Wer Ausflüge ab Rom unternehmen möchte, braucht nicht unbedingt ein Auto. Natürlich, vieles ist mit einem Auto leichter zu erreichen – manches sogar nur mit einem Auto. Doch auch mit Zug und Bus kann man viele Tagesausflüge ab Rom unternehmen – viel leichter, als ihr vielleicht glaubt.
In diesem Artikel gebe ich euch einige Tipps für Tagestrips, die ihr ohne Probleme von Rom aus unternehmen könnt. Bei einigen der vorgestellten Orte gibt so viel zu sehen, dass sich auch eine Übernachtung durchaus rentiert. Und mit Sicherheit wird dieser Artikel in den nächsten Jahren laufend erweitert werden, denn ich habe vor, noch etliche Ausflüge ab Rom zu unternehmen…
Was ihr hier finden werdet: Ausflüge ab Rom mit einer Anreisezeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bis zu höchstens zwei Stunden. Unter den Tipps finden sich archäologische Stätten, kleine Dörfer, Städtetrips und Wandertouren. Bei jedem Ausflugstipp nenne ich auch die Möglichkeiten zur Anreise.

Castel Gandolfo bei Rom: Nur eines von vielen lohnenswerten Ausflugszielen
Inhalt
Ausflüge ab Rom: Tipps für Bahn und Bus
Viele der hier genannten Tagesausflüge ab Rom könnt ihr mit dem Regionalzug machen. Die Regionalzüge werden von Trenitalia betrieben. Zwar gibt es auch lokale Anbieter, die einige Bereiche abdecken, doch sofern nichts anderes erwähnt ist, bucht ihr die Tickets am besten über Trenitalia, was auch einfach und unkompliziert über die App geht.
Rom hat mehrere Bahnhöfe: Die beiden wichtigsten sind Roma Termini und Roma Tiburtina, die auch an den Fernverkehr angeschlossen sind.
Daneben gibt es kleinere Bahnhöfe – zum Beispiel Roma Ostiense oder Roma S. Pietro – die für einige der hier empfohlenen Tagestrips ab Rom auch praktisch sein können (je nachdem, wo ihr eure Unterkunft habt). Dazu jeweils mehr bei den einzelnen Ausflugstipps.
Die Verbindungen unter der Woche sind häufig besser als am Wochenende. Kontrolliert also die Verbindungen immer für den Tag, an dem ihr reisen wollt.
Viele Tipps zum Bahnfahren in Italien und für den Ticketkauf findet ihr in meinem Artikel:
Zugfahren in Italien: Tipps für eine stressfreie Bahnfahrt. +Reiseziele für Bahnreisende
Die Busse im Latium werden meist von Cotral betrieben. In Rom ist einer der wichtigsten Busbahnhöfe, der für einige der hier genannten Ausflüge von Bedeutung ist, Roma-Anagnina – die Endstation der Metro-Linie A.
In einigen Fällen gibt es auch Busse, die von den einzelnen Gemeinden („Comune“) betrieben werden – das ist bei den jeweiligen Ausflugstipps aber vermerkt. Diese lokalen Busunternehmen lassen sich häufig nicht über Google Maps recherchieren!
Ausflüge ab Rom: Anreise bis zu einer Stunde mit Bus und Bahn
Castel Gandolfo: Die Sommerresidenz der Päpste
Südöstlich von Rom thront Castel Gandolfo über dem Lago Albano, einer der vielen Seen des Latium, die vulkanischen Ursprungs sind – so wie übrigens die gesamte umgebende Landschaft der Albaner Berge. Auch hier verrät ein Blick auf den Albaner See, dass es sich um einen Vulkankrater handelt: Castel Gandolfo thront direkt auf dem Kraterrand.
Bekannt ist der Ort vor allem für die ehemalige Sommerresidenz des Papstes, die erst von Papst Franziskus als solche aufgegeben wurde. Heute ist die Anlage ein öffentlich zugängliches Museum.
Castel Gandolfo ist relativ touristisch und wird gerne von Besuchern Roms in einem Tagesausflug besucht – doch ein Ausflug lohnt sich auch gerade im Sommer, denn hier – etwas außerhalb der Stadt und hoch über dem See gelegen – ist es immer etwas kühler als in der italienischen Hauptstadt.

Castel Gandolfo bei Rom: Nur eines von vielen lohnenswerten Ausflugszielen
Ausflug nach Castel Gandolfo: Anreise ab Rom
Der Ausflug ab Rom nach Castel Gandolfo ist sehr einfach: Ab Roma Termini fährt stündlich ein Regionalzug, der bis zum Ziel 41 Minuten braucht. Die Fahrt kostet euch 2,10 €.
Cerveteri: Etruskische Nekropole (UNESCO-Weltkulturerbe)
Cerveteri gehört zu diesen Orten, die eigentlich viel bekannter sein sollten – und zwar aufgrund der Banditaccia-Nekropole. Die riesige Anlage mit fast 200 ha Fläche gleicht einer Stadt mit Straßen und Plätzen und zeigt die Entwicklung der Grabarchitektur der Etrusker über Jahrhunderte. Würfelgräber, die sich wie kleine Häuser aneinanderreihen, sieht man hier genauso wie riesige Grabhügel.
Zusammen mit der Etruskischen Nekropole des nur wenig nördlich gelegenen Tarquinia (siehe weiter unten) wurde die Nekropole von Cerveteri in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
Dieser Ausflug ab Rom ist ein MUSS für alle Archäologie-Fans. Übrigens kann man große Teile der Nekropole auch durchwandern, ohne Eintritt zu zahlen. Trotzdem lohnt sich der Eintrittspreis, denn der nicht freizugängliche Bereich ist wirklich sehenswert!

Ausflug nach Cerveteri: Anreise ab Rom
Nehmt den Regionalzug bis zum Bahnhof Ladispoli-Cerveteri (ca. 40 Min.) und von dort den Anschlussbus in den Ort. Sonntags gibt es auch direkte Busverbindungen bis zur Nekropole. Die Fahrpläne für die Busse in Cerveteri findet ihr auf der Webseite der Comune. Achtung: Wie so oft, so bieten auch hier die Abfahrtspläne eher grobe zeitliche Orientierung. Die Abfahrtszeiten sind NICHT über GoogleMaps ermittelbar.
Weiterlesen
Etruskische Nekropolen und Gräber im Latium: Wandern auf den Spuren der Etrusker [+Karte]
Cerveteri: Wandern zu den Wasserfällen
Wer mehr Natur und weniger Archäologie möchte, kann dennoch die Reise nach Cerveteri auf sich nehmen. Hinter dem Ort gibt es einen Wanderweg, der ins Tal des Baches „Torrente delle Ferriere“ hinabführt. Ist man einmal hinabgestiegen, kann man dort am Fluss entlang wandern und insgesamt fünf Wasserfälle besuchen – die sogenannten „Cascatelle di Cerveteri„.
Je nach Jahreszeit und Wasserstand können einige davon eher ein kleines Rinnsal sein. Dafür werdet ihr im Sommer hunderte (!) von Fröschen sehen und hören.
Die Wanderung, die ich unternomme hat, begann natürlich an der Bushaltestelle, führte hinter dem Friedhof von Cerveteri und danach an allen fünf Wasserfällen entlang und endete bei der Nekropole. Insgesamt waren dies 19 Kilometer. Es geht dabei durchaus auch steil auf und ab!

Die Cascata del Arenile bei Cerveteri kann bei einer Wanderung entdeckt werden
Tagesausflug zu den Cascatelle di Cerveteri: Anreise ab Rom
Nehmt den Regionalzug bis zum Bahnhof Ladispoli-Cerveteri (ca. 40 Min.) und von dort den Anschlussbus in den Ort. Sonntags gibt es auch direkte Busverbindungen bis zur Nekropole. Die Fahrpläne für die Busse in Cerveteri findet ihr auf der Webseite der Comune. Achtung! Wie so oft, so bieten auch hier die Abfahrtspläne eher grobe zeitliche Orientierung. Die Abfahrtszeiten sind NICHT über GoogleMaps ermittelbar.
Palestrina: das monumentale Fortuna-Heiligtum
Das antike Praeneste war Sitz eines berühmten Orakels der Göttin Fortuna. Die Stadt ist terrassenförmig an einem Hang erbaut, wobei das Zentrum von der gigantischen Tempelanlage dominiert wird. Auf dem höchsten Punkt, dort wo einst der eigentliche Tempel stand, steht heute der Palazzo Barberini, der das archäologische Museum beherbergt.

Ausflug nach Palestrina: Anreise ab Rom
Wer einen Ausflug ab Rom nach Palestrina machen möchte, muss mit einem Bus von Cotral fahren. Dieser fährt ab Roma-Anagnina – südliche Endstation der Metro-Linie A. Abfahrtszeiten könnt ihr ganz einfach auf der Webseite von Cotral herausfinden. Der Bus verkehrt auch am Wochenende mehrfach täglich.
Die Fahrt dauert etwa eine Stunde.
Tivoli: Kaiserliche Villen und prächtige Gartenkunst (UNESCO-Weltkulturerbe)
Nur etwa 30 km von Rom entfernt, an den Ausläufern des Apennin gelegen, ist Tivoli ein wahres Juwel für Geschichts- und Kunstliebhaber. Die Stadt beherbergt gleich zwei UNESCO-Welterbestätten: die weitläufige Villa Adriana, ein künstliches Paradies Kaiser Hadrians mit Nachbildungen antiker Bauwerke aus seinem gesamten Reich, und die Villa d’Este, die für ihren prachtvollen Garten voller Brunnen und Wasserspiele weltberühmt ist. Außerdem kann man die Villa Gregoriana und die Ruinen des Heiligtum des Hercules Victor besuchen. Auch die Altstadt von Tivoli selbst lohnt einen Besuch.

Tagesausflug nach Tivoli: Anreise ab Rom
Die Anreise nach Tivoli ist unkompliziert mit dem Regionalzug ab Roma Tiburtina oder Roma Termini (ca. 30–60 Minuten – je nach Verbindung) oder mit dem Cotral-Bus ab der Metrostation Ponte Mammolo möglich.
Die Villa Hadriana liegt etwas außerhalb von Tivoli.
Weiterlesen
Tivoli Sehenswürdigkeiten: Villen, Parks und Tempel
Zisterzienser-Abtei Fossanova
Eines der frühesten – wenn nicht sogar das früheste – Beispiele der Zisterzienser-Architektur auf italienischem Boden.
Wie bei den Zisterziensern üblich ist die Kirche sehr schlicht gehalten, denn nichts sollte vom Gebet ablenken.
Fossanova besuchte ich bei meinem Wochenendtrip nach Terracina, denn um nach Terracina zu gelangen muss man am Bahnhof Fossanova umsteigen.

Ausflug nach Fossanova: Anreise ab Rom
Der nächstgelegene Bahnhof ist Priverno-Fossanova, an der Regionalzugstrecke zwischen Rom-Gaeta-Neapel gelegen. Die Fahrt ab Roma Termini dauert 58 Minuten. Die Abtei liegt 2,3 km vom Bahnhof entfernt. Es gibt auch Verbindungen mit Bussen der Gemeinde Priverno. (Der dem Bahnhof den Namen verleihende Ort Priverno liegt etliche Kilometer entfernt, hoch in den Hügeln, ist fußläufig also nicht erreichbar).
Frascati: Weinort in den Albaner Bergen
Wie auch Castel Gandolfo – der erste Ausflugstipp hier im Artikel – liegt auch Frascati in den Albaner Bergen. In der warmen Jahreszeit ist es fast immer ein paar Grad kühler als in Rom. Kein Wunder, dass auch hier seit der Antike die wohlhabenden Römer ihre Sommervillen hatten. Rund um Frascati gibt es nocheine ganze Menge dieser prachtvollen Villen, die aber normalerweise leider nicht zu besichtigen sind.
Frascati dürfte – zumindest dem Namen nach – jedem Weinliebhaber bekannt sein, denn der nach dem Ort benannte Weißwein wird in die ganze Welt exportiert. Wer also einen Ausflug nach Frascati unternimmt, kann neben dem schönen Ort auch gut essen und trinken.

Kleinstadtleben auf der Piazza in Frascati
Ausflug nach Frascati: Anreise ab Rom
Unter der Woche stündlich, am Sonntag alle zwei Stunden verkehrt ein Regionalzug ab Roma Termini nach Frascati, der 30 Minuten braucht. Frascati ist also wirklich sehr einfach ab Rom erreichbar. Die Fahrt kostet 2,10 €
Monte Tuscolo: Wandern bei Frascati
Wenn ihr in Frascati seid und Lust auf eine Wanderung habt, dann empfiehlt sich der Ausflug zum Monte Tuscolo. Von Frascati aus führt ein etwa 5 Kilometer langer Wanderweg bis zum Gipfel (670 m), von wo aus man einen herrlichen Blick über die Landschaft des Vulcano Laziale hat. Wie ich bereits bei Castel Gandolfo schrieb, ist die gesamte Landschaft der Albaner Berge vulkanischen Ursprungs.

Blick über die Landschaft des Vulcano Laziale vom Monte Tuscolo
Auf der Hochebene des Monte Tuscolo befinden sich die Reste der gleichnamigen antiken und mittelalterlichen Stadt. Von Tusculum (ital: Tuscolo) selbst sind heute nur noch Ruinen geblieben. Die Stadt hatte sich im Mittelalter beim Streit zwischen Papst und Kaiser auf die kaiserliche Seite gestellt. Als Heinrich IV. – Sohn Friedrich Barbarossas und Vater Friedrichs II. – mit dem Papst um seine Kaiserkrönung verhandelte, gab er die Stadt preis und ließ zu, dass sie von den Römern zerstört wurde.
Am 17. April 1191 wurde sie regelrecht dem Erdboden gleichgemacht und diente danach als Steinbruch für die umliegenden Orte. Zwei Tage zuvor war Heinrich IV. im Rom zum Kaiser gekrönt worden.
Besonders gut erhalten ist das römische Theater von Tusculum.

Ausflugsziel ab Rom: Das Theater von Tusculum
Wanderung nach Tusculum: Anreise ab Rom
Wer zum Monte Tuscolo wandern möchte, fährt am besten zuerst nach Frascati und startet die Tour von dort. Unter der Woche stündlich, am Sonntag alle zwei Stunden verkehrt ein Regionalzug ab Roma Termini nach Frascati, der 30 Minuten braucht. Frascati ist also wirklich sehr einfach ab Rom erreichbar. Die Fahrt kostet 2,10 €.
Ausflüge ab Rom: Anreise bis zu zwei Stunden mit Bus und Bahn
Bracciano am Lago di Bracciano
Auch der See von Bracciano ist einer der vielen Seen vulkanischen Ursprungs im Latium. Anders als der Albaner See liegt der Lago di Bracciano nördlich von Rom – Richtung Viterbo.
Bracciano ist ein hübsches kleines Städtchen mit verwinkelten Gassen, die immer wieder einen tollen Blick über den See bieten. Dominiert wird der Ort vom wuchtigen Castello Orsini-Odescalchi, das ein Museum beherbert.

Blick auf Bracciano – ein lohnenswertes Ausflugsziel ab Rom
Tagesausflug nach Bracciano: Anreise ab Rom
Die Anreise erfolgt bequem mit dem Regionalzug ab Roma Tiburtina oder Roma Termini in etwa 1,5 Stunden. Nach Bracciano kann man auch in Roma Tuscolana, Roma Ostiense, Roma Trastevere, Quattro Venti oder Roma S. Pietro zusteigen. Wobei sich die Fahrtzeit dann bis zu 20 Minuten verkürzt.
Viterbo: Die Stadt der Päpste
Viterbo war eine echte Überraschung, als ich es 2021 besuchte: Euch erwartet hier eine unverfälscht mittelalterliche Altstadt, die noch von der Stadtmauer vollständig umgeben ist.
Viterbo nennt man Stadt der Päpste, denn der Ort bot mehreren Kirchenoberhäuptern Schutz vor den rivalisierenden Adelsfamilien in Rom. Mehrere Päpste wurden hier begraben – und auch gewählt. U.a. fand hier im Papstpalast auch das erste Konklave der Kirchengeschichte statt.

Der Papstpalast in Viterbo: Lohnenswerter Ausflug ab Rom
Tagesausflug nach Viterbo: Anreise ab Rom
Die Anreise erfolgt bequem mit dem Regionalzug ab Roma Tiburtina oder Roma Termini in etwa zwei Stunden. Nach Viterbo kann man auch in Roma Tuscolana, Roma Ostiense, Roma Trastevere, Quattro Venti oder Roma S. Pietro zusteigen. Wobei sich die Fahrtzeit dann bis zu 20 Minuten verkürzt.
Weiterlesen
Latium Sehenswürdigkeiten: Reise in eine unterschätzte Region Italiens [+ Karte]
Orvieto: Ein Abstecher nach Umbrien
Orvieto bietet schon beim Vorbeifahren einen großartigen Anblick: Die Stadt liegt hoch über der Landschaft auf einem Tuffsteinplateau – und wer sich ein bisschen mit den Etruskern befasst hat, wird sich nicht wundern, dass diese hier viele Spuren hinterlassen haben. Die ganze Stadt ist regelrecht „unterkellert“. Wer keine Platzangst hat, kann den Untergrund Orvietos bei einer Führung besichtigen.
Berühmt ist Orvieto allerdings vor allem aufgrund seines Doms – ein prachtvolles Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert. Grund für die Errichtung war, einen würdevollen Aufbewahrungsort für das Altartuch zu schaffen, das bei einem Eucharistischen Wunder im nahegelegenen Bolsena mit Blut befleckt wurde, das aus einer Hostie austrat. Diese Wunder war übrigens der Ursprung des Fronleichnamsfestes.
Aber auch abseits des Domes ist die Altstadt von Orvieto sehr sehenswert.


Ausflug nach Orvieto: Anreise ab Rom
Orvieto liegt zwar nicht mehr im Latium, ist aber aufgrund der guten Anbindung von Rom aus sehr schnell erreicht. Ab Roma Termini und Roma Tiburtina verkehren mehrmals täglich Intercity- und Regionalzüge, von denen die meisten etwa 1:20 Stunden brauchen (die schnellsten brauchen nur eine Stunde, die langsamsten etwa 1:50).
Sutri: Das Tor nach Etrurien
Sutri bietet eine faszinierende Mischung aus etruskischen und römischen Zeugnissen. Das Highlight ist das römische Amphitheater, das vollständig aus dem Tuffstein herausgegraben wurde. Ebenfalls beeindruckend ist eine vollständig in den Fels gehauene Kirche (Madonna del Parto), die vermutlich einmal ein Mithras-Tempel („Mithräum„) war. Zudem findet man in Sutri auch eine Menge Gräber aus verschiedenen antiken Epochen und auch der Ort selbst ist sehr sehenswert.
Da die Anreise ab Rom – zugegeben – für einen Tagesausflug etwas aufwändig ist und es in Sutri einiges zu sehen gibt, lohnt es sich durchaus, eine Nacht zu bleiben.

Anblick von Sutri – Ein lohnenswerter Ausflug ab Rom, wenn auch die Anreise nicht ganz unkompliziert ist
Ausflug nach Sutri: Anreise ab Rom
Zugegeben: Die Anreise nach Sutri mit den öffentlichen Verkehrsmitteln für einen Tagesausflug ab Rom ist etwas aufwändiger. Zuerst nehmt ihr den Regionalzug von Cotral, der ab Flaminio (bei der Piazza del Popoplo) fährt bis zum Bahnhof Saxa Rubra nördlich von Rom. Dort steigt ihr um in den Regionalbus von Cotral, um nach Sutri zu kommen. Zug- und Busverbindungen von Cotral könnt ihr auf der Webseite recherchieren.
Aufgrund der Verbindungen ist es am besten, den Ausflug an einem Wochentag zu unternehmen.
Weiterlesen
Latium Sehenswürdigkeiten: Reise in eine unterschätzte Region Italiens [+ Karte]
Tarquinia: die bemalten Gräber der Etrusker (UNESCO-Weltkulturerbe)
Tarquinia ist berühmt für seine etruskische Nekropole. Anders als in Cerveteri – beide wurden zusammen in die UNESCO Weltkulturerbeliste aufgenommen – bildet sich in Tarquinia nicht eine solche Bandbreite an unterschiedlichen etruskischen Gräbern ab. Tarquinia kann mit etwas anderem aufwarten: 200 bunt bemalten etruskischen Gräbern (von insgesamt etwa 6000 bemalten Etrusker-Gräbern!). Sie stammen aus der Mitte des letzten vorchristlichen Jahrtausends.
Neben der Monterozzi-Nekropole lohnt auch eine Wanderung zur sogenannten „Ara della Regina“, der Ruine des größten bisher bekannten etruskischen Tempels.
Ihr seht schon: Auch dieser Tagesausflug von Rom wäre eine Übernachtung wert.


Tagesausflug nach Tarquinia: Anreise ab Rom
Von Roma Termini bzw. zum Teil von Roma Ostiense gibt es mehrere Direktzüge täglich bis Tarquinia. Die Fahrt dauert etwa 1,5 Stunden. Zudem gibt es auch noch ein paar Verbindungen mit Umstieg in Civitavecchia, die zwischen ein und zwei Stunden dauern. Vom Bahnhof in Tarquinia bis zur Nekropole sind es zu Fuß 4 Kilometer. Es gibt allerdings auch Busverbindungen von einem lokalen Busanbieter. Die Fahrpläne dazu findet ihr auf dieser Webseite. Achtung! Die Abfahrtszeiten sind NICHT über GoogleMaps ermittelbar.
Weiterlesen
Etruskische Nekropolen und Gräber im Latium: Wandern auf den Spuren der Etrusker [+Karte]
Monterano: Wandern zum Geisterdorf
Die Geisterstadt Monterano (zum Teil auch Monterano Vecchia oder Antica Monterano genannt) liegt wenig nördlich von Bracciano. Wer hierher einen Ausflug one Auto machen möchte, muss den Besuch mit einer Wanderung verbinden. Auch hier hatten in der Antike bereits die Etrusker gesiedelt und der Ort war das gesamte Mittelalter und noch bis in die Frühe Neuzeit hinein bewohnt. Tatsächlich wurde Monterano erst 1799 verlassen, nachdem es durch französische Truppen – die zuvor Rom besetzt hatten – zerstört worden war.
Das bedeutet, dass man in Monterano Vecchia noch recht junge Ruinen bestaunen kann: Zum Beispiel zahlreiche mittelalterliche und mit San Bonaventura auch eine barocke Kirche, sowie den Palazzo der Orsini-Altieri, der noch im späten 17. Jahrhundert umgebaut worden war.

San Bonaventura in Monterano Vecchia
Tagesausflug nach Monterano: Anreise ab Rom
Um Monterano zu erwandern, bin ich mit dem Zug nach Manziana-Canale Monterano gefahren, wanderte dann etwa 7 Kilometer bis zum Geisterdorf und kehrte anschließend über den Bahnhof Oriolo-Romano zurück. Eine insgesamt etwa 16 Kilometer lange Wanderung.
Ab Roma Tiburtina gibt es einen Direktzug nach Manziana, der etwa 1,5 Stunden fährt und auch in Roma Tuscolana, Roma Ostiense, Roma Trastevere, Quattro Venti oder Roma S. Pietro hält. Wobei sich die Fahrtzeit dann bis zu 20 Minuten verkürzt. Es ist derselbe Zug, der auch über Bracciano fährt und schließlich auch nach Oriolo. Die Fahrt nach/von Oriolo dauert fünf Minuten länger als nach Manziana.
Weiterlesen über das Latium und Rom
- Latium Sehenswürdigkeiten: Reise in eine unterschätzte Region
- Römische Tempel: Auf den Spuren der Antike in den Kirchen Roms
- Alternative Rom-Tipps für Geschichte-Fans
- Terracina Sehenswürdigkeiten: Sonne, Strand und über 2000 Jahre Geschichte
- Die Etrusker: Hochkultur in Mittelitalien – Wer waren die Etrusker?
- Etruskische Nekropolen im Latium: Wandern auf den Spuren der Etrusker
- Archäologischer Park von Vulci: eine der bedeutendsten Städte Etruriens
- Tivoli Sehenswürdigkeiten: Villen, Parks und Tempel
