Die barocke Wallfahrt. Teil 1: geistliche und profane Aspekte einer Reise

Auf meinem Blog schreibe ich immer wieder über Wallfahrtskirchen und -kapellen. Die meisten davon sind barocke Wallfahrten. Oder doch zumindest spätmittelalterliche, die im Barock einen Höhepunkt erlebten.

Dieser Beitrag ist Teil der Reihe „Heilige Orte

Ich habe meine Abschlussarbeit über barocke Wallfahrten geschrieben und die Arbeit daran, hat auch mir die Augen geöffnet, wie oft man solche Phänomene – v.a. religiöse Phänomene – heutzutage durch eine „aufklärerische Brille“ sieht.
Viele Menschen haben eine sehr ausgeprägte Meinung zu diesen Dingen, die nicht selten auf Klischees und Vorurteilen baut. Und diese Klischees und Vorurteile wiederum sind häufig direkt aus der Aufklärung übernommen. Ich würde hier gerne einmal einen etwas differenzierteren Blick auf das Phänomen der barocken Wallfahrt bieten. Vielleicht betrachtet man beim nächsten Besuch einer Wallfahrtskirche das Gotteshaus mit etwas anderen Augen oder bemerkt Details, die einem zuvor entgangen sind.

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Kloster Riddagshausen – Ein lohnenswerter Ausflug von Braunschweig

Dieser Artikel enstand im Rahmen der Reiseblogger-WG mit dem Stadtmarketing Braunschweig

Nur etwa vier Kilometer östlich der Braunschweiger Innenstadt liegt das ehemalige Zisterzienserkloster Riddagshausen.
Inmitten eines Naturschutzgebietes gelegen und mit einer spannenden Geschichte werden hier alle fündig, die einfach ein lohnenswertes Ausflugsziel suchen: Egal ob Naturliebhaber, Kulturfreunde oder Sonntagsradler.

Ideal für Unternehmungen und Aktivitäten in der Umgebung von Braunschweig.

Kloster Riddagshausen: Blick auf die Klosterkirche

Kloster Riddagshausen: Blick aus dem Klostergarten

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Mariabrunn: Ein vergessenes Heilbad bei München

Acht Kilometer nördlich von Dachau, gut versteckt im Wald liegt der kleine Wallfahrtsort Mariabrunn.
Heute ist er eher bekannt für die nebenan liegende Wirtschaft mit dem schönen Biergarten. Ab und an kommen auch noch ein paar Wallfahrer.
Nichts aber lässt vermuten, dass sich hier bis vor 150 Jahren Fürsten und Kaiser aus ganz Europa kurieren ließen. Denn die namensgebende Quelle galt als heilkräftig – nicht nur im spirituellen Sinne, wie viele bei Wallfahrtskirchen befindliche Quellen, sondern auch im medizinischen.

Dieser Beitrag ist Teil der Reihen „Heilige Orte“ und „Kraftorte um München

Ansicht von Mariabrunn vom Eingang der Kirche aus. In der Mitte – mit Efeu überwuchert – die namensgebende Quelle

Nachdem mir kürzlich das Buch „Heilige Quellen zwischen Donau, Lech und Salzach“ von Heidemarie und Peter Strauss in die Hände fiel und ich feststellte, dass sich einige davon gut von München aus erreichen und erwandern lassen, würde ich gerne eine kleine, unregelmäßig erscheinende Blogreihe daraus machen.

Mehr über das Phänomen der Heiligen Quellen und allgemein naturmagischer und naturreligiöser Phänomene an Wallfahrtsorten, könnt ihr in meinen Artikel über Maria Klobenstein nachlesen.

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Maria Klobenstein bei Kössen: Kraftort und Religionsgeschichte in nuce

 In Kooperation mit der Tourismusregion Kaiserwinkl.

Ich weiß, ich weiß…  Wallfahrten haben unter modernen Menschen einen schlechten Ruf. Purer, stumpfer Aberglaube sei es – und wenn es sich um eine barocke Kirche handelt, dann kommt unweigerlich irgendwann der Satz „Was hätte man mit dem Geld nicht alles machen können!“
Abgesehen davon, dass es keinen Sinn macht, über vor Jahrhunderten verschüttete Milch (aka ausgegebenes Geld) zu klagen, ist es doch auch schwierig postaufklärerische Ideen auf voraufklärerische Zeiten zu übertragen. In unterschiedlichen Zeiten gaben Menschen ihr Geld für unterschiedliche Dinge aus – je nach Zeitgeist. Und obendrein war die Entstehung von Wallfahrten und Wallfahrtskirchen meist komplexer, als man das heute so glaubt.

Jetzt stehen die barocken Wallfahrtskirchen nun mal und deshalb kann man die Gelegenheit ja auch nutzen, sich genauer mit ihnen zu befassen und mit den Geschichten, die sie erzählen. Seit ich im Geschichtestudium begann, mich näher mit barocken Wallfahrten zu beschäftigen, merkte ich, wie viel man aus einer Kirche erfährt, wenn man die Zeichen nur richtig zu lesen weiß (naja und ein bisschen Hintergrundwissen hat 😉 ): Religions-, Kunst-, Sozial-, Medizin- und Wirtschaftsgeschichte schlagen sich dort häufig ebenso nieder wie politische Spannungen. Die Wallfahrtskapellen am Klobenstein bei Kössen im Kaiserwinkl in Tirol sind ein Paradebeispiel dafür, wieviel man aus einer Kirche erfährt, ohne vorher noch die Primärquellen bemühen zu müssen. Neugierig geworden? Dann lest mal weiter…

Die Wallfahrtskapellen mit dem namensgebenden „geklobten Stein“

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