogssohn Lantpert und seine Männer, banden ihn auf eine Leiter und folterten ihn.

Seither werden in Kleinhelfendorf zwei Stellen mit dem Heiligen in wundersame Verbindung gebracht: Der Stein, auf dem er das Martyrium erlitt, galt als besonders heilig, aber auch die Quellen, an der er rastete, wurde als heilkräftig verehrt.

Weiterlesen:

Mehr über den Kult des Heiligen Emmeram, über die Kraftorte in Kleinhelfendorf und einen Routenvorschlag für eine leichte Wanderung findet ihr in meinem Artikel:

Leichte Wanderung in Kleinhelfendorf: auf St. Emmerams Spuren

Dieser Ausflugsziel in Bayern ist mit dem öffentlichen Verkehrsmitteln machbar. 


Die Drei Bethen Quelle – ein Ausflug ins Würmtal bei München

Drei Bethen Quelle: Ausflüge bei München

Die Drei Bethen Quelle bei Leutstetten

Die Drei-Bethen-Quelle bei Leutstetten an der Würm hat eine besondere Aura. Die Bäume um sie herum sind geschmückt, es hängen tibetische Gebetsfahnen darüber. Menschen kommen und füllen hier Flaschen voll, obwohl mit Schildern dezidiert vor der Verunreinigung des Wassers gewarnt wird. Aber der Glaube ist hier stärker als die Bakteriologie.

Der Name „Drei-Bethen-Quelle“ bezieht sich auf ein Votivbild in der Kirche St. Alto im nahegelegenen Leutstetten. Dort hängt das Bild aus dem Jahr 1643, auf dem die Jungrauen Ainpet, Gberpet und Firpet dargestellt sind. Die drei Bethen gibt es in unterschiedlichsten Namensvariationen, die „heiligen drei Madel“ Katharina, Margaretha und Barbara der Vierzehn Nothelfer sollen ebenfalls von ihnen herrühren.
Sicher ist, dass es eigentlich keine bekannten Heiligen mit den auf -bet/-pet endenden Namen gab. Man vermutet, dass sich die Verehrung dieser Dreiheit von den heidnischen Schicksalsgöttinnen herleitet, die ebenfalls in einer Dreiheit verehrt wurden: etwa die germanischen Nornen oder die römischen Parzen.

Die Drei-Bethen-Quelle kann man bei einer Wanderung oder Radtour im Würmtal besuchen. Sie lässt sich gut verbinden mit einem Besuch der St. Ulrichskirche (siehe unten), die sich nur ca. 1,6 km weiter nördlich befindet.

Anfahrt nach Starnberg oder Gauting mit der S-Bahn. Zwischen den beiden Bahnhöfen kann man eine ca. 8 km lange Wanderung unternehmen und dabei das Leutstettener Moos, die Villa Rustica (Überreste einer römischen Villa), Leutstetten (Schloss und Biergarten), die Drei-Bethen-Quelle, St. Ulrich und die Absturzstelle von 1968 (siehe unten) besuchen. Unweit befindet sich außerdem ein Grabhügelfeld mit dem sogenannten Grab der Seherin (mehr Infos hier).


Die Gnadenquelle von Weihenlinden, vermutl. an Stelle eines keltischen Heiligtums

Beim Wallfahrtsort Weihenlinden, unweit von Bad Aibling, gibt es archäologische Hinweise, dass sich hier bereits eine keltische Opferstätte befand. Legenden zufolge sollen unweit dieser Stelle drei Edelleute begraben worden sein.
Sicher ist, dass es vor dem Beginn der eigentlichen Wallfahrt bereits eine Martersäule und zwei Linden – die sog. „Weichlinden“ gab. Im 17. Jahrhundert kam das jetzige Gnadenbild hinzu und beim Bau der Kirche entdeckte man zudem eine Quelle, die sich als wundertätig und heilkräftig entpuppte.
Heute steht hier eine große barocke Wallfahrtskirche. Das Wasser der Gnadenquelle kann heute noch abgefüllt werden. Es gilt als „grundsätzlich trinkbar“, wird allerdings nicht regelmäßig untersucht.

Diesen Ausflug könnt ihr ab München mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unternehmen.


Der wachsende Felsen in Usterling: Naturdenkmal und Quellheiligtum

Ausflüge: Wachsender Felsen Usterling

Der wachsende Felsen in Usterling bei Landau an der Isar. Quelle: Wikicommons. Lizenz: Gemeinfrei

Der „wachsende Felsen“ ist die größte steinerne Rinne in Deutschland. Steinerne Rinnen sind Naturphänomene, die an kalkhaltigen Quellaustritten auftreten: Der im Wasser enthaltene Kalt setzt sich nach und nach ab, so entstehen verschiedene Kalkformationen: Häufig entstehen Rinnen, in denen das Wasser weiterfließt und die, durch die weitere Absetzung von Kalk, weiterwachsen. So auch beim wachsenden Felsen in Usterling bei Landau an der Isar. Der Felsen ist inzwischen zu einer 5m hohen und 40m langen Wand angewachsen, über die – in einer Rinne – das Wasser der Quelle noch heute fließt.
Am Fuße des Felsens steht eine kleine Kapelle. Das Wasser wurde – wie es bei solchen Quellen häufig ist – bei Augenleiden eingesetzt. Man nennt den wachsenden Felsen auch „Johannisfelsen“. Auf dem Altar der Kirche von Usterling ist die Taufe Christi durch Johannes den Täufer an die steinerne Rinne verlegt worden.

Weiterlesen:

Mehr Infos beim Bayerischen Landesamt für Umwelt.

Für dieses Ausflugsziele in Bayern ist ein Auto praktisch. Allerdings ist auch eine kleine Wanderung vom Bahnhof Landau an der Isar möglich (ca. 6km) 


Der Elisabeth-Brunnen bei Andechs

Der Elisabeth-Brunnen bei Andechs. – Urheber: Digital Cat. Quelle: Wikicommons. Lizenz: CC BY-SA 3.0

Nun war ich so oft in Andechs und muss am Elisabeth-Brunnen mehr oder weniger direkt vorbeigegangen sein – aber er ist mir nie aufgefallen. Dass es ihn gibt, bemerkte ich erst bei der Recherche zu diesem Artikel.
Leider konnte ich über die Geschichte der Quelle nicht viel finden, auch nicht über ihre etwaige Bedeutung bei der Wallfahrt zum Heiligen Berg.

Trotzdem wollte ich die Quelle der Vollständigkeit halber hier erwähnt haben, da ich Andechs ja weiter unten in diese Liste aufgenommen habe.

Weiterlesen:

In meinem Artikel gibt es einen Vorschlag für eine etwas längere Wanderung abseits des vielbegangenen Weges zwischen Herrsching und Andechs.

In & um München: Herbstwandern zwischen den Seen

Dieser Ausflug lässt sich gut mit einer kleinen Wanderung ab Herrsching oder ab dem Starnberger See verbinden.
Ihr könnt dieses Ausflugsziel also mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen.


St. Ulrichs-Brunnen bei Eresing

Ähnlich wie bei beim Emmerams-Brunnen in Kleinhelfendorf gibt es auch hier eine Legende, dass der namensgebende Heilige – der Bischof von Augsburg (+973) – hier gerastet haben soll. Einer Legende zu Folge, nachdem er nach der Schlacht auf dem Lechfeld mithalf, die Ungarn endgültig aus dem Land zu vertreiben, einer anderen Legende nach, als er von einer Romreise zurückkehrte. Auch dieser Brunnen lag (wie der in Kleinhelfendorf) unweit der alten Römerstraße zwischen Augsburg und Salzburg.

Ab dem Spätmittelalter vermutet man die Entstehung des Eresinger Quellkultes. Die Ulrichskapelle mit der Klausnerwohnung und das davor gelegene Brunnenhaus, wurden um 1618/19 gebaut und 1666 wurde letzteres erneuert und mit dem heute noch vorhandenen großen Marmorbecken versehen.
Beim Bau der Kapelle ereignete sich dann auch passenderweise ein Wunder: Dem Bildnis des Heiligen Ulrich seien nämlich Wassertropfen entsprungen.
Zudem ist auch die Pfarrkirche von Eresing (ebenfalls dem Hl. Ulrich geweiht) reich ausgetattet mit einem Reliquienschatz und einem wundertätigen Kreuz.

Die populäre Wallfahrt brachte und die Förderung des lokalen Adels brachten genug Geld in die Kassen, um die Pfarrkirche im 17. und 18. Jahrhundert prächtig ausbauen zu können.

Dieser Kraftort in Bayern ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln machbar.
Der nächste Bahnhof (St. Ottilien) ist ca. 2,5 km entfernt. Die S-Bahn-Haltestelle Geltendorf ca. 3,5 km.


Marienklause und Jakobsquelle an der Isar in München

Nur ein paar Schritte abseits des Münchner Jakobsweges steht die Marienklause.
1866 wurde sie von Martin Achleitner gestiftet, der damals als Wassermeister an der hier gelegenen Auer-Mühlbach-Schleuse tätig war. Martin Achleitner wollte damit der Gottesmutter danken, die ihm nach eigener Angabe mehrfach das Leben gerettet habe.

Achleitner fasste auch die Jakobsquelle, die unterhalb der Klause entspringt und integrierte sie in das Ensemble aus Kapelle, Quellhaus, Andachtsnischen und Kreuzwegstationen.

Dieser Kraftort in München ist sehr leicht zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar.

Die nächsten Stationen des Öffentlichen Nahverkehrs sind die U-Bahn-Station Obersendling bzw. die S-Bahn-Station Siemenswerke. Von dort sind es etwa 2 km bis zur Marienklause mit der Jakobsquelle.


Die Augenkapelle von Traunstein

Auf dem Weg entlang der Traun zwischen Traunstein und dem Klobenstein von Traunstein (siehe unten) liegt am Wegrand die unscheinbare kleine Augenkapelle.

Bereits im Jahr 1792 ist sie erwähnt worden. 1842 wird vermerkt, sie sei 1826 renoviert worden. In der Quelle heißt es:

„Befindet sich darin ein geschnitztes Kruzifix, aus dessen Seitenwunde eine Wasserquelle heraus fliesst [und] durchgeleitet ist, welches den nämlichen Mineralgehalt besitzt, wie das Heilbadwasser in Empfing; neben dem Kruzifix stehen Maria und Johannes, vom Holz geschnitzt, in der Mitte ein steinerner Wasserbehälter, wo die Leute das Wasser als Augenwasser gebrauchen.“ (Quelle)

Das Wasser, das aus dieser Quelle tritt, ist dasselbe, wie das im früheren „Wildbad Empfing“ gebrauchte. Im 16. Jahrhundert hatte man das Wasser in Empfing (nördlich von Traunstein) bereits untersucht und als heilkräftig erkannt. Bis zum ersten Weltkrieg gab es hier einen aufstrebenden Bäder- und Kurbetrieb und bis in die 1960er Jahre eine Mineralwasserabfüllung.

Die Augenkapelle ist der einzige öffentliche Zugang zu diesen ehemals  berühmten Heilquellen. Der Name verrät, dass das Wasser – wie das Wasser so vieler „heiliger Quellen“ – besonders bei Augenkrankheiten Anwendung fand.

1999 wurde die Kapelle durch eine Mure zerstört und nach einer Restaurierung im Jahr 2000 wieder eingeweiht.

Mehr Infos über das Wildbad Empfing und das dortige Heilwasser findet ihr hier. Über die Augenkapelle gibt es außerdem mehr hier zu lesen.

Diesen Kraftort in Bayern könnt ihr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Der Augenkapelle befindet sich nur ca. 2km nördlich des Bahnhofs Traunstein.

Nur einige Gehminuten weiter liegt der Klobenstein von Traunstein (siehe unten). Man kann diese beiden Kraftorte auch gut mit einem Besuch des Schalensteins in St. Wolfgang (siehe unten) verbinden. St. Wolfgang befindet sich nur 20km weiter nördlich. Hierfür benötigt man dann allerdings ein Auto.


Nüchternbrunn am Taubenberg

Ein besonders reizvoller Kraftort in Bayern ist die Wallfahrtskapelle Nüchternbrunn am Taubenberg bei Warngau. Mitten im Wald auf einer Lichtung gelegen, strahlt dieser Ort so viel Ruhe aus, dass man nicht anders kann, als hier eine Pause einzulegen.
Neben der Kapelle steht ein Klausnerhaus, das seit Jahren unbewohnt ist. Beim Reiz des Ortes verwundert es aber nicht, dass die Pfarrei immer wieder einmal Anfragen von Aussteigern erhält, ob sie das Haus beziehen können.

Seit dem 17. Jahrhundert galt die Quelle, die hier austritt, als heilkräftig. Schon vor 1710 gab es hier einen Einsiedler, der am „Niedernbrunn“ (also eine niedriger gelegene Quelle – wohl in Unterscheidung zu einer damals höher gelegenen Quelle) lebte. Aus dem „Niedernbrunn“ wurde im Laufe der Zeit „Nüchternbrunn“. Das Wort hat also nichts mit „nüchtern sein“ zu tun!

1710 wurde um die Erlaubnis gebeten, an dieser Stelle eine Kapelle bauen zu dürfen. Die als heilkräftig geltende Quelle wurde mit einem Fünf-Wunden-Christus versehen, aus dessen Wunden das heilkräftige Wasser strömte. Ein barockes Symbol dafür, dass es das Blut Christi sei, das die Menschen „heilt“ – also erlöst.
Nach mehreren Bränden, der letzte 1940, wurde das Gotteshaus 1945 zuletzt wieder aufgebaut. Das Brunnenhaus und der Fünf-Wunden-Christus wurden entfernt. Heute ist die Quelle in einem sehr steril wirkenden Betonbecken gefasst. Noch heute wird es für Augenwaschungen genutzt.

Diesen Kraftort in Bayern könnt ihr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen.
Der nächstgelegene Bahnhof Warngau ist etwa 4 km entfernt. Der Besuch des Kraftortes Nüchternbrunn lässt sich gut mit einer Wanderung über den Taubenberg verbinden – wo ihr dem Aussichtsturm Taubenberg und dem Gasthof Taubenberg einen Besuch abstatten könnt.


Wallfahrtskapelle Frauenbrunn bei Traunwalchen

In Traunwalchen gab es bereits im Mittelalter ein Wallfahrtsziel: Ein wundertätiges Marienbild aus dem 15. Jahrhundert in der Pfarrkirche. Im Spätmittelalter kam dann das unterhalb der Kirche gelegene Frauenbrünndl hinzu. Beide Wallfahrtsorte wurden wohl gemeinsam besucht. Das lange in der Pfarrkirche ausgelegte Mirakelbuch verzeichnete 944 Heilungen zwischen 1507 und 1742 – die meisten davon durch das Wasser des Frauenbrünndl.

1606 wurde die Heilquelle neugefasst und ein achteckiges Kirchlein darüber errichtet, das bis heute erhalten ist. Finanziert hat dies Graf Ladislaus von Törring, dessen Tochter durch den Gebrauch des Wassers vom Augenleiden geheilt worden sein soll.
Er hat wohl auch den Stich in Auftrag gegeben, der heute noch in der Kapelle hängt.
Darauf ist eine Darstellung des Gnadenortes zu sehen:  Die achteckige Kapelle, davor ein Bildstock – und möglicherweise ein Opferstock. Die offenen Hütten wurden mitunter als Badehäuser gedeutet. Darunter ist die Familie des Grafen betend dargestellt. Am Rand sind einige der verzeichneten Heilungen zu sehen.

Ab 1742 sind keine Mirakel mehr verzeichnet worden. Votivgaben gibt es aber noch aus späterer Zeit.

Die Quelle ist direkt unter dem Marienaltar angebracht und mit einer Handpumpe versehen. Als wir im August 2019 dort waren, funktionierte die Pumpvorrichtung allerdings nicht. Ob dies an der Trockenheit des Sommers lag, weiß ich allerdings nicht.

Weiterlesen:

Mehr über Mirakel und Wunderheilungen an Wallfahrtsorten habe ich in meinem Artikel über barocke Wallfahrten geschrieben:

Die barocke Wallfahrt. Teil 2. Der Wunderglaube: Medizin, Magie und Propaganda

Der nächstgelegene Bahnhof Matzing ist etwa 1,5 km entfernt.
Man kann den Besuch dieses bayerischen Kraftorts allerdings mit anderen in diesem Artikel genannten Ausflugszielen verbinden. Traunwalchen liegt genau zwischen Altenmarkt an der Alz, wo sich der Heilige Stein in St. Wolfgang befindet (siehe unten) und Traunstein, wo man den Klobenstein (siehe unten) und die Augenkapelle (siehe oben) besuchen kann. Für einen solchen Ausflug ist ein Auto sehr praktisch aufgrund der recht schlechten Taktung der Züge.

Kraftorte in Bayern: Ausflüge zu Heiligen Bäumen

Bei Wallfahrtsorten, die mit Bäumen verknüpft sind, finde ich besonders spannend, welche Bedeutung man den Bäumen zusprach.
Die Namen – Maria Eich, Maria Birnbaum – bedeuten in der Regel erst einmal nur eines: Ein Marienbild stand in einer Eiche oder in einem Birnbaum und wurde als wunderkräftig verehrt. Irgendwann begann man eine Kapelle zu errichten. Aber für gewöhnlich wurde nicht etwa der Baum gefällt oder das Bild vom Baum genommen, sondern man baute die Kapelle um den Baum mit dem Gnadenbild herum.
Die Bäume fallen oft einem Sturm oder Gewitter zum Opfer – und doch entfernte man sie nicht, sondern man bewahrte zumindest den Stamm auf. Meist hinter dem Hochaltar, auf dem das Gnadenbild steht und wo die Gläubigen ihn nach wie vor ebenfalls verehren können.

Der Baum ist hier also wesentlicher Bestandteil des Kultortes. Bei anderen Wallfahrtsorten wird das Bild allerdings vom Baum in die Kapelle übertragen und der Baum verliert somit jegliche Bedeutung für die Kulthandlung (siehe Grünsink bei Weßling unten).


Ein Ausflug nach Maria Eich bei München

Kraftorte München: Maria Eich

Der Eichenstamm in Maria Eich. An den Wänden hängen Zettel mit Gebeten, Bitten und Danksagungen

Zwischen 1710 und 1712 stellen die Schmiedesöhne Thallmayr eine Muttergottesfigur in den Hohlraum einer Eiche. Nach mehreren Gebetserhörungen wird erst eine hölzerne Kapelle, schließlich ein steinernes Kirchlein errichtet.
Die Eiche wurzelte hinter dem Hochaltar, man ließ für sie ein Loch im Dach. Leider konnte so 1805 ein Blitz die Eiche treffen und zerstören.

Der Eichstamm wird heute noch bewahrt in einem eigenen Raum. Ringsum an den Wänden hängen Zettel mit Gebeten, Bitten und Danksagungen. Die Wände sind extra so gestaltet, dass die gefalteten Zettel angebracht werden können, ohne die Wände zu beschädigen.

Diesen Ausflug könnt ihr von München aus mit dem Fahrrad oder zu Fuß durchs Würmtal machen. Ihr könnt entweder in Pasing oder in Großhadern starten.
Der S-Bahnhof Planegg ist nur ca. 500 m entfernt. 


Maria Birnbaum im Wittelsbacher Land

Die Wallfahrtskirche Maria Birnbaum sieht eigenartig aus: Sie macht einen slawischen Eindruck, als stünde man hier vor einer orthodoxen Kirche. Hintereinander aufgereiht stehen mehrere einzelne Bauteile, drei davon zylindrisch und überkuppelt. Die Kirchenneubau wurde 1668 geweiht, also für barocke Verhältnisse überraschend früh, wenn man weiß, dass sich viele Verhandlungen zu Neubauten an andere Orten bis weit ins 18. Jahrhundert hineingezogen haben.
Errichtet wurde die Kirche an der Stelle, wo um 1600 die Bewohner des nahegelegenen Schlosses zur persönlichen Andacht ein Pietà-Bild (Bild der Maria mit dem toten Sohn) in einem Eichbaum-Marterl aufgestellt.
Die Schweden zerstörten 1632 das Schloss und warfen auch das Vesperbild in das „Jochmoos“. Dort wurde es vom Dorfhirten Johann Vogl herausgeholt und in einen hohlen Birnbaum gestellt.
Nun setzten erste Wunderheilungen ein und die Verehrung „Unserer Lieben Frau im Birnbaum“ nahm zu. Der Birnbaumstamm ist heute so in den Hochaltar integriert, dass das Gnadenbild nach wie vor in der Öffnung des Stammtes steht. Man kann um den Hochaltar herumgehen, wo man den Birnbaum noch immer sieht. Die Wände rings herum sind mit Bitten und Danksagungen versehen, sowohl handschriftlichen direkt auf der Wand als auch zahlreichen Votivbildern.

Für diesen Kraftort in Bayern ist ein Auto praktisch. Der nächste Bahnhof in Aichach ist etwa 10km entfernt.


Der ‚eingewachsene Christus‘ im Lochhamer Schlag

Kraftort München: Der Christus im Stamm im Lochhamer Schlag

Die Christusfigur, die in einen Fichtenstamm eingewachsen ist

Im Lochhamer Schlag, einem Wäldchen unweit der U-Bahn-Station Großhadern, und direkt hinter der Stadtgrenze Münchens gelegen, befindet sich die kleine Christuskapelle. Sie wurde erst 1995 gebaut und und eingeweiht.
Anlass war ein Kreuz mit Christus, das „unmittelbar nach 1945“ an einem Fichtenstamm befestigt worden war. Das Holzkreuz verwitterte mit den Jahren und der Fichtenstamm wuchs um die die metallene Christusfigur herum, so dass sie jetzt in den Stamm eingewachsen ist.
Die Fichte fiel einem Sturm zum Opfer, aber der Stamm wurde gerettet und diente vorerst als Marter, bis sich Familie Huber entschloss, eine Kapelle zu errichten.
Die Inschrift an der Kapelle besagt: „Weil der Christus über Jahrzehnte von Unbekannten immer mit frischen Blumen geschmückt wurde, liegt die Vermutung nahe, dass das Kreuz dem Gedenken der in den Nachkriegstagen 1945 im Lochhamer Schlag ums Leben Gekommenen gewidmet ist. Dem Wunsch des Erbauers entsprechend soll die Christuskapelle diese Erinnerung wachhalten“.
Leider geht daraus nicht hervor, um welche „ums Leben Gekommenen“ es sich hier handeln könnte. Ob möglicherweise ein Zusammenhang besteht mit den Todesmärschen, auf denen man die Häftlinge des KZ-Dachau in den letzten Kriegstagen Richtung Süden trieb – und von denen einer durch das Würmtal führte – ist unklar.

Bei der Christuskapelle handelt es sich nicht um einen Wallfahrtsort und auch nicht wirklich um einen „heiligen Baum“ im Sinne der bisher genannten Verehrungsgeschichten. Dennoch möchte ich diese Kapelle an dieser Stelle in die Sammlung mit aufnehmen.

Die Christuskapelle liegt ca. 1 km von der U-Bahn-Station Großhadern entfernt.

Kraftorte in Bayern: Ausflüge zu Heiligen Steinen

Heilige Steine sind rund um München nicht ganz so häufig anzutreffen, wie Quellen. Wenn man allerdings ein bisschen fährt – Richtung Chiemgau – dann findet man auf recht engem Raum mehrere Kraftorte mit heiligen Steinen. Viele davon sind öffentlich leider sehr schwer zu erreichen.

Zwei heilige Steine wurden oben im Abschnitt der Kraftorte mit Quellen bereits erwähnt: Der wachsende Felsen von Usterling und der Findling, auf dem St. Emmeram zu Tode gekommen sein soll.

Mehr über naturreligiöse Vorstellungen an Wallfahrtsorten und v.a. über heilige Steine erfahrt ihr in meinem Artikel über Maria Klobenstein bei Kössen:

Maria Klobenstein bei Kössen: Kraftort und Religionsgeschichte in nuce


Der Findling von St. Wolfgang bei Altenmarkt a.d. Alz

Kaum hatte ich von St. Wolfgang zu Berg bei Altenmarkt an der Alz gelesen, wollte ich unbedingt dorthin. An diesem Kraftort befindet sich ein großer Findling mit eigenartigen Vertiefungen mitten im Langhaus der mittelalterlichen Kirche. Er ist richtig in den Boden des Gotteshauses eingebaut. Ein vorchristlicher Kultort gilt als wahrscheinlich. Es gab aber bisher keinerlei archäologische Untersuchungen des Geländes.

St. Wolfgang – der Hauptort seiner Verehrung liegt in St. Wolfgang am Wolfgangssee in Österreich – war ein sehr populärer Heiliger. In seiner Legende spielte das Finden (bzw. Erwecken) einer Quelle und das Hinterlassen von Eindrücken in einem Fels eine wichtige Rolle. Entlang der Pilgerrouten zu seinem Hauptkultort am Wolfgangssee entstanden weitere Wolfgangskirchen, die z.T. selbst Wallfahrtsorte wurden und die häufig die Legende des Vorbilds spiegeln: Nicht selten gibt es dort Quell- oder Steinkulte.

Weiterlesen:
Mehr über diese Analogien zwischen einem älteren Kultort und den darauf Bezug nehmenden jüngeren Kultorten erfahrt ihr in meinem Beitrag über den Monte Sant‘ Angelo und den Mont St. Michel:

Mont St. Michel und Monte Sant‘ Angelo: Der Kult des Erzengels Michael

Der Findling in St. Wolfgang bei Altenmarkt soll seine Vertiefungen ebenfalls vom Heiligen Wolfgang erhalten haben, der hier auf einer Reise gerastet haben soll (Ein häufiges Motiv, um kleinere Gnadenorte mit großen Heiligen in Verbindung zu bringen, vgl. die Rast des Hl. Emmeram in Kleinhelfendorf oder des Hl. Ulrich bei Eresing).

Spannend ist, dass der Stein mitten im Langhaus ist – also auf einer Linie mit der Eingangstür und dem Hochaltar.Heute befindet sich direkt darüber der Volksaltar. Dies ist aber nicht historisch, auch wenn es schön klingen mag, dass man „den Altar direkt über dem Stein“ errichtete. Bis zum 2. Vatikanum (1962-65) gab es keine Volksaltäre, wie man sie heute kennt. Lediglich Hochaltäre. Der Stein lag also direkt vor dem Hochaltar, an dem das Heilige Messopfer zelebriert wurde, nicht in einer Nebenkapelle oder dem Seitenschiff. Das allein ist besonders genug.

Kraftort Bayern Schalenstein in St. Wolfgang Altenmarkt

Blick durch den künstlich geschaffenen Durchschlupf

Noch im Barock hat man den heiligen Stein mit einer rotmarmornen Einfassung umgeben – und auf einer Seite ein Loch gelassen, so dass ein Schlupfstein entstand.
Dies finde ich besonders beeindruckend! Normalerweise nutzte man natürliche Schlupfsteine – also Steine mit einem Loch, durch das man hindurchkriechen kann – für kultische Zwecke. Hier hat man erst um 1720 künstlich einen Schlupfstein geschaffen! Die Bedeutung, die man solchen Steinen zusprach, schien also groß genug zu sein, um noch im 18. Jahrhundert künstlich einen herzustellen (offenbar war das dies ebenfalls eine Analogie zu einem Durchkriechstein am Wolfgangssee, die man hier herstellen wollte). Heute spricht man ganz selbverständlich vom „Schlupfstein in St. Wolfgang“ – der natürliche Stein war allerdings nie ein solcher Durchkriechstein, sondern ein Schalenstein, also ein Stein mit auffälligen Vertiefungen.
Diese Vertiefungen nutzte man – und nutzt man noch heute – um seine Füße auf eine besondere Art hineinzulegen, um durch den Durchschlupf zu kriechen. Mesnerin Barbara Schleifer zeigte uns, wie man es richtig macht. Das Durchkriechen des Loches soll bei Rückenschmerzen und Kinderlosigkeit helfen.

Weiterlesen:
Mehr über Schlupfsteine lest ihr in meinem Artikel über Maria Klobenstein bei Kössen. Dort bin ich auf dieses Thema ausführlicher eingegangen.

Wenn ihr St. Wolfgang bei Altenmarkt besuchen wollt, müsst ihr euch bei der Mesnerin Frau Schleifer anmelden.
Die Telefonnummer findet ihr hier.

Die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist aufgrund der geringen Taktung schwierig. Der nächste Bahnhof befindet sich aber nur 3,5 km entfernt in Altenmarkt an der Alz.
Am einfachsten ist die Anfahrt mit dem PKW über die B304.


Der Findling von Steinwies mit Steinwieskapelle

Einer der Steine, von denen wir am meisten angetan waren, ist auch leider der, über dessen „kultische Vorgeschichte“ ich am wenigsten herausfinden konnte: Der Findling von Steinwies mit der Steinwieskapelle.

Die Informationen die man darüber findet, beschränken sich in erster Linie auf die geologische Geschichte: Was ist ein Findling? Wie kam der Findling von Steinwies hierher? etc.
Wenig erfährt man über die direkt an den Stein gebaute Kapelle. Sie wird unter der Nummer D-1-87-129-81 in der Denkmalliste des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege als Baudenkmal aufgeführt. Die dort genannten Informationen beschränken sich allerdings auf: „kleiner massiver Satteldachbau, Ende 19. Jh“.

Warum man Ende des 19. Jahrhunderts eine kleine Kapelle an einen Findling baute, der seit Menschengedenken dort lag, steht leider nicht dabei. Gab es etwaige Vorgängerbauten? Gibt oder gab es Legenden, Sagen, irgendeinen Hinweis auf eine vorherige kultische Nutzung – christlich oder vorchristlich? Leider habe ich es noch nicht herausgefunden.

Trotzdem waren wir begeistert, als wir an einem Sommerabend auf diesem großen Stein herumkletterten, der so einsam hier in der Wiesenlandschaft lag. Ein großartiger Ort (Kraftort) auf jeden Fall.

Ohne Auto ist der Findling sehr schwer zu erreichen. Er liegt etwa 7km von der A8, Ausfahrt Irschenberg, entfernt. An der Staatsstraße St2010.

Eine genauere Beschreibung des Anfahrtsweges und Informationen über die geologische Geschichte gibt es beim Bayerischen Landesamt für Umwelt.


Der Klobenstein von Traunstein mit Marienkapelle

Nicht weit vom Kraftort in Altenmarkt an der Alz entfernt liegt ein weiterer besonderer Stein: Der Klobenstein am Ufer der Traun, nur einen kurzen Spaziergang nördlich von Traunstein.

Eine Legende erzählt über diesen gespaltenen Felsen, ein Ritter sei einmal hier entlang gekommen,  als er auf der Flucht war. Sein Pferd war müde und konnte nicht mehr, aber er hörte die Verfolger schon näher kommen. In seiner Verzweiflung warf er sich vor einem Marienbild nieder und rief die Gottesmutter um Hilfe an. Da löste sich ein Felsblock über ihm und spaltete sich im Fallen so, dass der Ritter unversehrt in der Lücke kniete. Seine Verfolger konnten ihn so nicht entdecken und ritten vorbei.

Der Klobenstein an der Traun ist sehr groß. Der linke Teil ist mit einer Treppe versehen, die auf eine Plattform auf dem Felsen führt. Im zweiten Teil ist eine kleine Kapelle in den Stein eingelassen.
Früher gab es hier offenbar auch eine Klause und eine kleine Kirche.

Die Kapelle beim Klobenstein ist bei einem Sturm im Herbst 2018 durch umstürzende Bäume sehr beschädigt worden. Bei meinem Besuch im Sommer 2019 war sie noch nicht vollständig wieder restauriert.

Weiterlesen:
Wenn ihr mehr über „Klobensteine“ – also gespaltene Steine – wissen wollt, lest meinen Artikel über Maria Klobenstein bei Kössen. Dort bin ich auf dieses Thema ausführlicher eingegangen.

Diesen Kraftort in Bayern könnt ihr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Der Klobenstein befindet sich nur ca. 3km nördlich des Bahnhofs Traunstein.

Man kann ihn allerdings auch gut mit einem Besuch des Schalensteins in St. Wolfgang (siehe oben) verbinden. St. Wolfgang befindet sich nur 20km weiter nördlich. Hierfür benötigt man dann allerdings ein Auto.
Ebenso liegt die oben genannte Augenkapelle von Traunstein auf dem Spazierweg von Traunstein kommend.

Ausflüge zu weiteren Kapellen und Kraftorten in Bayern

Neben Quell-, Baum- und Steinkulten gibt es noch weitere sehenswerte Kraftorte rund um München, die einen Ausflug lohnen. Einige davon möchte ich euch hier vorstellen.

Wallfahrtskapelle Grünsink bei Weßling 

Wallfahrtskapelle Grünsink bei Weßling, westlich von München

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts verirrte sich ein Jäger in Wäldern westlich von Weßling. Die Gegend war sumpfig, es gab zahlreiche Sumpf- und Wasserlöcher und auch Wölfe. In seiner Not betete er zu Maria, sie möge ihn zur „Grünen Senke“ führen, einem Platz, der ihm bekannt war und von wo aus er weiterfinden würde.
Sein Gebet wurde erhört, er fand zur Grünen Senke und übernachtete auf dem Schluifeld bei einem Bauern. Dort sah er ein Maria Hilf-Bild, das ganz vernachlässigt war und erbat es sich vom Bauern. Er stellte dieses bei der Grünen Senke in einem Birnbaum auf.

Maria Hilf

Das Bild Maria Hilf von Lucas Cranach

Maria Hilf war eines der weitestverbreiteten Gnadenbilder im deutschsprachigen Raum. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, findet ihr in meinem Artikel über Maria Klobenstein in Tirol mehr Informationen. 

Die ersten Wunderheiligungen setzen ab 1744 ein. Auf einem Votivbild aus diesem Jahr ist auch zum ersten Mal der Name Grünsink zu lesen. Der Name deutete möglicherweise auf eine Lichtung hin, die sich hier im Wald befand. Es gibt aber auch die Vermutung, dass sich hier im Mittelalter noch eine Siedlung befand und der Name sich im Volksgedächtnis erhalten hat. 

Eine dritte Deutung besagt, der Name ginge auf althochdeutsch *gruwison (grausen, erschrecken) zurück und beziehe sich so auf ein heidnisches Heiligtum. Es ist jedenfalls im „Sagenbuch der bayerischen Lande“ eine Sage überliefert, dass  um die Kapelle nachts ein schwarzer Pudel ohne Kopf herumstreiche.

Das Gnadenbild wurde 1763 vom Birnbaum in die neugebaute Kapelle übertragen. Der Baum verlor somit seine Bedeutung für den Gnadenort. „Grünsink ist eine der letzten Marienwallfahrtsstätten des 18. Jahrhunderts. Da ihr hochadeliges Augenmerk versagt blieb und bedeutendere Wallfahrtsstätten im nahen Umkreis lagen, blieb die Maria von Grünsink durch alle Zeiten eine lokale Wallfahrtsstätte, die Pilger im Umkreis von kaum mehr als zehn Kilometer anzog.“ (Quelle)

Dieses Ausflugsziel in Bayern könnt ihr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln machen. Die S8 Richtung Herrsching hält in Weßling. Grünsink liegt etwa 2 km westlich.


Tuntenhausen: Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt

Ausflug bei München: WallfahrtskircheTuntenhausen

Blick auf die Wallfahrtskirche Tuntenhausen mit dem charakteristischen Doppelturm

Der Name Tuntenhausen geht auf die Siedlung eines Tonto bzw. Tunto  im 8. Jhd. zurück.
Die Marienwallfahrt nahm ihren Anfang im 14. Jahrhundert. Ein bayerischer Herzog soll damals ein Marienbild für den Choraltar in Tuntenhausen angefertigt haben. Die ersten Pilgerzüge sind ab 1315 erwähnt, die ersten Mirakel ab 1441.
Bald gehörte Tuntenhausen neben Altötting und Andechs zu den größten altbayerischen Wallfahrtsorten. Ein Mirakelbuch von 1506 nennt bereits sieben Städte, neun Märkte und 110 Pfarreien, die „zur Wallfahrt gehören“. Die Förderung durch das Herrscherhaus der Wittelsbacher war dafür nicht unwesentlich.
Mit der Säkularisierung des Klosters Beyharting, zu dem Tuntenhausen gehörte, brachte das Ende der blühenden Wallfahrt. Zwar gab es im 19. und 20. Jahrhundert wieder einen Aufschwung, an die großen Zeiten konnte der Wallfahrtsort aber nicht mehr anknüpfen.

Der Wallfahrtsort Tuntenhausen ist gut geeignet für einen Ausflug mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.
Der Bahnhof Ostermünchen (Meridian-Strecke München-Kufstein) ist ca. 3 km entfernt.

Ich selbst habe Tuntenhausen bei einer Wanderung nach Weihenlinden (siehe oben) besucht. In Kürze soll es dazu hier einen Artikel auf dem Blog geben.


St. Ulrich im Würmtal

Etwas verwunschen steht die kleine Kapelle mitten im Wald. Völlig überraschend taucht sie auf einmal auf.

Im Jahr 934 wurde zum ersten Mal die Hofmark Königswiesen („Chuningswisun“) erwähnt. Damals standen hier stattliche 12 Höfe. Im 15. Jahrhundert standen hier nur noch zwei Höfe, im 18. Jahrhundert gar nur noch einer. Und heute ist das kleine Kirchlein St. Ulrich das einzige, was noch daran erinnert, dass hier eine 1000jährige Siedlung existierte.

Schräg gegenüber im Wald befindet sich der Gedenkort für Ferdinand Eckert. Der junge Mann stürzte hier am 17. April 1968 mit einem Starfighter auf einem Werkstattflug ab und kam ums Leben. Die Unglücksursache ist bis heute nicht geklärt, aber es gibt Hinweise darauf, dass der Pilot bewusst in den Wald steuerte, um einen Absturz in Gauting und so ein größeres Unglück zu verhindern.

Der nächste Bahnhof in Gauting ist ca 3,6 km entfernt.
Man kann St. Ulrich gut mit einem Besuch der Drei-Bethen-Quelle in Leutstetten (siehe oben) verbinden, die sich nur 1,6 km weiter südlich befindet. Unweit befindet sich außerdem ein Grabhügelfeld mit dem sogenannten Grab der Seherin.
Über Leutstetten (Biergarten), die Villa Rustica (Überreste einer römischen Villa) und das Leutstettener Moos kann man bis Starnberg eine etwa 8 km lange Wanderung machen.


Wallfahrtskirche Hohenpeißenberg im Pfaffenwinkel

Die Wallfahrtskirche Hohenpeißenberg

Auf dem Hohen Peißenberg unweit von Weilheim im Pfaffenwinkel stand seit 1514 eine Kapelle. Damals befand sich darin schon das Muttergottesbild, dem man wundersame Kräfte nachsagte.
Die Wallfahrt nahm die fast schon „klassische“ Entwicklung der meisten frühneuzeitlichen Nahwallfahrten – mit einem Unterschied: Im Jahr des Bauernkrieges 1525 sollen ein paar hundert Bauern der Umgebung sich auf dem Hohen Peißenberg versammelt haben, um dort Treue zum Katholizismus und zum bayerischen Herzog zu geloben.
Das sicherte der Kapelle die Unterstützung und Förderung der bayerischen Herzöge. Herzog Maximilian I. schenkte dann auch Bauland zur Vergrößerung der Kapelle im 17. Jahrhundert.

Weiterlesen:

In & um München: Wanderung über den Hohen Peißenberg

Die nächsten Bahnhöfe sind Peißenberg (ca. 4 km) und Hohenpeißenberg (ca. 2,5 km). Diesen Ausflug könnt ihr aus also mit den öffentlichen Verkehrsmitteln machen.


Andechs – der heilige Berg

Andechs, südlich von München, hoch auf einem Hügel über dem Ammersee gelegen, war Stammsitz der Andechs-Meranier, eines bedeutenden Adelsgeschlechts (die Heilige Elisabeth von Thüringen oder die Heilige Hedwig von Schlesien stammten beide aus diesem Haus).
Die Andechs-Meranier starben bereits 1248 im Mannesstamm aus. Ihr spektakulärer Reliquienschatz galt als verschollen, bis er 1388 wieder entdeckt wurde. Erst wurde er nach München gebracht, wo er viele Gläubige anzog. Herzog Ernst von Baiern (+ 1438) gab die Reliquien nach Andechs zurück. Ihnen verdankt das Kloster auch den bis heute erhaltenen Namen „Heiliger Berg“. Herzog Ernst war es auch, der hier ein Chorherrenstift gründete, das 1455 in eine Benediktinerabtei umgewandelt wurde.

Andechs ist immer noch ein besonderer Ort, auch wenn man heute – zumindest tagsüber – kaum dazu kommt, ihn in Ruhe zu genießen. Der Heilige Berg ist eines der beliebtesten Ausflugsziele von München aus, was nicht zuletzt an der eigenen Brauerei liegt, die heute mehr Anziehungskraft besitzt als alle Reliquienschätze.

Das Kloster Andechs, das ein gewaltiger Wirtschaftsbetrieb ist, ist das Wirtschaftsgut der Abtei St. Bonifaz in München. Die Brüder von St. Bonifaz sind besonders engagiert in der Obdachlosenarbeit und dieses Engagement ist nur möglich durch die Gelder, die in Andechs erwirtschaftet werden. Gönnt euch also ein Glas des guten Bieres und wisst, dass ihr damit etwas Gutes tut.

Andechs befindet sich knapp 4 km von der S-Bahn-Station Herrsching entfernt. Der Weg zwischen Herrsching und Andechs ist stark begangen. Es ist dort immer viel los.
Ich habe euch in einem Artikel einen etwas längeren, aber dafür fast menschenleeren Wanderweg Richtung Andechs vorgestellt.


Benediktbeuren: Wo die Carmina Burana gefunden wurden

Ausflugsziel bei München: Kloster Benediktbeuern

Kloster Benediktbeuern

Das bereits um 725 von Karl Martell gestiftete Kloster gilt als ältestes Kloster Oberbayerns. Geweiht wurde die Kirche 739 durch den Heiligen Bonifatius.
Bekannt wurde Benediktbeuern nach der Entdeckung der „Carmina Burana“ im Jahr 1803.
Auch wenn sich die Originaltexte der Carmina Burana heute in der Staatsbibliothek in München befinden, ist Benediktbeuern einen Ausflug wert: Die schöne Klosteranlage, wo heute Salesianer leben und eine Hochschule betreiben, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten anbieten. Aber auch der Ort selbst ist pittoresk und die Umgebung lädt zum Wandern ein, bis an den Kochelsee, wenn man möchte.

Weiterlesen:

In & um München: Wo die Carmina Burana gefunden wurden

Dieses Ausflugsziel in Bayern könnt ihr ohne Probleme mit den öffentlichen Verkehrsmitteln machen, denn in Benediktbeuern halten die Züge, die zwischen München und Kochel verkehren.


Dieser Beitrag ist natürlich nicht vollständig und man könnte sagen, die Auswahl erfolgte recht willkürlich nach meinem Geschmack.
Zudem plane ich, diese Sammlung von Kraftorten in Bayern laufend zu ergänzen.

Ihr kennt noch weitere sehenswerte Ausflugsziele in Bayern, weitere Heilige Quellen, Bäume und Steine?
Ich freue mich über eure Anregungen in den Kommentaren!

Weiterlesen über Kraftorte in Deutschland:

Weiterlesen über Kraftorte in Europa und weltweit:

 

 

 

 

 

 

17 Gedanken zu “Kraftorte in Bayern: Ausflüge zu Heiligen Quellen, Steinen & Bäumen

  1. Hallo Ilona!

    Die Gegend ist mir völlig unbekannt, aber deine Fotos machen Lust die Idylle kennen zu lernen. Total spannend finde ich deine ausführlichen religionsgeschichtlichen Erklärungen! Bin ja auch Historikerin! Von heiligen Bäumen habe ich trotzdem erst durch dich erfahren!

    Liebe Grüße aus Paris
    Feli

  2. Hallo Ilona,

    was für ein ausführlicher Artikel und durchaus eine großartige Idee, eine Auswahl an Kulturstätten im Münchener Umland vorzustellen. Da sind wirklich ein paar (auch architektonische) Schmuckstücke dabei und ich denke, dass der Artikel einmal mehr zeigt, wie viel Geschichte in der näheren Umgebung steckt und dass es durchaus Sinn macht, sich etwas intensiver mit dieser zu beschäftigen. Tatsächlich wurde mir beim Lesen bewusst, wie viele dieser Orte es eigentlich auch in meiner Umgebung gibt. Sehr hilfreich fand ich jedenfalls deine Hinweise bzgl. Erreichbarkeit mit Öffis.

    LG Sigrid

    • Ja, manchmal braucht man ein „Programm“, um die eigene Umgebung endlich mal anders zu entdecken. Sei es nun „Alle Berge in 2 Std Entfernung besteigen“ oder eben „Wallfahrtskirchen“ besuchen 😀 Das Zweite liegt mir halt irgendwie mehr 😉

  3. Wow! Ich fühl mich gerade echt unwissend. Ich hab nicht mal gewusst, dass es Orte mit heiligen Bäumen gibt. Aber Ulrichsbrunnen gibt’s bei uns in der Steiermark einige.

    Jedenfalls Kompliment für diesen ausführlichen Artikel! Da steht alles drin was man wissen will.
    Lg Barbara

    • Na, die gibts aber auch in Österreich: Maria Dreieichen z.B. im Waldviertel (darüber hätte ich fast mal meine Diss geschrieben). Maria Klobenstein in Tirol war ja quasi der erste Artikel dieser Art auf meinem Blog und hat mich inspiriert, mehr dazuzuschreiben.
      Wenn man einmal anfängt, findet man die Steine, Bäume und Quellen überall… zumindest in katholischen Landen.

  4. Hallo Ilona,

    ähm, ja… sehr spannend dieser Beitrag. Ich lasse ihn erst mal auf mich wirken und lese ihn später noch ein zweites Mal.
    Irgendwie ist da sein geballtes Fachwissen im positiven Sinne auf mich eingeprasselt 😊
    Weder die Gegend war mir bisher sonderlich bekannt, noch die Hintergründe.
    Super interessanter Beitrag!

    Liebe Grüße

  5. Liebe Ilona,
    ich bin dann mal weg und wandere nach.
    Das klingt alles super entspannt. Einen Teil kenne ich, wie logischerweise das Kloster Benediktbeuern. Unter dem Aspekt der Heiligen Quellen allerdings habe ich unsere schöne Region noch nie betrachtet.
    Danke für die tollen Anregungen.

    Liebe Grüße und hoffentlich bald mal gemeinsam on Tour, Katja

    • Ein paar der Routen sind auch für sich genommen wunderschön 🙂 Andere sind halt eher spannend wegen der Kirchen, die ich mir anschauen wollte. Mein Favorit war ja kürzlich die Tour nach Weihenlinden… da gings zwar leider viel über Asphalt, aber landschaftlich war das einfach toll.

  6. Liebe Ilona,
    ich sitze ja ganz oben im Norden… 🙂 Aber deine Liste hat mich inspiriert… ich werde mal schauen, ob ich was Vergleichbares hier oben finde. In deiner Liste übrigens hat mich die drei Bethen Quelle besonders angesprochen. Solche Orte finde ich einfach richtig schön… und eben ganz besonders, gerade wenn die Leute es dann auch noch schmücken und verzieren. So etwas berührt mich immer sehr.
    Liebe Grüße
    Tanja

  7. Liebe Ilona,
    ich war bisher in München nur am Flughafen und einmal dienstlich da. Sieht aber definitiv so aus, als müsste ich mir auch noch die Umgebung vornehmen 😉
    Liebe Grüße
    Ines

    • Ich gestehe ja, dass München nicht meine Lieblingsstadt ist und auch nicht mehr wird, aber die Umgebung ist schon toll! Ein längerer Münchenbesuch lohnt also besonders, wenn man gerne wandert und draußen unterwegs ist

  8. Liebe Ilona,
    in diesem Bereich bin ich so gänzlich unbewandert – Danke für die vielen spannenden Informationen. Nach München und ins Umland sollten wir unbedingt mal wieder reisen. Übrigens gibt es bei mir ums Eck auch ein Würmtal.
    Viele Grüße von Sanne

  9. Hallo Ilona,
    mensch, toller Artikel. So etwas liest man selten und ich habe viel neues kennengelernt. Den eingewachsenen Christus finde ich ja spannend. So etwas sieht man selten. Ich würde Deine Reihe, wenn Du die fortsetzt, gerne lesen.
    Lg Miriam

    • Natürlich setz ich die fort. Ich arbeite schon fleißig dran. als nächstes kommt Weihenlinden. Und dann hab ich schon ein paar weitere Wanderziele rausgesucht… Steine sollen mal ein paar mehr reinkommen.

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